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Effektive Mikroorganismen: Der Sauerteig des Gartenbodens

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Effektive Mikroorganismen fördert den Humusaufbau, beleben den Gartenboden wieder und machen ihn fruchtbarer. Vergleichbar mit einem guten Sauerteig.

München – Je gesünder unser Boden ist, desto besser wachsen auch unsere Pflanzen. Die Bodengesundheit hat also direkte Auswirkungen auf die Gesundheit der Pflanzen. Mit effektiven Mikroorganismen kann man den Boden gesund pflegen und das auch auf lange Sicht.

Lockere humusartige braune Erde mit einem kleinen Erdhaufen in der Mitte. (Symbolbild)
Eine gesunde und fruchtbare Erde ist der Grundstein jedes Gartens. (Symbolbild) © Panthermedia / Imago

Effektive Mikroorganismen: Deswegen gelten sie auch als Sauerteig des Gartenbodens

Effektive Mikroorganismen (EM) sind ein Cocktail aus mikrobiellen Mischkulturen. Diese umfassen hauptsächlich:

Es sind regenerativ wirkende Mikroorganismen, die den Boden für Bodenlebenswesen wieder zu einer lebensfreundlichen Umgebung machen. Das Prinzip der effektiven Mikroorganismen baut darauf auf, dass im Boden drei Arten von Mikroorganismen leben: krankheitsfördernde, neutrale und lebensfördernde Mikroorganismen. Je nachdem, von welchem am meisten vorhanden sind, ist die Bodenqualität schlecht oder gut oder neutral. Mit der Zugabe von effektiven Mikroorganismen reichert man den Boden mit mehr positiven Mikroorganismen an und kippt so die Waage zu ihren Gunsten.

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Effektive Mikroorganismen: Kein Dünger, aber dafür hungrig

Aber oft wird diese Wirkungsweise falsch gedeutet und effektive Mikroorganismen als Dünger verwendet. Das ist er aber nicht, sondern er hilft dem Boden, sich zu erholen*. Aber man kann sie nutzen, um Dünger herzustellen, zum Beispiel im Bokashi-Eimer. Dort zersetzen die effektiven Mikroorganismen Kompost innerhalb von drei Wochen und der daraus entstehende Bokashi und die dazugehörige Flüssigkeit kann sehr gut als Dünger genutzt werden. Die Flüssigkeit ist dabei vergleichbar mit Komposttee. Dieser enthält ähnlich wie der Bokashi-Saft viele nützliche Mikroorganismen und wachstumsfördernde Stoffe, wie kraut&rüben berichtet.

Was recht häufig vergessen wird: Effektive Mikroorganismen müssen erst aktiviert werden. Was nichts anderes bedeutet, als dass sie Futter brauchen, bevor sie zu arbeiten beginnen. In der Regel mischt man sie hierfür mit Zuckerrohrmelasse. Aber man kann sie auch schon aktiviert als EMa kaufen. Sind sie erst mal gestärkt, dann legen die Kleinen so richtig los und produzieren:

Effektive Mikroorganismen: Die Abwehrkräfte und der Sauerteig

Die Antioxidantien machen hier dasselbe wie in unserem Körper. Sie machen es möglich, Krankheitserreger zu unterdrücken. Zudem wird die Humusbildung angeregt, die Wasserspeicherung gefördert und die Bodenstruktur gelockert. So schaffen die effektiven Mikroorganismen auch eine ideale Lebensumgebung für nützliche Bodenlebewesen.

Und zum Schluss kommen wir auf echten Sauerteig zu sprechen. Dieser enthält ebenfalls wilde Hefen. Deshalb können Sauerteigreste auch einfach ins Gießwasser oder auf den Kompost oder in den Bokashi-Eimer gegeben werden. Es hilft der Bodenqualität und hat sogar eine leichte Düngewirkung. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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