Frostbeulen kaschieren

Erfrorene Hortensie: Deswegen steckt oft noch Leben in den Pflanzen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Erfrorene Hortensien sehen zwar mitgenommen aus, müssen aber nicht unbedingt abgestorben sein. Mit einem leichten Trick testen Sie, ob sie noch lebt.

Hamburg – Forst im Frühjahr ist keine Seltenheit und Gärtnerinnen und Gärtner sollten immer darauf vorbereitet sein. War es ein paar Tage warm, sprießen auch die Blätter und Triebe der Hortensien eifrig. Doch eine Nacht ohne Vlies und mit bitterkalten Temperaturen schafft dann auch die stärkste Hortensie nicht mehr gut. Entdecken Gartenfreunde am nächsten Tag beim Spaziergang durch den Garten braune Blätter und Triebe, müssen sie handeln. Denn die Hortensie ist noch zu retten.

Erfrorene Hortensien: So bringen Sie wieder Leben in die Pflanze

Die ersten warmen Frühlingstage verlocken nicht nur die Menschen, den Liegestuhl aufzustellen und den Grill herauszuholen. Auch Pflanzen kriechen dann aus ihren Verstecken unter der Erde, zeigen ihre ersten frischen Triebe und grüne Blätter. Doch das Wetter kann besonders im April sehr launisch sein und Gartenfreunden den Grillspaß sowie Pflanzen den ersten Wachstumsschub vermasseln. In der Regel sind Gärtnerinnen und Gärtner auf solche kalten Nächte vorbereitet und können ihre Pflanzen mit Vlies und Karton schützen. Ist das jedoch mal nicht der Fall, leiden beispielsweise Hortensien schnell unter der Kälte und erleiden Frostschäden.

Je nach Art müssen Gartenfreunde ihre Hortensie unterschiedlich wieder aufpäppeln. Unterscheiden lassen sich bei Hortensien beispielsweise folgende Arten:

  • Bauernhortensien
  • Eichenblättrige Hortensien
  • Tellerhortensien
  • Kletterhortensien
  • Samthortensien
  • remontierende Hortensien

In der Regel lassen sich winterliche Frostschäden an Hortensien leicht erkennen. Bei allen oben genannten Arten verfärben sich dann beispielsweise die neuen Triebe dunkelbraun und wirken vertrocknet. Ob der Trieb noch lebt, erkennen Pflanzenfans mithilfe der Daumennagelprobe. Dabei kratzen sie mit dem Daumennagel vorsichtig an einer Stelle des Triebes die Rinde beiseite. Ist der Trieb darunter noch grün, hat er den Kälteschock überlebt. Bei einer gelbgrünen Färbung und einem trockenen Gesamtbild ist der Trieb jedoch ziemlich sicher abgestorben.

Erfrorene Hortensien: So gehen Sie vor

Entdecken Gartenfreunde, dass ihre Hortensien noch leben, können sie einschreiten. Dann heißt es in den meisten Fällen, dass die Gartenschere aus dem Gartenschuppen her muss. Alle erfrorenen Triebe schneiden Pflanzenfans laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) dann bis in den gesunden Teil des Triebes zurück. Ist der gesamte Trieb kaputt, muss er komplett weichen. Bei Bauern- und Teller-Hortensien sollten Gartenfreunde damit rechnen, dass dann die Blüte im Sommer ausfällt. Denn diese Hortensien bilden ihre Knospen für das kommende Jahr schon im Herbst*. Anders sieht es bei remontierenden Hortensien aus. Ihnen macht ein Rückschnitt sogar bis zum Boden vor dem Sommer nichts aus und schmälert auch nicht ihre Blüte.

Ist nicht der Winterfrost schuld, sondern eine kalte Nacht im Frühjahr, hängen bei Hortensien oft die Blätter herunter oder verfärben sich braun. Dann müssen Gartenfreunde nur einschreiten, wenn auch die Triebe abgestorben sind. Ansonsten lassen sie einfach die erfrorenen Blätter an der Pflanze, im Laufe der Zeit bilden sich dann neue Blätter. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / alimdi

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