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Die Höhle der Löwen (VOX): Geschwisterpaar gewinnt Investor für ihre Evertree-Urne

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind eine Frau und ein Mann, sie hält eine Urne in Händen, aus der ein kleiner Baum herauswächst. Im Hintergrund stehen grüne und rote Büsche.
Helena und Andreas Hohnke mit ihrer Evertree-Urne in Händen. © Bernd-Michael Maurer / TVNOW

Die Geschwisters Andreas und Helena Hohnke konnten mit ihrer Evertree-Urne überzeugen. Ein Investor stieg am Ende mit 75.000 Euro ein.

Update vom 25. Mai 2021, 08:41: Der Pitch von Helena und Andreas Hohnke ist bisher einzigartig in der Geschichte der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auf VOX. Mit ihrer abbaubaren Evertree-Urne, aus der im Laufe der Zeit ein Baum wächst, berührten sie die Investoren und konnten zu guter Letzt den „Orthomohl“-Geschäftsführer Nils Galgau überzeugen. Er stieg mit 75.000 Euro ein und bekam 33 Prozent der Firmenanteile. Auch die anderen Investoren wie etwa Carsten Marschmeyer oder Dagmar Wöhrl waren von der Idee ergriffen, sahen aber aus Gründen wie dem Friedhofszwang in Deutschland von einem Investment ab. Seit der Aufzeichnung konnte das Unternehmen beispielsweise das Kleintierkrematorium Rosengarten und die Cremare Veternity Group als Partner im Bereich der Tierbestattungen gewinnen.

Erstmeldung vom 19. Mai 2021, 15:25: Düsseldorf – Aus Friedhöfen werden Wälder. Zumindest wenn es nach Andreas und Helena Hohnke und ihrer Erfindung der Evertree-Urne geht. Eine Urne, die zu 100 Prozent abbaubar ist und aus der im Laufe der Zeit ein prächtiger Baum heranwächst. Mit dieser Idee wollen die beiden Düsseldorfer am Montag (24. Mai) bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ einen der Investoren überzeugen.

Die Höhle der Löwen (VOX): Evertree-Urne lässt aus Asche einen Baum wachsen

Dieses Mal kommt bei der „Höhle der Löwen“ auf VOX ein sensibles Thema auf den Tisch. Andreas und Helena Hohnke, Gründer des Unternehmens, präsentieren ihre Evertree-Urne. Bei dieser Urne wächst aus der Asche der Verstorbenen am Ende ein Baum. Damit wollen sie Hinterbliebenen einen Ort zum Trauern schaffen und den Umweltschutz unterstützten.

Ihre Urne besteht aus drei Teilen. Im untersten liegt die Asche des verstorbenen Menschen oder Tieres. Der Boden ist dabei offen, damit die Wurzeln des später wachsenden Baumes herauswachsen können. Damit die Asche nicht verloren geht, deckt ein durchlässiges Vlies das Loch ab. In der Mitte befindet sich eine Schicht mit gedüngter Erde und im oberen Teil liegt der gut geschützte Baumsamen. Kundinnen und Kunden können dabei momentan zwischen folgenden Baumsamen wählen:

Alle Teile der Evertree-Urne zersetzen sich nach sechs bis zwölf Monaten in der Erde. Zurück bleibt dann ein Baum, der die Angehörigen an ihren geliebten Menschen oder ihr verstorbenes Haustier erinnert*.

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Die Höhle der Löwen (VOX): Der Ursprung der Idee für Evertree

Die Idee für Evertree-Urnen hat einen traurigen wie auch motivierenden Hintergrund. Als der Vater des Geschwisterpaares starb, war es für sie schwierig, für immer Abschied zu nehmen. Zeitgleich starb das Haustier des Freundes und Mitgründer Christian Schergs. Bei einem Gespräch im Grünen zeigte Andreas seinem Freund Christian einen Walnussbaum, den er und seine Geschwister ihrem Vater geschenkt hatten. Der Baum spendete auch nach dem Tod des Vaters Trost und Geborgenheit. Dass ein Baum solche Wirkung haben kann, inspirierte die zwei Freunde zu der Idee der Evertree-Urne.

Der Gedanke entwickelte sich aber noch weiter, denn mit dieser speziellen Urne wollen die Geschwister auch etwas für den Klimaschutz tun. Schließlich entsteht mit jeder Evertree-Urne ein neuer Baum, der CO2 speichert. Auf diesem Weg will das Unternehmen mithilfe von Umweltorganisationen weltweit eine Million Bäume pflanzen.

Die Urne lässt sich auf der Homepage des Unternehmens bestellen. Für eine Urne mit Erde und Samen befüllt zahlen Interessierte innerhalb Europas 159 Euro. Auch für verstorbene Haustiere ist es möglich, eine Urne zu kaufen. Dabei arbeitet das Unternehmen mit dem Unternehmen „Plant My Tree“ zusammen. Gemeinsam eröffneten sie in Rheinland-Pfalz den ersten Tierfriedhof, auf dem aus jeder Tierarsche ein neuer Baum erwächst. Dafür senden Interessierte die Asche ihres Tieres an Evertree und suchen sich einen für sie passenden Baum aus. Evertree übergibt die Asche mit der Urne und dem Baum an „Plant my Tree“. Das Unternehmen pflanzt dann auf dem Tierfriedhof die Urne ein und setzt einen vorgezogenen Baum darauf. Den Hinterbliebenen ist es dann möglich, bei der Beisetzung dabei zu sein und das Grab aufzusuchen.

Die Höhle der Löwen (VOX): Suche nach dem richtigen Material

Die Suche nach dem Material gestaltete sich dabei langwierig, war aber von Erfolg gekrönt. Die Urne besteht nun aus Biokunststoff-Granulat aus Kokosfasergemisch, ein noch recht neues Material, das zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist. Bis das passende Material und ein Produzent in Deutschland gefunden waren, vergingen zwei Jahre. 2019 ging dann die erste Evertree-Urne in die Produktion.

Nun ist das Unternehmen an einem Punkt, an dem es sich noch eine Finanzspritze erhofft. Mit ihrem Pitch bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auf VOX erhofft sich das Geschwisterpaar eine Investition von 75.000 Euro für 33 Prozent der Firmenanteile. Das Thema Tod und Trauerbewältigung ist auch für die „Höhle der Löwen“ Neuland, denn die zwei Aspekte kamen bisher nie vor. Auf TVNOW läuft die Show zeitgleich im Livestream. Neben der Evertree-Urne stellt unter anderem die junge Gründerin Denise ihren Summersaver, einen Anti-Wundreib-Stick, vor*.*Fuldaerzeitung.de und 24vita.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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