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Horn-Sauerklee bekämpfen: So verschwindet er wieder aus dem Garten und den Fugen

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Von: Franziska Irrgeher

Horn-Sauerklee ist überaus hübsch, breitet sich aber rasant aus. Blätter und Blüten sehen schön aus, doch er ist nicht heimisch und die Entfernung mühsam.

München – Klee ist eine hübsche Pflanze, von der sich so mancher Pflanzenfan Glück verspricht. Als Zimmerpflanzen sind meist Oxalis triangularis mit drei dunkelroten Blättern und Oxalis tetraphylla, der typische Glücksklee, zu finden. Im Garten dagegen kommt vor allem der Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) als Unkraut vor und kann dort schnell ziemlich stören. So bekämpfen Sie ihn.

Horn-Sauerklee bekämpfen: So werden Sie ihn im Garten wieder los

Unkraut im Garten muss nicht immer stören, vieles davon lässt sich als Heilpflanze nutzen oder ist essbar. Brennnessel beispielsweise ergibt auch eine gute, stärkende Jauche. Bei Horn-Sauerklee verhält es sich ein wenig anders. Der Klee ist hübsch, keine Frage, aber er ist in Mitteleuropa ein Neophyt, also nicht heimisch. Ursprünglich kommt der Horn-Sauerklee aus dem Mittelmeerraum, kommt mit längerer Trockenheit klar und kann sich daher perfekt immer weiter nach Norden ausbreiten. Es scheint zwar, als würde Trockenheit die Pflanze verschwinden lassen, aber der Klee zieht sich dann nur zurück und treibt bei besseren Bedingungen neu aus.

Das zweite Problem an der invasiven Pflanze: Sie hat eine recht effektive Taktik zur Verbreitung. Die Samen des Klees werden einfach bis zu mehreren Metern weit aus den aufspringenden Kapseln geschleudert, damit ist der Garten bald voll davon. Horn-Sauerklee erkennen Sie recht leicht an der dunkelgrünen ist braun-rötlichen Färbung der drei Blätter, zudem trägt er gelbe Blüten.

An diesen Stellen finden Sie Horn-Sauerklee häufig im Garten:

Horn-Sauerklee bekämpfen: Die besten Methoden zur Entfernung

Horn-Sauerklee ist also eine hübsche, aber sehr ausbreitungsfreudige Pflanze, die bestenfalls direkt zu Beginn bekämpft wird. Wer tatsächlich Klee im Garten möchte, kann stattdessen Weißklee oder Rotklee nutzen. Von diesen beiden profitieren auch Insekten und Weißklee kann auch als Gründüngung genutzt werden.

Horn-Sauerklee dagegen sollten Gartenfans frühzeitig Einhalt gebieten. In den Garten kommt er meist mit gekauften Pflanzen im Topfballen. Daher sollten Pflanzenfans Neuanschaffungen immer auf den Klee kontrollieren. Bestenfalls wird vorbeugend auch die Erde rund um den Klee entsorgt. Im Hausmüll, nicht auf dem Kompost. Ist der Klee aber schon da, ist die Entfernung meist mühsam.

So werden Sie Horn-Sauerklee wieder los:

Das sind zugegeben nicht besonders viele effektive Methoden. Oft wird Kalken des Rasens empfohlen, Sauerklee hat mit Kalk aber kein Problem, diese Methode muss nicht helfen. Ebenso effektiv bei geringem Befall im Rasen kann gründliches Vertikutieren und eine anschließende Neuaussaat sein. Rasenpflege ist ohnehin das A und O im Kampf gegen Unkraut auf der Grünfläche. Ist der Rasen optimal gestärkt, hat Unkraut weniger Chancen, sich auszubreiten. Das gilt natürlich auch für die Bekämpfung anderer Klee-Sorten wie Hornklee*. Und auch andere, harmlos aussehende Pflanzen können Probleme machen. So rät HNA.de dazu, Minze nur in einen Kübel oder Topf zu setzen, da sie sich schnell im Garten ausbreitet*.

Von Herbiziden und auch Hausmitteln wie Essig sollten Sie bei der Bekämpfung von Sauerklee eher absehen. Essig kann zwar in Fugen helfen, doch nur oberflächlich. Auch dabei können Reste des Sauerklees zurückbleiben. Herbizide greifen vor allem im Rasen und Beet auch andere Pflanzen an und können zudem Tiere schädigen, sie sollten immer das allerletzte Mittel im Kampf gegen Unkraut sein. Zudem eignen sich Herbizide nicht für Rasenflächen. Auf Pflasterflächen dürfen Sie Herbizide ohnehin nicht einsetzen.

Ist der Sauerklee dann erfolgreich manuell oder durch andere harmlose Methoden entfernt, sollten Sie je nach Stelle direkt nachsäen, neue Pflanzen in die Lücken setzen und offene Flächen mit Mulch bedecken. Bestenfalls erkenne Sie Sauerklee aber schon beim Kauf neuer Pflanzen und er kann sich gar nicht erst im Garten ausbreiten. *Merkur.de und hna.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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