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Kirschbaum aus Kernen ziehen: Diese Punkte sind dabei wichtig

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Von: Franziska Irrgeher

Im Sommer ist Kirschenzeit und zurück bleiben jede Menge Kerne. Aber lässt sich aus jedem Kirschkern ein Kirschbaum ziehen? Mit der richtigen Technik kann es klappen.

München – Kirschsaison ist in der Regel zwischen Juni und August, die Früchte sind dann regional erhältlich oder können im eigenen Garten geerntet werden. Danach verbleiben die Kerne und die Frage: Kann man aus Kirschkernen Kirschbäume ziehen? Ja, theoretisch schon, es ist aber nicht ganz einfach.

Kirschbaum aus Kernen ziehen: Mühsam, aber durchaus möglich

Regrowing, also aus Gemüseresten neue Pflanzen wachsen lassen, liegt im Trend. Während des Lockdowns wurde beispielsweise auch fleißig kleine Avocadobäumchen aus Kernen gezogen*. Nun im Sommer kann der Schwierigkeitsgrad etwas erhöht werden: Ziehen Sie doch mal einen Kirschbaum aus einem Kirschkern. Das kann durchaus klappen, ist aber mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Und eine wahre Wundertüte.

Kirschbaum aus Kernen ziehen: Allgemeines über Obstbäume

Vor den Tipps zum Ziehen eines Kirschbäumchens noch der Hinweis: Obstbäume zu ziehen, erfordert Geduld und eine Menge Zeit. Nicht ohne Grund kaufen wir meist bereits mehrere Jahre alte Bäume im Fachhandel und ziehen sie nicht aus den Kernen selbst. Zudem werden gerade Kirschbäume oft veredelt. Nicht zu unterschätzen ist, dass Kirschbäume zu den Rosengewächsen zählen, sie sollten also nie direkt nach anderen Kirschen in den Boden kommen.

Zu sehen sind getrocknete Kirschkerne auf einem Haufen in Nahaufnahme (Symbolbild).
Kirschkerne können zum Keimen gebracht werden (Symbolbild). © blickwinkel/McPhoto/Otmar Diez/Imago

Ein Problem gibt es vor allem, wenn Kerne von gekauften Kirschen genutzt werden. Denn meist ist die Sorte dann nicht klar, Sie pflanzen also eine kleine Wundertüte mit allen Vor- und Nachteilen. Der Baum kann beispielsweise anfällig für Pilze sein, es ist nicht klar, ob es sich um eine späte oder frühe Kirsche handelt und so weiter. Doch das alles ist erst ein Problem, wenn das Kernchen wirklich wächst, denn das ist gar nicht so einfach.

Kirschbaum aus Kernen ziehen: Schritt für Schritt zum Baum

Nun aber zur Anleitung. Der Kirschkern ist nicht der Samen der Kirsche, denn der befindet sich im Inneren des Kerns. Ähnlich wie bei Aprikosenkernen also. Außerdem wird auch nicht jeder Kirschkern unbedingt keimen, es erfordert also Geduld und bestenfalls viele Kerne. Zudem ist wichtig, dass Kirschen aus dem Handel nicht immer keimfähig sind, besser geeignet wären also Kirschen vom eigenen Baum oder vom Nachbarn.

So ziehen Sie dann einen Baum aus einem Kirschkern:

Bestenfalls wähle man als Zeitpunkt für das Vorziehen daher den Spätherbst oder beginnt je nach Methode noch später. Ob der so gezogene Baum dann tatsächlich Früchte tragen wird, ist unklar. Das Ziehen eines Baumes aus Kirschkernen ist ein netter Zeitvertreib, effektiver ist aber definitiv das Veredeln. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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