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Laub im Garten: An diesen Stellen sollten Sie es entfernen

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Von: Franziska Irrgeher

Im Herbst färbt sich das Laub bunt und fällt von den Bäumen. Was im Wald schön aussieht, kann im Garten Probleme bereiten. Nicht überall darf Laub liegen bleiben.

Berlin – Der Herbst punktet mit farbenfrohen Blättern und einigen letzten Blüten. Die Natur wird in Gelb-, Rot- und Brauntöne getaucht und bereitet sich langsam auf den Winter vor. Doch herabfallendes Laub verrottet langsam, überall sollten Gartenfans es daher nicht liegen lassen. Es gibt aber auch einige gute Verwendungsmöglichkeiten.

Laub im Garten: Wo Sie es besser entfernen sollten

Die Natur ist faszinierend, nichts wird verschwendet, alles irgendwie wiederverwertet. So ziehen beispielsweise Regenwürmer nachts Blätter unter die Erde, um sie dann langsam zu fressen. Doch so ein Wurm schafft laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) in einer Nacht rund 20 Blätter, selbst bei vielen Würmern würde im Herbst einiges liegen bleiben. Zumal nicht jedes Blatt auf lockere Erde fällt. Gartenfans müssen daher manchmal mithelfen und herbstliches Laub entfernen, denn an manchen Stellen hat es nichts verloren und würde eher schaden.

An folgenden Stellen hat Laub (in größeren Mengen) nichts verloren:

Doch egal, wo Sie Laub entfernen, es sollte immer auf möglichst schonende Weise geschehen. So sind Laubbläser und Laubsauger nicht nur laut, laut dem NABU zerstückeln Laubsauger auch Kleinstlebewesen. Das betreffe beispielsweise Amphibien, Tausendfüßler, Spinnen, Käfer, Asseln und mehr. Gibt es zusätzlich eine Häckselfunktion, so werden die Tierchen laut NABU auch direkt zerstückelt. Zudem erzeugen Geräte mit Verbrennungsmotor Abgase. Ganz abgesehen davon, dass schnell versehentlich der Unterschlupf eines Igels zerstört wird. Der Rasenmäher ist eine Option, aber nicht ideal. Besser wäre Handarbeit mit einem Rechen.

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Laub im Garten: Sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten

Solange Gartenfans also ihren Pflichten nachkommen und auch Rasen laubfrei halten, dürfen die Blätter natürlich an anderen Stellen Verwendung finden. Denn etwas unordentliche Gärten im Herbst helfen der Natur*. Wichtig ist nur, zu wissen, dass manches Laub schwer kompostierbar ist und sich daher nicht für alles eignet. Das betrifft Walnuss, Platane, Pappel, Ginkgo, Eiche und Rosskastanie sowie Buche. Gerbsäure und die Struktur des Laubes sorgen dabei für eine langsamere Verrottung, dieses Laub sollte entweder gesondert kompostiert oder vorher zerkleinert und mit Steinmehl gemischt werden.

Ansonsten können Sie mit Herbstlaub Folgendes machen:

Zu sehen ist ein Braunbrustigel, der zwischen gelbem Herbstlaub hervorschaut (Symbolbild).
Für Igel darf Herbstlaub natürlich liegen bleiben (Symbolbild). © Jack Perks/Imago

Wichtig ist übrigens, bei all dem Naturschutz auch an die Dachrinne zu denken. Denn die verstopft durch das Laub hoher Bäume im Herbst gerne und sollte regelmäßig gereinigt werden. Bleibt dennoch Laub übrig, das Gartenfans nicht verwerten können, dann darf das keinesfalls in die Papiertonne oder die Restmülltonne, informiert die Verbraucherzentrale. Laub im Biomüll kann unter Umständen erlaubt sein, meist werden größere Mengen aber besser beim Wertstoffhof abgegeben. Laden Sie bitte keinesfalls Gartenabfälle im Wald ab.

Wer sich über die Verteilung und Nutzung von Laub frühzeitig Gedanken macht, hat auch im Herbst einen schönen, aber tierfreundlichen Garten. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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