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Häcksler für den Garten: Messer- oder Walzenhäcksler? So funktioniert ein Häcksler und dafür eignet er sich

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Von: Franziska Irrgeher

Ein Mann zerkleinert Äste mit einem Häcksler.
Äste lassen sich mit einem Häcksler deutlich schneller zerkleinern als per Hand (Symbolbild). © imago images / Shotshop

Laub, Äste und andere Gartenabfälle zu zerkleinern, kann per Hand mühsam sein. Mit einem Häcksler geht es deutlich schneller, jedoch eignet sich nicht jedes Gerät für alle Pflanzenarten.

Frankfurt am Main – Gartenabfälle zu zerkleinern ist kein Problem, solange die Menge überschaubar ist. Gartenfans, die aber zum Beispiel einen Baum gefällt haben und nun die Äste zerkleinern möchten, sind mit einem Häcksler deutlich schneller. Der Vorteil: Das Häckselgut lässt sich oft als Mulch weiterverwenden.

Häcksler können in Messer- und Walzenhäcksler unterteilt werden. Abhängig von den Pflanzenteilen, die zerkleinert werden sollen, muss der Häcksler gewählt werden.

Häcksler: Das ist der Unterschied zwischen Messer- und Walzenhäckslern

Häcksler arbeiten entweder mit rotierenden Messern oder mit Walzen. Der Unterschied zwischen Messer- und Walzenhäckslern ergibt sich nicht nur aus der Art der Zerkleinerung der Pflanzen. Auch die Lautstärke spielt eine Rolle, wenn Gartenfans über die Anschaffung solch eines Gartengeräts nachdenken.

Weniger Lärm machen Walzenhäcksler und werden daher auch oft als Leisehäcksler bezeichnet. Das hat Vor- und Nachteile. Solche Häcksler zerquetschen und zerschneiden die Pflanzen, jedoch ist der Schnitt nicht besonders fein, so t-online. Walzenhäcksler bieten außerdem einen Rückwärtslauf, der ist besonders praktisch, wenn sich Häckselgut verklemmt hat.

Messerhäcksler arbeiten wie der Name vermuten lässt mit Messern, die die Pflanzen schnell zerschneiden. Sie sind tendenziell lauter als Walzenhäcksler. Neben der Lautstärke als Negativpunkt können diese Häcksler aber auch schneller verstopfen. Außerdem wird das Schnittgut hier im Gegensatz zu Walzenhäckslern nicht automatisch nachgezogen. Dafür sind sie aber leichter als ihre Konkurrenten mit Walze.

Häcksler: Dafür eignet er sich

Ein Häcksler ist immer dann praktisch, wenn viel Schnittgut schnell und ohne viel Kraftaufwand zerkleinert werden soll. Etwa dann, wenn ein Baum gefällt wurde oder nach dem Heckenschnitt. Je nach Pflanzen und geplantem Verwendungszweck des Häckselguts sollte der Häcksler gewählt werden. Stiftung Warentest testet regelmäßig neue Häcksler, unter anderem unter den Aspekten Sicherheit, Lautstärke und Ergebnisse beim Praxistest.

Walzenhäcksler eignen sich gut für Äste ohne Laub und ebenso für hartes Holz. Bei Walzenhäckslern werden die Pflanzen langsam zerkleinert. Das Häckselgut können Gartenfans dann gut zum Kompostieren nutzen. Messerhäcksler dagegen sind für weiche Pflanzenteile geeignet, zum Beispiel Stauden oder Gras, es entstehen deutlich kleinere Stücke als beim Walzenhäcksler. Das Häckselgut ist damit ideal als Mulch geeignet.

Häcksler: Wartung und Kosten

Bei Messerhäckslern lassen sich die Messer bei Bedarf schnell austauschen. Die Wartung beim Walzenhäcksler sollte mindestens von zwei Personen vorgenommen werden. Allgemein muss der Häcksler regelmäßig gesäubert, die Lager eventuell geschmiert werden. Wasser darf bei der Reinigung nie in den Häcksler gelangen. Für die genauen Schritte und Vorsichtsmaßnahmen können Gartenfans sich beraten lassen oder die Anleitung ansehen.

Messerhäcksler sind in der Anschaffung günstiger als Walzenhäcksler. Eine Kombination beider Varianten sind Turbinenhäcksler, die vor allem für dicke Äste geeignet sind. Diese sind aber verglichen mit den anderen beiden Arten auch ein wenig teurer. Auch für Benzin-Geräte müssen Gartenfans in jeder der Kategorien mehr zahlen als für Elektro-Geräte.

Häcksler: Sicherheit beim Arbeiten

Nicht nur bei der Wartung und Reinigung, sondern auch bei der Arbeit steht Sicherheit an oberster Stelle. Jede Häckslerart hat ihre eigenen Tücken. Da Walzenhäcksler die Pflanzen nachziehen und dabei oft harte, größere Äste gehäckselt werden, ist Vorsicht geboten. Denn die Äste können herumpeitschen und jemanden verletzen. Neben Vorsicht ist hier auch Schutzkleidung, zumindest eine Brille, empfehlenswert. Bei der Arbeit tragen Gartenbesitzer Handschuhe, wenn nötig eine Schutzbrille und abhängig von der Lautstärke auch Gehörschutz.

Ein Häcksler muss standfest sein, bei der Bedienung darf nichts wackeln. Ein weiteres Kriterium für die Sicherheit ist der Einwurfschacht, in den Kinderhände nicht hinein passen dürfen. Allgemein sollten Kinder keine Häcksler bedienen, auch nicht unter Aufsicht. Zieht der Gärtner den Fangkorb heraus, muss das Gerät stoppen, zudem dürfen die Messer von außen per Hand nicht erreichbar sein. Bei Überlastung schalten sichere Geräte außerdem ab. Sind all diese Kriterien erfüllt, kann sicher mit dem Gartenhäcksler gearbeitet werden.

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