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Kamelie pflegen: So bringen Sie die Pflanze zum Blühen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine einzelne blühende Kamelienblüte. Sie ist ungefüllt, in der Mitte sieht man gelbe Blütenstempel. Die Farbe der Blätter ist Rosa und Weiß (Symbolbild).
Die Blüten von Kamelien können sogar eine Musterung haben (Symbolbild). © IMAGO / Imaginechina-Tuchong

Die richtige Temperatur und der richtige Standort sind bei der Kamelie entscheidend. Denn nur so kommt es im Frühjahr zu einer ausgeprägten Blütezeit.

Hamburg – Die Kamelie besticht Gartenfreunde regelmäßig mit ihren wunderschönen Blüten. Doch wenn trotz Pflege und Aufmerksamkeit der Pflanze gegenüber diese Blüten ausbleiben, sind Gärtnerinnen und Gärtner oft enttäuscht. Mit den richtigen Tricks stellen Pflanzenfans jedoch sicher, dass im Frühjahr die Blume wieder in voller Pracht erblüht.

Kamelie pflegen: Das müssen Sie machen, wenn die Pflanze nicht erblüht

Die Gattung der Kamelien gehört zur Familie der Teestrauchgewächse und stammt ursprünglich aus dem östlichen Asien. Aus der Chinesischen Kamelie gewinnen in österlichen Ländern Menschen seit Jahrhunderten Teeblätter für schwarzen und grünen Tee. Die Gattung umfasst mittlerweile etwa 300 Arten, sodass es eine große Vielfalt an Nutz- und Zierpflanzen gibt. Die wohl bekannteste Zierpflanze unter den Kamelien ist die Sorte Camellia japonica, also die Japanische Kamelie. Aus ihr lässt sich zwar kein Tee gewinnen, sie ist aber in jedem Ziergarten und auf jedem Balkon ein echter Hingucker.

Kamelien vertragen in der Regel keine Kälte, sodass Gärtnerinnen und Gärtner gut daran tun, die Pflanze direkt in einen Kübel zu setzen. So lässt sie sich im Herbst schnell ins Winterquartier schieben. Im Topf erreicht sie eine Höhe von etwa einem Meter. Die Blüte erstreckt sich je nach Sorte von Januar bis Mai, sodass sie zu den Frühblühern zählen. Je nach Wunsch können Gartenfreunde Sorten mit gefüllten und ungefüllten Blüten kaufen, wobei Letztere Bienen und anderen Insekten mehr Nahrung liefern.

Kamelie pflegen: So fühlen sie sich im Kübel wohl

Mit dem Einpflanzen neuer Kamelien in Kübel sollten Gartenfreunde noch ein bisschen warten. Erst nach der Blüte, also ab Juni, empfiehlt sich eine Pflanzung. Als Substrat bevorzugt die Pflanze sauren Boden, sodass Gartenfreunde zu Rhododendron-Erde greifen sollten. Der pH-Wert ist dann recht niedrig. Eine Drainageschicht am Boden des Topfes ist dringend nötig, denn bei Staunässe geht die Kamelie ein. Ebenso darf es jedoch auch niemals zu trocken sein. Gärtnerinnen und Gärtner müssen darauf achten, dass die Erde immer gleichbleibend feucht ist. Als Gießwasser empfiehlt sich kalkarmes und lauwarmes Wasser, das Pflanzenfans auch von Zeit zu Zeit über die Blume sprühen dürfen. Denn Feuchtigkeit mag die Kamelie. Geöffnete Blüten sollten laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) dabei kein Wasser abbekommen.

Auch beim Dünger können Gartenfreunde auf Rhododendron-Dünger setzen. Mineralische Langzeitdünger sind dabei am wirksamsten. Kommen die ersten Triebe, ist es Zeit für die erste Düngerladung. Die Kamelie benötigt viel Stickstoff, aber wenig Salz, sodass beim Langzeitdünger die Düngergabe ruhig halbiert werden kann. Anfang Mai, zum Ende der Blütezeit, sollten Gartenfreunde dann noch mal etwas nachdüngen.

Kamelie pflegen: Der Standort und die Temperatur entscheidet über die Blüte

Wer trotz des richtigen Substrats, guten Gießens und richtiger Düngergabe keine blühenden Kamelien vor sich stehen hat, hat wahrscheinlich zwei entscheidende Faktoren nicht bedacht. Den Standort und die Umgebungstemperatur. Diese Kriterien muss ein Standort für Kamelien erfüllen:

Die Kamelie wächst in vier Wachstumsphasen. Je nach Wachstumsphase braucht sie einen anderen Standort. Aber auch die Temperaturen spielen eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden der Kamelie:

Kamelien sind also etwas empfindlich, wenn sie nicht die richtigen Bedingungen vorfinden. Blüht die Kamelie nicht, müssen Gartenfreunde die Überwinterung nochmals überdenken und sie im kommenden Winter anpassen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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