Fluch und Segen zugleich

Löwenzahn entfernen: Das können Sie im Herbst schon gegen das Unkraut tun

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Löwenzahn ist eine der ersten Pflanzen, die im Frühjahr blüht. Aber nicht jeder Gärtner freut sich über die Pflanze. Den Grundstein für einen unkrautfreien Rasen im kommenden Jahr legen Gartenfreunde bereits im Herbst.

Leipzig – Peter Lustig ohne Löwenzahn ist kaum vorstellbar. Viele Gärtnerinnen und Gärtner mögen das gelb blühende Kraut jedoch nur im Fernsehen. Denn wer Wert auf einen vollständig grünen Rasen legt, hat bei Löwenzahn wenig zu lachen. Die Pflanze ist eine der Ersten, die im Jahr blüht und verbreitet sich schnell. Gartenfreunde, die das vermeiden wollen, starten mit der Gartenvorbereitung gegen Löwenzahn am besten schon im Herbst.

Löwenzahn entfernen: Eine besonders hartnäckige Gartenpflanze

Die einen verfluchen ihn, die anderen preisen seine heilende Wirkung. Löwenzahn ist im Garten eine umstrittene Pflanze. Für die Pflanze spricht zum Beispiel, dass sie entgiftend wirkt. Bestimmte Bitterstoffe in Löwenzahn regen den Verdauungstrakt an und haben eine harntreibende Wirkung. Auch bei Rheuma und Hautunreinheiten kann Löwenzahn helfen. Aufgrund ihrer frühen Blütezeit ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen in den ersten Monaten des Jahres. (Superfood Grassaft: Das können Weizengras, Gerstengras und Co. wirklich)

Neben all diesen positiven Eigenschaften zerstört er in so manchem Garten aber auch das Bild eines gleichmäßig wachsenden grünen Rasens. Wer die gelbblühende Blume nicht im Rasen haben möchte, kann sie über verschiedene Wege bekämpfen:

  • Blütenköpfe abschneiden
  • Pflanze mit Wurzeln ausstechen
  • Boden abtragen und sieben
  • Boden umgraben

Festzuhalten ist, dass Gartenfreunde das ganze Jahr über etwas gegen eine zu große Löwenzahnausbreitung machen können. Der erste Schritt liegt im regelmäßigen Mähen und Vertikutieren des Rasens. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) betont, dass ein dicht wachsender, kurz geschnittener Rasen es Unkraut wie Löwenzahn wesentlich schwieriger macht, sich auszubreiten.

Löwenzahn entfernen: Das können Sie im Herbst schon gegen das Unkraut tun

Im Frühjahr beginnen Gartenfreunde am besten damit, die Verbreitung der Löwenzahnsamen zu verhindern. Das gelingt mit dem Abschneiden der Blütenköpfe. Wer Bienen und Insekten noch eine Nahrungsquelle zur Verfügung stellen möchte, kann dies auch erst nachdem die Pflanzen verblüht sind, machen. Wichtig dabei ist, die Blütenköpfe nicht auf den normalen Kompost zu werfen. Sonst breitet sich der Löwenzahn dort unkontrolliert aus und ist nur noch schwer unter Kontrolle zu bekommen.

Löwenzahn hat Pfahlwurzeln. Das bedeutet, die Pflanzen wurzeln sehr tief, teilweise bis zu zwei Metern in die Erde hinab. Das macht es Gartenfreunden schwerer, die Pflanze einfach aus der Erde zu ziehen. Denn reißen sie den oberen Teil einfach ab, verbleiben die Wurzeln im Erdreich und treiben wieder aus. Mit dem richtigen Gartenwerkzeug können Gärtnerinnen und Gärtner zum Sommer hin die Pflanzen inklusive ihrer Wurzeln ausstechen. Auch hierbei gilt: Die Pflanzenreste gehören nicht auf den Kompost. (Wurmkiste: So funktioniert das Kompostieren mit Würmern)

Im Herbst ergreifen Gartenfreunde bei einem sehr starken Befall noch drastischere Maßnahmen. So tragen sie im Oktober die oberste Erdschicht im Rasen ab und sieben ihn. Dabei können Rasenfans Löwenzahlwurzelreste herausfiltern und mit neuer Erde das ganze Gemisch wieder im Garten ausbreiten. Wer neuen Rasen pflanzen möchte, sollte die oberste Schicht besser im Frühjahr abtragen, die Brachfläche ruhen lassen und nach zehn bis vierzehn Tagen erneut umgraben und neu gewachsene Pflanzen entfernen. Diesen Vorgang wieder holen Gartenfans etwa drei Mal. Dann säen sie Rasensamen aus.

Rubriklistenbild: © imago images / Westend61

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