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Juni-Fruchtfall: So sorgt der Obstbaum für leckerer und gesündere Früchte

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Von: Anna Katharina Küsters

Juni-Fruchtfall ist nicht schlimmes, der Baum sortiert vielmehr schwaches Obst aus, statt weiterhin Energie hineinzustecken.

Münster – Im Sommer genießen nicht nur Gärtnerinnen und Gärtner die hohen Temperaturen, auch Beerensträucher und Obstbäume zehren von warmen Sonnentagen. Denn erst, wenn die Sonne richtig scheint, entwickeln sich Beeren und Obst zu leckeren Früchten, die später auf dem Kuchen, im Joghurt oder auch in herzhaften Gerichten landen. Doch im Juni und Anfang Juli entdecken Gärtnerinnen und Gärtner manchmal einen scheinbar alarmierenden Vorgang: Einige Apfel- und Birnenbäume verlieren ihre Früchte schon bevor diese überhaupt reif sind. Der sogenannte Juni-Fruchtfall hat eingesetzt.

Juni-Fruchtfall: Deswegen verlieren einige Bäume jetzt ihre Früchte

Ein Naschgarten ist für viele Pflanzenfans ein Traum. Eine Ecke im Garten also, die im Sommer mit ihren leckeren Früchten und viel Obst dazu einlädt, vorbeizukommen und zu kosten. Besonders Obstbäume wie Apfelbäume, Birnenbäume oder Pfirsichbäume brauchen, um richtig zu gedeihen, die richtige Pflege. Ziehen Gärtnerinnen und Gärtner die Obstbäume vom Samen aus groß, dauert das nicht nur entsprechend lange, sondern lässt auch eine besonders enge Verbindung zu der Pflanze entstehen. Umso größer ist dann der Schreck, wenn Apfel- oder Birnenbaum im frühen Sommer plötzlich jede Menge Früchte verliert.

Doch es besteht kein Grund zur Sorge, denn der sogenannte Juni-Fruchtfall ist ein völlig normales Phänomen und sorgt sogar für noch besseres Obst später im Jahr. Laut der Landwirtschaftskammer NRW tritt er vor allem bei folgenden Apfel-Sorten auf:

Wichtig ist dabei, dass der Baum nicht sämtliche Früchte fallen lässt, sondern nur diejenigen, die ihn bei der Produktion von gesundem Obst behindern würden.

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Juni-Fruchtfall: Das ist die Ursache für den Obst-Verlust

Hinter dem Juni-Fruchtfall steckt ein ausgeklügeltes System des Obstbaumes. Im Frühjahr bestäuben Insekten die Blüten der Apfelbäume, doch nicht jede Blüte wird gleich gut versorgt. Aus den weniger gut bestäubten Blüten entwickeln sich zwar Äpfel, diese entwickeln jedoch nicht genügend Pflanzenhormone und Wachstumsregulatoren. Pflanzenhormone und Wachstumsregulatoren sind aber wichtig, denn sie geben dem Baum das Signal, sie weiter mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen.

Kommt diese Botschaft nicht beim Obstbaum an, entwickelt sich eine Korkschicht am Fruchtansatz und der Apfel oder die Birne fällt im Juni oder Juli ab. Gesunde und gut bestäubte Äpfel oder Birnen hingegen entwickeln sich weiter und sind dann ein paar Wochen später zur Ernte bereit*. Der Mechanismus dient also auch dazu, die Kraft des Baumes in die Entwicklung der stärksten Früchte zu stecken. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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