Zu sehen ist die rosafarbene, puschelige Blüte einer Mimosa pudica (Symbolbild).
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Die Mimose besticht mit ihrer filigranen, puschligen Blüte (Symbolbild).

Die Sommermonate nutzen

Mimose im Garten: So wächst die empfindliche Zimmerpflanze auch draußen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die Mimose heißt nicht ohne Grund so. Die zierliche und filigrane Pflanze kennen viele nur als Zimmerpflanze. In den warmen Monaten kann sie jedoch als Topfpflanze auch an die frische Luft.

München – Die Mimose erkennen Gartenfreunde an ihren rosafarbenen, puschligen und kugelrunden Blütenköpfen. Sie blühen von Mai bis September. Die Blätter der Mimose haben die bemerkenswerte Eigenschaft, bei Erschütterungen ihre Blätter einzuklappen. Daher stammt auch die Bezeichnung Mimose. Grundsätzlich wächst sie am besten als Zimmerpflanze. Mit der richtigen Pflege kann sie den Sommer aber auch im Garten verbringen.

Mimose im Garten: So wächst die empfindliche Zimmerpflanze auch draußen

Die Gattung der Mimose trägt den botanischen Namen Mimosa und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Südamerika, wo sie bei feuchten und warmen Temperaturen im Halbschatten prächtig gedeiht. Mittlerweile gibt es über 500 Mimosen-Arten, die in manchen Gegenden sogar so stark ausbreiten, dass sie überhand nehmen. Besonders bekannt ist hierzulande beispielsweise die Art Mimosa pudica. Sie wächst meist krautartig und recht bodennah, manche Exemplare können aber auch einen Meter Höhe erreichen. An manchen Ästen trägt die Mimose Stacheln und zahlreiche sogenannte Fiederblättchen.

Klappt die Pflanze bei Erschütterungen ihre Blätter zusammen, nennen Gärtnerinnen und Gärtner das Nastien. Das bedeutet, dass die Bewegungen aufgrund eines sich bewegenden Pflanzenorgans geschehen. Nicht zu verwechseln sind die Arten der Mimosa Gattung mit dem Ziergehölz Akazie. Denn auch diese Pflanze wird beizeiten als Mimose bezeichnet.

Mimose im Garten: So verbringt die Pflanze den Sommer am besten draußen

Mimosen säen Gartenfreunde in der Regel aus. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr. Wer also im Sommer eine Mimose auf der Terrasse stehen haben möchte, sollte jetzt schon aktiv werden. Zuerst lassen Gärtnerinnen und Gärtner die Samen eine Zeit lang vorkeimen in einer Anzuchtschale mit entsprechender Anzuchterde. Über den Samen verstreuen Pflanzenfans vorsichtig etwas Substrat, aber keinesfalls zu viel. Die Schale sollte dabei an einem hellen Ort stehen, ohne direkte Sonneneinstrahlung. Regelmäßiges Gießen der Keimlinge ist Pflicht. Etwas Folie über der Anzuchtschale erhöht den Treibhauseffekt und steigert das tropische Klima für die junge Saat.

Ein frischer Keimling der Mimosa pudica (Symbolbild).

Sind die Pflänzchen groß genug, kommt es zum Umzug in den Topf. Dort müssen sie dann bis in den Sommer hinein am besten an der Fensterbank stehen und eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius muss garantiert sein. Die hohe Luftfeuchtigkeit erreichen Gartenfreunde entweder, indem sie die Pflanze regelmäßig einsprühen und natürlich gießen oder indem die Pflanze im Badezimmer steht. Dort darf es aber nicht zu dunkel sein, denn Helligkeit ist ein entscheidender Faktor für das Überleben der Mimose. Im Gegensatz zu anderen tropischen Pflanzen verträgt die Mimose jedoch keine direkten Sonnenstrahlen, sie würde dann verbrennen*.

Um draußen zu überstehen, muss der Standort der Mimose folgende Kriterien erfülle:

  • windgeschützt
  • hell
  • ohne direkte Sonneinstrahlung
  • feucht

Vor den letzten Frösten darf die Zimmerpflanze in keinem Fall auf die Terrasse oder den Balkon. Gartenfreunde sollte lieber warten, bis es beständig 20 Grad Celsius sind. Sobald es etwas kälter ist, sollte die Pflanze aber wieder nach drinnen wandern. Damit die Pflanze den Aufenthalt auch gut übersteht, ist es sinnvoll, alle zwei bis drei Wochen ein wenig zu düngen. Aber Vorsicht bei der Düngerdosierung, zu viel schadet der Mimose. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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