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Kompost: Die zehn wichtigsten Regeln zum Aufsetzen in Ihrem Garten

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Von: Stephanie Drewing

Der eigene Kompost ist ein wertvoller und unentbehrlicher Rohstoff im Garten. Den natürlichen Dünger können Sie ohne hohen finanziellen Einsatz selbst herstellen.

München – Alles, was Sie zum Aufsetzen eines Komposts benötigen, liefert der eigene Garten. Wie gut und nährstoffreich das Endprodukt sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Ergebnis wird Humus oder auch „das schwarze Gold des Gärtners“ genannt und versorgt Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen.

Zudem lockert und verbessert der Humus den Boden, er speichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie bei Bedarf kontinuierlich an die Wurzeln ab. Kompost ist der beste Dünger für die meisten Gartenpflanzen, denn er sorgt bei Stauden, Salaten, Gemüse oder Obstgehölzen für gesundes Wachstum und gutes Gedeihen.

Kompost: Die zehn wichtigsten Kompost-Regeln zum Aufsetzen in Ihrem Garten

Eigentlich kann alles, was Kohlenstoff in biologisch abbaubarer Form enthält, kompostiert werden. Aber davon sind nicht alle für eine Kompostierung im eigenen Biogarten geeignet.

Die Kompostfibel des Umweltbundesamts nennt folgende Materialien, die sich gut für den Kompost eignen:

Ein Kompost ersetzt nicht die Biotonne, aber Sie können eventuell das Volumen Ihres Biomülls durch einen Kompost weiter reduzieren. Auch Allergiker müssen aufpassen, was sie auf ihren Kompost geben, erklärt merkur.de.*

Kompost: Wählen Sie den richtigen Standort

Der Kompost muss rund ums Jahr leicht zugänglich sein. Idealerweise suchen Sie sich eine Ecke im Halbschatten unter einem Baum oder Strauch. Achten Sie auch darauf, dass Sie um den Kompost herum ein wenig Spielraum haben, denn Sie müssen den Inhalt mehrfach im Jahr umschaufeln – dafür benötigen Sie Platz, um mit der Schaufel zu hantieren.

Kompost: So finden Sie den richtigen Behälter

Ob Sie ein Silo aus Holzlatten oder einen Schnellkomposter verwenden, hängt von der Gartengröße, dem Platzangebot, den anfallenden Abfällen und den eigenen Vorlieben ab. Das Prinzip des Kompostierens ist bei allen Varianten dasselbe. Für Gärtner auf dem Balkon oder mit einem kleinen Garten eignet sich aber auch der Bokashi-Eimer.

Oder vielleicht testen Sie auch eine Wurmkiste in der Wohnung?

Kompost: Fördern Sie Bodenkontakt

Lockern Sie den Boden mit einer Grabegabel in der gewünschten Länge des Komposthaufens oder der Größe des Silos etwa spatentief auf. Breiten Sie anschließend eine etwa zehn Zentimeter hohe Schicht groben Materials auf dem gelockerten Boden aus, wie holzige Staudenabfälle oder Zweigschnitt. So verhindern Sie, dass die dort aufgeschichteten Abfälle unter ihrem eigenen Gewicht verdichten. Außerdem können so Regenwürmer leichter aus dem Boden in den Kompost vordringen.

Kompost: Diese Abfälle sollten Sie zum Aufsetzen sammeln

Für den Anfang schichtet der Gärtner Staudenstängel, die Strünke und großen Außenblätter von Kohl, den Schnitt von Buchs, Liguster, Lavendel oder Rasen und andere Gartenabfälle zunächst haufenweise auf, bis sich genügend Material für das Aufsetzen angesammelt hat.

Kompost: So klappt das Aufsetzen

Beim Aufsetzen des Kompost kommt es darauf an, feuchtes Material gründlich mit trockenem zu vermischen. Grobe, holzige Teile schichtet der Gärtner unten ein, dann folgen abwechselnd feine, wasserreiche, grüne Stoffe wie Rasenschnitt oder Küchenabfälle jeweils auf trockene. Wer Wert auf eine besonders schnelle Rotte legt, zerkleinert langstielige Teile mindestens auf Bleistiftlänge. Das grobe Material sorgt für die nötige Durchlüftung und das grüne für den Stickstoff, den die Bodenorganismen zum Zersetzen brauchen.

Kompost: Die richtige Form wählen

Schichten Sie die Kompostabfälle locker zu einem Haufen mit trapezförmigem Querschnitt auf. Die Länge ist variabel, die maximale Höhe sollte etwa 1,50 Meter betragen, damit die Stabilität gegeben ist.

Kompost: So beschleunigen Sie das Kompostieren

Streuen Sie zwischen die Abfälle hin und wieder eine Schaufel voll alten Komposts, Gartenerde oder eine Handvoll von Kompostzusätzen. Wenn Sie viel trockenes Material verwenden wie Laub, Gehölzschnitt oder Holzhäcksel, mischen Sie etwas Algenkalk und Hornmehl als Futter für die Mikroorganismen darunter, damit die Rotte startet. Außerdem feuchtet der Gärtner es lagenweise mit Wasser aus der Gießkanne an. Ist der Kompost zu trocken, kommt die Zersetzung nicht in Gang, ist er zu nass, fault er und stinkt.

Kompost: So schützen Sie den Kompost vor zu viel Nässe oder vor dem Austrocknen

Den aufgesetzten Kompost sollten Sie mit Jutesäcken, unbedrucktem Pappkarton, alten Baumwoll-Betttüchern oder einem langlebigen Kompostschutzvlies zudecken. So ist er geschützt vor zu viel Nässe bei starkem Regen und Trockenheit in heißen Sommerwochen.

Kompost: Regelmäßige Auflockerung nicht vergessen

Beobachten Sie Ihren Kompost regelmäßig und lockern Sie bei Bedarf den Haufen noch einmal etwas auf oder befeuchten ihn. Wenn er dampft, ist das ein gutes Zeichen – die Zersetzung ist dann in vollem Gange. Nach vier bis sechs Monaten wird der Haufen umgeschaufelt, um das Material zu durchlüften, bei Bedarf einige Monate später erneut. Damit Ihr Humus später ein guter Dünger wird, sollten Sie darauf achten, welche Pflanzen nicht auf den Kompost gehören.

Kompost: So verwenden Sie den reifen Kompost

Je nach Ausgangsmaterial, Witterung oder Rotteverlauf benötigt der Kompost ein bis zwei Jahre, bis er fertig ist. Reifer Humus ist feinkrümelig und riecht nach Walderde. Im Idealfall fühlt er sich so feucht an wie ein ausgedrückter Schwamm. Bevor man ihn verwendet, wirft man ihn durch ein Gitter, um die groben, noch unzersetzten Teile auszusieben. Sie wandern zurück in den neuen Kompost. Die beste Zeit, um Kompost auf die Beete zubringen, ist in der ersten Jahreshälfte während der Wachstumszeit von Anfang März bis Mitte Juni. Eine weitere Möglichkeit seine Pflanzen sanft zu düngen, ist eine Brennnesseljauche selbst herzustellen, wie bei Kraut und Rüben gezeigt. Sie können aber auch aus Kohl, Löwenzahn und weiteren Pflanzen eine Pflanzenjauche ansetzen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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