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Hortensien überwintern: Das brauchen die Pflanzen, wenn Frost kommt

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Von: Anna Katharina Küsters

Hortensien haben beeindruckende Blüten, die mit der richtigen Winterpflege im kommenden Jahr noch prächtiger erblühen als im Vorjahr.

Oldenburg – Im Sommer schmücken violette, blaue und weiße Hortensienbüsche teils ganze Straßenzüge, dienen im Garten als blühende Hecken oder verschönern Terrassen und Balkone. Rückt der Winter näher, müssen sich Gartenfreunde Gedanken über den passenden Winterschutz für die Pflanze machen. Hortensien zu überwintern ist in der Regel nicht schwer, Gärtnerinnen und Gärtner müssen nur strukturiert vorgehen.

Hortensien überwintern: So warm braucht es die Pflanze ab Oktober

Hortensien gehören zu den beliebtesten Blumen im Garten, denn ihre Blüten verzaubern das Gärtnerherz. Wer den Sommer über seine Hortensien gehegt und gepflegt hat, der steht im Herbst vor der Frage, wie er die Pflanzen durch den Winter bringt. Die gute Nachricht zuerst: Weniger ist bei Hortensien oft mehr. Das bedeutet zum Beispiel, dass die verblühten Blütenköpfe bei im Beet wachsenden Exemplaren getrost an den Pflanzen bleiben dürfen. Sie schützen die Hortensien vor Kälte und Schnee, sodass die Pflanze also schon einen eigenen natürlichen Winterschutz mitbringt. Sind die Blütenköpfe der Hortensie dann im Frühjahr erfroren, ist das kein Problem. Die Pflanze darunter lebt weiter.

Hortensien überwintern: Besonders winterharte Sorten

Im Beet überleben viele Hortensien den Winter sehr gut. Einige Sorten sind aber besonders winterhart. Wer also so wenig Arbeit wie möglich haben will, sollte sich laut der Landwirtschaftskammer Niedersachsen folgende Sorten in den Garten holen:

Diese Sorten sind frosthart und haben in der Regel kein Problem mit strengen Wintern. Sollten die Exemplare noch in einem Topf wachsen, ist nun die Zeit für einen Umzug ins Beet gekommen. Der Herbst ist der perfekte Pflanzzeitpunkt, da die Hortensie so noch die Möglichkeit hat, genügend anzuwurzeln.

Zu sehen ist eine Hortensie, die mit Raureif überzogen ist (Symbolbild).
Viele Hortensien sind winterhart (Symbolbild). © dreamday145/Imago

Hortensien überwintern: Das braucht die Hortensie im Beet

Neben verblühten Blütenständen hilft es den Hortensien im Beet auch, wenn Gärtnerinnen und Gärtner den Wurzelbereich mit Tannenzweigen oder Laub abdecken. Sacken die Temperaturen sehr ab, hilft den Pflanzen auch ein schützendes Vlies, das die Kälte abhält. Das lohnt sich vor allem bei Jungpflanzen, die erst im Herbst gepflanzt wurden.

Bei den Sorten müssen Gartenfans außerdem zwischen remontierenden und nicht remontierenden Pflanzen unterscheiden. Ist eine Pflanze remontierend, dann ist sie in der Lage, mehrfach im Jahr zu blühen. Bauern- und Tellerhortensien sind beispielsweise nicht remontierend. Bekommen sie zu viel Frost ab, überleben aber trotzdem, fällt mit ziemlicher Sicherheit die Blüte im folgenden Jahr aus. Ein guter Winterschutz für sie lohnt sich also.

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Hortensien überwintern: Das braucht die Hortensie im Topf

Bei im Topf wachsenden Hortensien verhält es sich ähnlich wie bei anderen Topfpflanzen: Sie brauchen eine Extraportion Winterschutz. Bis es über einen längeren Zeitraum wirklich kalt ist, darf die Hortensie im Topf noch an einer geschützten Stelle auf der Terrasse oder dem Balkon stehen bleiben. Gartenfans stellen den Topf, der übrigens mindestens 40 Zentimeter Durchmesser haben sollte, auf eine Styroporplatte oder auf kleine Holzklötzchen. So dringt die Kälte des Bodens nicht direkt in den Topf und an die Wurzeln. Außerdem braucht die Hortensie ein Vlies, das sie vor tieferen Temperaturen schützt.

Ist es dann dauerhaft unter null Grad Celsius, muss die Hortensie nach drinnen. Dort braucht sie einen Platz, an dem es nicht wärmer als zehn Grad Celsius und nicht unter fünf Grad Celsius ist. Etwas Licht sollte die Pflanze dort auch bekommen, direkte Sonneneinstrahlung jedoch nicht. Hunde und andere Haustiere sollten sie in diesem Fall von den Hortensien fernhalten, die Pflanze ist für die Tiere giftig*. *RUHR24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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