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Mandelbaum anbauen und pflegen: Bald ernten Sie Ihre eigenen Mandeln

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Von: Mattias Nemeth

Ein Mandelbaum verwandelt im Frühjahr Ihren Selbstversorgergarten in ein rosafarbenes Blütenmeer. Die daraus entstehenden Früchte enthalten dann den köstlichen Kern.

München – Die Kerne der Mandelbaumfrucht sind die beliebten Mandeln. Der Mandelbaum ist aber keine Nusssorte, sondern ist sehr dicht mit dem Pfirsich verwandt. Ein Pfirsichbaum ist deshalb auch der ideale Befruchter für die Mandel. Aber es gibt speziell für kleine Gärten auch einige kleinere Sorten, die selbstbefruchtend sind.

Mandelbaum anbauen und pflegen: So ernten Sie Ihre eignen Mandeln

Eine Mandel braucht einen geschützten und warmen Standort. Je nach Sorte werden die Mandelbäume zwischen zwei und acht Meter hoch. Der Boden sollte kalkhaltig und mit ausreichend Nährstoffen versorgt sein. Für die Versorgung eignet sich besonders gut reifer Kompost. Aber auch Obstgehölz-Dünger kann für die Mandeln verwendet werden. Bis auf die Zugabe von Dünger braucht der Mandelbaum aber kaum Pflege. Allerdings sollten zu dicht stehende und abgestorbene Äste ausgeschnitten werden. Pfirsiche und Mandeln bilden vorwiegend am 1-jährigen Holz Früchte, wie kraut&rüben berichtetWinterschutz brauchen die Bäume auch nur bei sehr kalten Wintern. Die meisten Sorten sind bis Minus 20 Grad Celsius winterhart.

Mandelbaum anbauen und pflegen: Unterschied zwischen Bitter- und Süßmandel

Bevor Sie sich aber einen Mandelbaum zulegen, sollten Sie beachten, dass Sie zwischen Süß- und Bittermandel unterscheiden müssen. Denn Bittermandeln enthalten einen Stoff, der sich mit Wasser unter anderen in Blausäure aufspaltet. Blausäure ist für Kinder hochgiftig und auch für Erwachsene ist die Blausäure bereits in kleineren Mengen hochgiftig*.

Süßmandel hingegen sind unbedenklich und enthalten viele Nährstoffe*:

Eine Mandelblüte neben einer Mandelbaumfrucht. (Symbolbild)
Mandelbäume sind eine Augenweide. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

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Mandelbaum anbauen und pflegen: Unterschied zwischen Bitter- und Süßmandel

Die Vermehrung kann durch Veredlung auf Pfirsich oder Kirschpflaume erfolgen. Ist die Mandel auf einen Pfirsichbaum veredelt, dann wird sie schneller Früchte tragen, aber dafür ist sie nicht so langlebig. Ist der Mandelbaum hingegen nicht als Baum, sondern als Strauch kultiviert, dann kann dieser im Frühjahr einfach per Spaten geteilt werden.

Mittlerweile gibt es durch Züchtungen und speziellen Veredelungen Mandelsorten für jede Gartengröße und sogar für den Balkon. Am besten wenden Sie sich für den Kauf an eine Baumschule in Ihrer Nähe, damit Sie richtig beraten werden und vor allem auch die richtige Sorte für Ihre Region bekommen. Wenn Sie sich nur an den Blüten erfreuen wollen, dann können Sie dies mit einer Ziermandel, denn diese bildet nur Blüten und keine Früchte aus. *24vita.de und Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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