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Laub verwerten statt entsorgen: So wird daraus hochwertiger Dünger

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Von: Mattias Nemeth

Der Herbst und Winter bringen neben dem kalten Wetter auch eine Menge Laub und damit Arbeit mit sich, doch mit ein paar Tricks wird aus diesem Dünger und sogar neue Erde.

München – Laub rechen gehört wohl bei den wenigsten Menschen zu den Lieblingsbeschäftigungen, dennoch muss es gemacht werden. Auch wenn Laubhaufen für die tierischen Gartenbewohner wichtig sind, kann je nach Menge der Platz ausgehen. Dann gibt es aber deutlich bessere Verwendungsmöglichkeiten als die Entsorgung in der Biotonne. Aus ihm lässt sich Dünger, Kompost, Bokashi und sogar Erde herstellen.

Laub verwerten statt entsorgen: So wird daraus hochwertiger Dünger

Erde kann wohl kein Gärtner je genug haben: Die Hochbeete sacken ab, die Töpfe müssen befüllt werden und die Jungpflanzen brauchen auch Erde. Umso besser, wenn man aus dem zusammen gerechten Laub neue Erde produzieren kann. Der sogenannte Laubhumus lässt sich sehr leicht und schnell herstellen.

Laub braucht etwas länger als andere Pflanzenteile, um sich zu zersetzen. Deshalb ist es ratsam, für die Blätter eine eigene Kompostierungsmöglichkeit zu schaffen*. Dazu reicht ein Hasendraht und vier Pfosten, an die er befestigt ist und die ihm eine feste Form verleihen. Darin kann das im besten Fall feuchte Laub gesammelt werden, dieses sollte aber Erdkontakt haben. Das Laub wird festgestampft und bestenfalls mit fertiger Komposterde, Kompostbeschleuniger, Mikroorganismen, abgelaufener Hefe oder Sauerteigreste vermischt, um den Verrottungsprozess in Gang zu bringen. Das Ganze anschließend mit einer Schicht Erde bedecken. Zur Verwertung des Laubes eigenen sich am besten die Blätter von:

Nicht zu empfehlen ist das Laub von Buchen, Nussbäumen, Kastanien, Eichen und Pappeln.

Laubrechen auf einer Wiese. (Symbolbild)
Laub ist keineswegs ein Ärgernis, sondern ein nützliches Gut. (Symbolbild) © ROBERT KALB/Imago

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Laub verwerten statt entsorgen: So wird daraus hochwertiger Dünger

Laub ist im Kreislauf der Natur ein wichtiger Bestandteil für die Nährstoffversorgung des Bodens. Dieser Fakt lässt sich auch gut nutzen, um aus den Blättern einen kostenlosen und effektiven Dünger herzustellen. Dazu das Laub zerkleinern, da reicht es aus, mit dem Rasenmäher darüberzufahren. Diese zerhäckselten Blätter mit grobem Strauchschnitt und Küchenabfällen mischen und auf einem Komposthaufen dem Rottungsprozess überlassen. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Laub anstatt wie üblich Küchenabfälle in den Bokashi-Eimer zu geben. Alles andere beim Bokashieren bleibt gleich, nur eben besteht das Bokashi-Gut nur aus Blättern.

Laub ist auch ein sehr wertvoller Winterschutz. Das Laub lässt sich als natürliches Abdeckmaterial für den Winterschutz, zum Beispiel für Rosen und Hortensien und als Mulchschicht für offene Beete verwenden, wie kraut&rüben berichtet. Sollten Sie also nach dem Mulchen, dem Laubhaufen für die Nützlinge und dem Winterschutz noch Laub übrig haben, können Sie dieses auch sehr gut nutzen, denn Laub ist etwas sehr Nützliches und keineswegs ein Ärgernis. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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