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Märzenbecher pflanzen: Deswegen kommt die weiße Blüte auch Bienen zugute

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind mehrere weiße Blüten des Märzenbechers. Innen sind die Blüten orange. Einige sind noch geschlossen, andere sind schon geöffnet.

Der Märzenbecher ist eine giftige Schönheit (Symbolbild). © IMAGO / blickwinkel

Märzenbecher sind eine der ersten Pflanzen, die ihre Blüten im Frühjahr öffnen. Damit sind sie nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, sondern verzaubern auch den Garten und Balkon.

München – Im Frühjahr gehören die Märzenbecher zu den Ersten, die ihre weißen, glockenförmigen Blüten präsentieren und damit die wäremern Tage willkommen heißen. Mit der richtigen Pflege wie etwas einem mit Bedacht ausgewählten Standort holen sich Gartenfreunde die Blütenpracht nach Hause. Aufpassen sollten Gärtnerinnen und Gärtner mit kleinen Kindern und Haustieren, denn die Pflanze ist bei Verzehr hoch giftig.

Märzenbecher pflanzen: So blüht die Frühlings-Knotenblume zahlreich bei Ihnen im Garten

Der Märzenbecher oder auch Frühlingsknotenblume genannt, gehört zur Familie der Amaryllisgewächsen. Seine Herkunft erklärt in einem auch seine Giftigkeit, denn Amaryllisgewächse sind in der Regel giftige Pflanzen. Der Märzenbecher trägt das Alkaloid Lycorin in sich und zwar von den Blüten bis in die Wurzelspitzen. Das Gift ist nötig, um sich gegen Fressfeinde zu wehren. Denn als eine der ersten grünen Pflanzen im Frühling würde der Märzenbecher sonst schnell hungrigen Tieren wie der Maus zum Opfer fallen. Familien mit Kindern oder Haustieren müssen daher entweder besonders vorsichtig sein, wenn sie sich den Märzenbecher in den Garten setzen, oder lieber darauf verzichten.

Neben seiner Giftigkeit bringt der Märzenbecher aber auch viele schöne Eigenschaften mit sich. Denn neben Narzissen, Krokussen, Traubenhyazinthe und Iris schmückt der Frühlingsblüher den Garten bereits ab Februar mit seinen Blüten und das bis in den April hinein.

Märzenbecher pflanzen: Pflanzzeit, Standort und Pflege

Wer sich für den Märzenbecher als Frühlingsblüher entschieden hat, sollte sich bereits im Herbst um das Einpflanzen der Zwiebeln kümmern. Die Zeit von September bis Oktober bietet sich an, dann graben Gartenfreunde die Zwiebeln etwa zehn Zentimeter tief in die Erde ein. Da der Märzenbecher ursprünglich aus feuchten Gebieten in Süd- und Mitteleuropa stammt, bevorzugt er feuchte Böden, die nährstoffreich sind und einen hohen Humusanteil haben.

Ein direkter Platz in der Sonne empfiehlt sich für den Märzenbecher nicht. Besser ist es, wenn Gärtnerinnen und Gärtner die Zwiebeln in der Nähe ihres Teiches pflanzen oder als Unterpflanzung von Laubbäumen nutzen. Dann sind Schatten und Feuchtigkeit garantiert. Düngen müssen Pflanzenfans den Märzenbecher in der Regel nicht, nur wenn die Blütenanzahl nachlässt. In Sommern, die sehr heiß sind, lohnt es sich, die Pflanze ab und zu zu gießen.

Märzenbecher pflanzen: So vermehren Sie den Frühlingsblüher und so nützt er Ihrem Garten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Märzenbecher zu vermehren:

Gärtnerinnen und Gärtnern muss klar sein, dass sie etwas Geduld mitbringen müssen. Denn der Märzenbecher erblüht meistens erst nach zwei Jahren und sollte in Gruppen gepflanzt sein, um seine ganzen Blütenpracht zu entfalten.

Für Bienen ist der Märzenbecher eher uninteressant. Andere Insekten hingegen konzentrieren sich auf sogenannte Diskuszellen des Märzenbechers. Die bohren die Insekten an und ernähren sich mit dem darin enthaltenen Saft. Passiert das, verströmt die Pflanze durch die angebissenen Stellen einen stärkeren Duft, sodass Hummeln und Bienen zum Bestäuben den Weg zum Märzenbecher finden*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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