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Kompostbeschleuniger: Die beste Anleitung, um ihn selbst zu machen

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Von: Anna Katharina Küsters

Wem der Komposthaufen von alleine zu langsam kleiner wird, der kann ein wenig nachhelfen. Kompostbeschleuniger lässt sich aus drei Zutaten schnell selbst herstellen.

Leipzig – Ein Kompost ist ein Lebensraum, in dem es vor aktiven Lebewesen nur so wimmelt. Für das Auge der Gartenfreunde nicht erkennbar, leisten winzige Mikroorganismen in jeder Sekunde Höchstleistungen bei der Verarbeitung von Laub, Rasenschnittresten und anderen Kompostinhalten. Doch manchmal reicht die Zeit nicht aus und der Kompost quillt schon über. Dann können Kompostbeschleuniger zum Einsatz kommen.

Kompostbeschleuniger: Das müssen Sie darüber wissen und so nutzen Sie sie richtig

In einen Garten und sogar auf einen Balkon gehört ein Kompost. Denn der ist nicht nur gute Ablagefläche für organischen Abfall, sondern liefert im besten Fall auch wertvollen Humus zum Düngen anderer Pflanzen. Schon auf kleinstem Platz lässt sich noch eine Wurmkiste oder ein Bokashi-Eimer aufstellen. Damit das Kompostieren auch gelingt, sind beim Ansetzen eines Komposthaufens einige Dinge zu beachten wie beispielsweise der richtige Standort und das richtige Füllmaterial.

Ist der Kompost nun Teil des Gartens oder Balkons, kann es manchmal zu einem Engpass kommen, auch wenn vorher auf ein entsprechendes Volumen des Kompostes geachtet wurde*. Denn besonders im Frühjahr, Sommer und Herbst fällt teils so viel organisches Material an, dass die Mikroorganismen im Kompost nicht hinterher kommen. Dann helfen Kompostbeschleuniger dabei, die Rotte schneller voranzutreiben. Entweder kaufen Gartenfreunde solche Kompostbeschleuniger oder sie stellen sie selbst her.

Kompostbeschleuniger: So machen Sie ihn selbst

Unter Kompostbeschleunigern verstehen Gartenfreunde in der Regel dem Kompost extra zugefügte Stoffe, die die Rotte vorantreiben. Das sind zum Beispiel Stoffe wie Stickstoff, Kalium und Kalk. Knochenmehl und Hornmehl sind aber auch in einigen Beschleunigern zu finden. Zudem sind Pilze und Mikroorganismen hinzugegeben, die den Kompostierungsvorgang deutlich beschleunigen. Pilze und Mikroorganismen finden im Kompost perfekte Lebensbedingungen vor und so beginnen sie direkt mit der Arbeit. Arbeit bedeutet in diesem Fall, dass sie die Rückschnittreste und das Laub verspeisen und zu Humus umsetzen.

Statt fertig gemischten Kompostbeschleuniger zu kaufen, können Gartenfreunde diesen aber auch leicht selbst machen. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) brauchen Gärtnerinnen und Gärtner dafür nur einen Würfel Hefe, 1.000 Gramm Zucker und einen Eimer lauwarmes Wasser. Die Zubereitung des Kompostbeschleunigers verläuft wie folgt:

Das Wetter sollte dabei nicht zu regnerisch und stürmisch sein. Im Frühjahr sollten sich Gartenfreunde lieber einen warmen Frühlingstag aussuchen, um die Verrottung in Gang zu bringen.

Kompostbeschleuniger: Die beste Verteilung im Garten

Das Verteilen des selbst gemachten oder gekauften Kompostbeschleunigers verläuft ohne größeren Aufwand. Wer sich das Mittel in Körnerform gekauft hat, kann es einfach mit der Gießkanne auf dem Kompost verteilen. Auch überflüssiges Laub löst sich so schneller auf. Im Herbst können Gartenfreunde also unerwünschtes Laub unter die Hecke kehren und dort etwas Kompostbeschleuniger drüber streuen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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