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Kirschfruchtfliege: So fangen Sie die Larven, bevor sie sich verpuppen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Kirschfruchtfliegen zerstören teils die ganze Kirschernte und vermehren sich in einem nicht enden wollenden Kreis. Doch es gibt Möglichkeiten, sie einzudämmen.

Oldenburg – Gärtnerinnen und Gärtner, die sich einen Kirschbaum in den Garten gepflanzt haben, sind nun kräftig mit ernten beschäftigt. Denn zwischen Juni und Juli ist die Hauptsaison für Kirschen gekommen. Doch in so manchen Sommern folgt auf die Vorfreude auf das Steinobst eine große Enttäuschung. Denn nicht selten machen sich Schädlinge über den Kirschbaum her und zerstören so die wachsenden Früchte. Die Kirschfruchtfliege kommt besonders oft vor, lässt sich aber eindämmen.

Kirschfruchtfliege: So dezimieren Sie den Bestand der schlüpfenden Larven

Die Pflege eines Kirschbaums kann noch so gut sein, haben ihn Schädlinge erst einmal im Griff, ist der Baum oft verloren. Doch Gärtnerinnen und Gärtner, die sich auf einen Schädlingsbefall einstellen, können diesem präventiv entgegenwirken.

Besonders häufig fallen folgende Schädlinge über einen Kirschbaum her:

All diese Schädlinge setzen dem Baum auf unterschiedliche Art und Weise zu. Doch es gibt Möglichkeiten, die Schädlinge auf natürlichem Weg zu bekämpfen, wenn Gartenfans sie identifiziert haben. Besonders häufig tritt bei Süßkirschen die Kirschfruchtfliege auf. Mit ein paar Tricks lässt sich auch ihr Bestand gut dezimieren. So ist auch eine leckere Ernte gesichert, denn Kirschen sind sehr gesund und helfen beispielsweise auch gegen Kopfschmerzen*.

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Kirschfruchtfliege: So lebt der Schädling

Laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt es hierzulande zwei Arten der Kirschfruchtfliege: die Europäische Kirschfruchtfliege und die Amerikanische Kirschfruchtfliege. In der Regel sind häufiger Süßkirschen betroffen, doch komplett geschützt ist keine Kirschenart gegen die Schädlinge. Ist es warm genug, schlüpfen die Fliegen von Mai bis Juli aus ihren im Boden liegenden Puppen und erreichen im adulten Zustand eine Größe von etwa fünf Millimetern.

Danach machen sie sich über die gerade heranreifenden Kirschen her und legen ihre Eier unter der Fruchtschale ab. Gibt es dazwischen kältere Wetterperioden, sterben viele der Tiere ab, bevor es zur Eiablage kommt. In warmen Sommern sind die Bedingungen für die Schädlinge dafür umso besser. Die Eier verwandeln sich in Larven, die sich dann durch das Fruchtfleisch der Kirsche fressen bis zum Kern. Gärtnerinnen und Gärtner erkennen befallene Kirschbäume zum Beispiel am braunen, gammeligen Fruchtfleisch der herunterfallenden Kirschen. Die Kirschfruchtfliegen-Larve lässt dann von der Kirsche ab und gräbt sich im Boden ein, um im nächsten Jahr als Fliege wieder hervorzukommen.

Kirschfruchtfliege: Das hilft gegen die Schädlinge

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfiehlt als präventive Maßnahme beispielsweise, auf robuste Kirschbaumsorten zu setzten. So befallen die Fliegen seltener sehr frühe Kirschbaumsorten, da dann die Kirschen früh reifen und die Fliegen noch nicht geschlüpft sind. Gut hilft auch ein feinmaschiges Fliegenschutznetz, das Gartenfans um vereinzelte Äste spannen. Zwar werden dann die nicht geschützten Teile immer noch befallen, aber die Ernte der geschützten Zweige ist meistens ausreichend.

Was auch gegen andere fliegende Schädlinge hilft, ist auch bei einem Kirschfruchtfliegen-Befall sinnvoll: gelbe Leimtafeln. Pflanzenfans kleben ein paar der Tafeln in die nach Süden gerichteten Zweige des Baums. Vor der Fruchtreife sollten sie die Tafeln aber wieder entfernen, damit keine anderen Insketen darin kleben bleiben. Die wirksamste Methode ist es jedoch, den Boden unter dem Kirschbaum zwischenzeitlich mit Folie abzudecken. Die entwickelten Larven fallen dann mit der Zeit herunter und wer regelmäßig einsammelt und kehrt, der dezimiert den Larvenbestand im Boden und dann auch in den Kirschen spürbar. Wer Hühner im Garten hält, hat es besonders gut: einfach die Tiere ein paar Mal unter dem Kirschbaum picken lassen und schon sind es deutlich weniger Larven im Boden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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