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Kieselgur: So gut eignet sich das Pulver zur Schädlingsbekämpfung

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist weißes, aufgebrochenes Pulver (Symbolbild).
Kieselgur ist vielfältig einsetzbar (Symbolbild). © blickwinkel/Imago

Kieselgur ist ein weißes Pulver, das vor allem in der Landwirtschaft zur Schädlingsbekämpfung zum Einsatz kommt. Doch auch im Garten lässt es sich anwenden.

München – Schädlingsbekämpfung ist nicht immer einfach, vor allem wenn Nachhaltigkeit dabei noch ein Thema sein soll. Denn chemische Schädlingsbekämpfung ist oftmals nicht mehr gewünscht, zu oft leidet die Natur unter den Chemiekeulen viel mehr, als dass sie ihr nutzen. Deswegen gibt es mittlerweile ein paar Möglichkeiten, anders an Läuse, Milben und Co. heranzugehen. Zum Beispiel mit dem sogenannten Kieselgur. Der lässt sich auch im Garten leicht nutzen.

Kieselgur: So gut eignet sich das Pulver zur Schädlingsbekämpfung

Es gibt viele Tricks, sich im Garten gegen Schädlinge zu wehren. So hilft es, seine Pflanzen zu mulchen, regelmäßig auf Schädlinge zu überprüfen*, sie richtig zu düngen und vieles mehr. Doch egal wie liebevoll Gartenfreunde sich um ihre grünen Pflanzen kümmern, manchmal sind die Schädlinge einfach stärker und machen sich über die Ernte und die Pflanze her. Bevor Gärtnerinnen und Gärtner dann aus Wut oder Verzweiflung zu chemischen Mitteln greifen und damit zwar die Schädlinge, aber auch Nützlinge und die Pflanzen selbst in Mitleidenschaft ziehen, gilt es, sich die Alternativen anzuschauen.

Eine Alternative ist beispielsweise Kieselgur. Kieselgur ist in Form von weißem Pulver erhältlich. Dieses Pulver gewinnen die Hersteller aus den Schalen abgestorbener Kieselalgen, es ist also ein rein natürliches Produkt. Kieselalgen leben im Meer, und sterben sie, sinken sie mit der Zeit auf den Meeresboden, wo sie sich zersetzen. Zurück bleibt nur ihre Schale aus Siliziumdioxid. Die macht sich die Landwirtschaft schon seit geraumer Zeit zu nutzen, doch auch im Garten kann sie helfen.

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Kieselgur: So wirkt das Pulver

Das aus den Schalenresten hergestellte Kieselgur wirkt auf Schädlinge wie folgt:

Besonders gut wirkt diese natürliche Schädlingsbekämpfung bei Tieren wie Läusen, Zecken, Flöhen und Milben. Unbesorgt müssen Gartenfreunde bei ihren beliebten Gartenbewohnern Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sein. Sie tragen keinen Schaden davon, wenn sie mit Kieselgur in Kontakt kommen. Hinzu kommt, dass keine Chemie zum Einsatz kommt, wenn Kieselgur das Mittel der Wahl ist. Wichtig ist nur, beim Verteilen des Pulvers eine Maske zu tragen. So verhindern Gartenfans, dass kleine Staubpartikel in die Lunge gelangen und diese reizen.

Kieselgur: Weiter Anwendungsfelder

Kieselgur kommt jedoch nicht nur als Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz, sondern noch in vielen anderen Anwendungsfeldern. So eignet es sich beispielsweise sehr gut als Filtrationsmittel, um Trinkwasser zu entkeimen und zu säubern. In Brauereien kommt es deswegen oft zum Einsatz bei der Herstellung von Bier. Zu finden ist Kieselgur außerdem in Düngermischungen, in Tierfutter, Füllstoff in Wärmedämmungen und Papier sowie Tabletten, aber auch der Zahnmedizin. Das weiße Pulver ist also vielfältig einsetzbar und hat auch bei der Erfindung des Dynamits eine entscheidende Rolle gespielt. Dort wird es heutzutage aber durch andere Stoffe ersetzt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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