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Ingwer vermehren: So wird aus der Wurzel eine wunderschöne Pflanze

Erstellt:

Von: Mattias Nemeth

Ingwer ist eine wertvolle Heilpflanze und auch in der Küche nicht mehr wegzudenken, aber oft wird er von weit her importiert. Dabei können Sie ihn auch selbst anbauen

München – Im Internet gibt viele Tipps und Anleitungen, wie man seinen eigenen Ingwer anpflanzt, allerdings ist einiges etwas umständlich oder funktioniert nur mit Glück. Doch tatsächlich ist es nicht allzu schwer, Ingwer selbst anzubauen, zumindest wenn man ein paar Sachen beachtet. So braucht man vor allem eins, eine Ingwerknolle in Bio-Qualität.

Ingwer vermehren: So wird aus der Wurzel eine schöne Pflanze

Der Ingwer ist sehr wertvoll für das Immunsystem, insbesondere selbstgemachte Ingwershots. Haben Sie eine Ingwerknolle, dann kann es mit dem Vermehren auch schon losgehen. Dafür legen Sie zunächst am besten über Nacht in lauwarmes Wasser. Anschließend legen Sie das Wurzelstück in eine große, flache Schale. Diese sollte breit sein, da die Wurzeln eher seitlich als in die Tiefe wachsen. Dieses Gefäß füllen Sie mit Erde, die einen hohen Nährstoffgehalt hat. Die Knolle auf die Erde legen und dann mit zwei Zentimeter Humus bedecken. Das Ganze mit lauwarmen Wasser per Sprühflasche befeuchten. Für ausreichend Luftfeuchtigkeit können Sie das Ganze mit einer Klarsichtfolie mit Luftlöchern abdecken. Der beste Ort ist ein Fensterbrett über einer Heizung. Dabei sollte kein direktes Sonnenlicht darauf scheinen. Die Erde darf nie zu nass sein, damit der Ingwer nicht fault, allerdings muss auch das Austrocknen verhindert werden.

Bis die Wurzeln angewachsen sind und sich ein Trieb zeigt, dauert es einige Wochen. Deshalb sollten Sie nicht zu schnell aufgeben. Sobald sich die Ingwerkeimlinge zeigen, kann die Ingwerpflanze an einen helleren Standort umgesiedelt werden. Dann kann auch die Folie entfernt werden. An den neuen Standort stellt der Ingwer wenige Ansprüche. Dieser sollte lediglich sonnig oder halbschattig sein und optimalerweise Temperaturen um die 20 Grad bieten. Der Boden kann vor dem Einsetzen mit Kompost gemischt werden. Es eignet sich auch ein Anbau im Gewächshaus. Für den Boden im Gewächshaus ist der Ingwer als einkeimblättrige Pflanze auch eine gute Abwechslung, wie kraut&rüben berichtet. 

Nahaufnahme einer aufgeschnittenen Ingwerknolle. (Symbolbild)
Ingwer ist ein Immunbooster und sollte in keinem Garten fehlen. (Symbolbild) © Bernd Jürgens/Imago

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Ingwer vermehren: Wann kann geerntet werden und wie vermehrt?

Der Ingwer wird etwa einen Meter hoch. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb, dann ist der Ingwer reif. Um im nächsten Jahr wieder einen neuen Ingwer zu haben, bricht man einfach im Frühjahr ein Wurzelstück von der Mutterpflanze ab und pflanzt es wie oben beschrieben in einen eigenen Topf. Auch von der Mutterpflanze kann ein Stück in der Erde verbleiben und somit im nächsten Frühjahr wieder neu austreiben.

Ingwer ist aber nicht gleich Ingwer. Es gibt verschiedene Sorten und diese haben auch komplett unterschiedliche Aromen:

Weltweit gibt es aber noch weitere Sorten, insgesamt sind es um die 150 verschiedene. Aber die oben genannten Sorten sind die bekanntesten. Also viel Auswahl, um sie im eigenen Garten anzubauen.

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