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Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: Diese Pflanzen helfen gegen Insektenstiche, Sonnenbrand oder Herpes

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Von: Jasmin Pospiech

Allergien und Hautkrankheiten sind hierzulande auf dem Vormarsch. Fast ein Drittel der erwachsenen Deutschen haben damit zu kämpfen. Schnelle Linderung kommt aus dem Garten.

München – Ob Schuppenflechte, Rosazea oder Herpes: Hautprobleme und -entzündungen kommen in Deutschland immer häufiger vor und betreffen immer mehr Menschen. Oftmals ist dann guter Rat teuer und der Gang zum Hautarzt unvermeidbar. Dieser stellt eine Diagnose und infolgedessen schlägt er eine angemessene Therapie und Behandlungsmöglichkeiten vor.

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: Diese Pflanzen helfen gegen Insektenstiche, Sonnenbrand oder Herpes

Bei kleineren Wehwehchen oder einem Sonnenbrand im Sommer können allerdings schon bewährte Hausmittel helfen. Einige davon finden sich im Garten, und zwar in Form von Heilpflanzen, die schon seit Jahrhunderten bekannt sind und geschätzt werden.

Diese lassen sich meist ganz leicht im heimischen Grün selbst anbauen und können bei Hautproblemen Symptome lindern sowie beruhigend und wohltuend wirken. Hier sind einige Klassiker aus der Garten-Apotheke:

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: 1. Kompressen aus Kräutertee

Tees aus Kamille oder Ringelblume sind nicht nur gesund und können bei Erkältungen helfen, sondern auch Entzündungen mildern. Etwa, wenn man zu lang in der Sonne war oder von einem Insekt gestochen worden ist. Besonders dann, wenn es juckt und brennt, ist schnelles Handeln gefragt! Schwarz- und Kamillentee sowie auch Zaubernuss besitzen unter anderem entzündungshemmende Gerbstoffe.

Malve und Ringelblume enthalten hingegen Schleimstoffe, die sich wie ein Schutzfilm über die Haut legen. Pfefferminze kühlt überdies Hautrötungen besonders gut dank des enthaltenen Menthols. Doch bevor Sie diese als kühlende Kompresse auf die betroffene Stellen geben, sollten Sie den Tee, den Sie gebrüht haben, erst mal für mindestens eine Stunde ziehen und abkühlen lassen. Dann ein sauberes, leichtes Baumwolltuch nehmen, eintunken auf die schmerzende Stellen legen.

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: 2. Aloe Vera-Gel

Aloe Vera boomt seit längerem in der Hautpflege. Kein Wunder wird die Sukkulente, die eigentlich in heißen Wüstenregionen beheimatet ist, dort seit Jahrhunderten als Heilpflanze verehrt. Das Mark der Blätter, das Aloe Vera-Gel ist besonders begehrt, da es entzündungshemmend und Haut-beruhigend wirkt. Perfekt also für Brandverletzungen, Insektenstiche, Schnittwunden und Sonnenbrand!

Falls Sie selbst Aloe Vera zu Hause haben, nehmen Sie einfach ein scharfes Messer zur Hand, lösen den glibberigen Saft aus dem Blatt und geben ihn dann auf die betroffene Hautstelle. Aber Vorsicht: Das gelbliche Aloin, das direkt unterhalb der Blatthaut sitzt, sollten Sie zuvor unbedingt entfernen. Ansonsten kann es zu weiteren Hautreizungen kommen.

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: 3. Zwiebel- und Zitronensaft

Vielleicht hat es Ihre Großmutter bei Ihnen als Kind früher auch schon getan, wenn Sie eine Mücke gestochen hat: Zitrone oder Zwiebel aufschneiden und den Saft direkt auf den Insektenstich geben. Aus gutem Grund: Das frische Nass lindert sofort den Juckreiz. Dazu schneiden Sie einfach eine Zitrone auf und tupfen den Saft auf die betroffene Hautstelle oder geben die Zitronenscheibe direkt auf den geschwollenen Bereich.

Zwiebelsaft bei Insektenstich. (Symbolbild)
Der frische Saft einer Zwiebel hilft bei Juckreiz durch Insektenstiche. (Symbolbild) ©  blickwinkel / Imago

Wenn Sie keine zu Hause haben, dann schneiden Sie einfach eine Zwiebel frisch auf und drücken diese auf die Haut. Der Saft wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern auch abschwellend und fördert zugleich die Wundheilung. Und bitte: Auch wenn es juckt, sollten sie niemals kratzen. Ansonsten bringen Sie Bakterien in die offene Wunde und die Stichstelle entzündet sich.

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: 4. Zitronenmelisse

Viele Heilpflanzen verfügen über ätherische Öle, die nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antibakteriell und keimtötend wirken können. So auch die Zitronenmelisse. Ihr Öl kann Studien zufolge Hautinfektionen um mehr als 97 Prozent verringern, indem es Viren vor den Befall der Hautzellen hindert.

Dazu zermörsern Sie die Zitronenmelisse, bis der Saft der Blätter austritt. Dann tupfen Sie das frische Öl möglichst noch vor Ausbruch der Herpes-Infektion auf die jeweilige Hautstelle. Herpes-Patienten wissen oftmals schon die Anzeichen zu deuten, wo und wenn sich Herpes-Bläschen ankündigen.

Heilpflanzen gegen Hautkrankheiten: 5. Rosmarinöl

Wer einen Hitzeschlag oder Sonnenbrand erlitten hat, dessen Haut leidet oftmals nicht nur darunter, auch der Körper hat mit Fieber-ähnlichen Symptomen zu kämpfen. Neben Kopfschmerzen sind das Schwindel, auch gepaart mit einem Flüssigkeitsmangel, weshalb der Kreislauf meist im Keller ist.* Um diesen wieder in Schwung zu bekommen, hilft Rosmarin!

Zuerst sollten Sie einen kühlen Ort aufsuchen, sich hinlegen und viel Wasser trinken. Dann geben Sie ein paar Tropfen Rosmarinöl auf ein Stück Würfelzucker oder in einen Teelöffel mit Wasser und schlucken Sie es. Warten Sie einige Zeit ab, bis sich die anregende Wirkung entfaltet. Der Kreislauf stabilisiert sich wieder, der Blutfluss und die Muskel- sowie Hirndurchblutung gefördert. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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