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Lavendel überwintern: Wann Sie ihn draußen im Beet lassen können – und wann er ins Haus muss

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Von: Jasmin Pospiech

Lavendel im Winter. (Symbolbild)
Echter Lavendel gedeiht im Winter auf dem Balkon auch problemlos im Topf. (Symbolbild) © imago images / Peter Widmann

Der Echte Lavendel gehört zu den winterharten Pflanzen. Er kann den Winter auch locker draußen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Beet überstehen. Aber nur mit Ihrer Hilfe.

München – Nicht jede Pflanze ist gleich. Beim Lavendel ist das sogar innerhalb der unterschiedlichen Sorten der Fall. Das heißt konkret, dass sie verschiedene Ansprüche haben, was Standortbedingungen und Pflege anbelangt. Während zum Beispiel der Echte Lavendel („Lavandula Angustifolia“) sehr robust und sogar winterhart ist, gilt das nicht für alle Sorten, darunter etwa Schopf- und Speiklavendel.

Lavendel überwintern: Wann Sie ihn draußen im Beet lassen können – und wann er ins Haus muss

Ersterer überlebt den Winter und die frostigen Nächte meist unbeschadet auf Balkon, Terrasse oder im Beet, was für den Gartenfreund im Herbst gerade rechtkommt. Schließlich gibt es auch noch einige andere Pflanzen wie die Geranien, die empfindlicher sind und ein Winterquartier benötigen.

Daher sollten Sie, bevor Sie Ihren Lavendel überwintern, sicherstellen, ob dieser winterhart oder winterfest ist. Beides beschreibt die Fähigkeit der Pflanze, auch kalten Temperaturen und sogar Frost im Freien zu trotzen.

Winterharte Sorten vertragen etwa Frost grundsätzlich, aber nur bis zu bestimmten (Minus-)Graden. Der Echte Lavendel kommt sogar mit bis zu Minus 15 Grad Celsius klar, wie merkur.de berichtet.* Winterfeste Pflanzen hingegen sind weniger frosthart und vertragen ihn nur unter gewissen Bedingungen und dann auch nur, wenn vom Gartenfreund nachgeholfen wird.

Lavendel überwintern: Ein wenig Pflege im Beet reicht bereits aus

Besitzen Sie Echten Lavendel, dann können Sie den winterharten Halbstrauch problemlos draußen im Freien lassen. Das gilt auch für den Wolligen Lavendel und den Breitblättrigen Lavendel. Dennoch sollten Sie ein paar Dinge beachten, wenn er im Beet überwintern soll.

Dazu zählt, dass Sie den Lavendel früh genug (am besten nach den Eisheiligen Mitte Mai) ins Beet pflanzen, damit seine Wurzeln genug Zeit haben, sich im Boden festzusetzen. Zudem sollten Sie den Lavendel nicht zu spät zurückschneiden, sonst kann er sich davon im Winter nicht mehr gut erholen. Das gilt übrigens auch für Hortensien. Zudem müssen Sie ihn im Winter nur wenig gießen, das am besten an frostfreien Tagen. Ansonsten frieren die Wurzeln ein. Herrscht Dauerfrost unter Minus 15 Grad Celsius, sollten Sie die Pflanzen mit Rindenmulch und Vlies abdecken.

Lavendel überwintern: Im Topf und im Winterquartier

Lavendel im Topf ist hingegen meist nur winterfest. Um ihn also zu überwintern, empfiehlt es sich, den Topf halbschattig und trocken aufzustellen, zum Beispiel in der Nähe einer Hauswand. Dadurch ist er vor Wind und Regen gut geschützt. Da im Winter allerdings Bodenfrost drohen kann, sollten die Pflanzen mitsamt den Töpfen besser mit Jutesäcken und Vlies ummantelt werden.

Andere Lavendelsorten sind so empfindlich, dass sie in ein Winterquartier, am besten in den eigenen vier Wänden, gebracht werden sollten. Dazu zählen vor allem sehr junge Lavendelpflanzen. Das Winterquartier sollte möglichst hell und eine Temperatur von fünf bis zehn Grad Celsius ist ideal. Hier bieten sich also ein Wintergarten oder ein kühler Hausflur hervorragend an. *merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

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