Tipps für mehr Gemüse

Kleines Beet: So bekommen Sie auch mit wenig Platz viel Ertrag

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Gärtnerinnen und Gärtner, die nur ein kleines Beet zur Verfügung haben, müssen nicht auf hohe Erträge verzichten. Mit einigen Tricks ernten Sie mehr als gedacht.

München – Kleinere Gärten bedeuten meist auch, dass nicht viel Platz für ein Beet bleibt. Aber selbst kleine Beete können erstaunlich viel Ertrag bringen, wenn man Planung und Ansaat richtig angeht.

Kleines Beet: So bekommen Sie trotz wenig Platz viel Ertrag

Mit dem Frühling startet die Gartensaison und damit auch für viele alljährlich die Ansaat von Gemüse. Neulinge in der Gartenwelt machen dabei gelegentlich Fehler bei der Planung. Aber auch erfahrene Gärtner können aus kleinen Beeten mit den richtigen Tricks noch etwas mehr herausholen als nur eine Ernte pro Jahr. Vor allem während der Corona-Pandemie liegt Gärtnern voll im Trend*, daher ist jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Ausprobieren.

So bekommen Sie auch bei kleinen Beeten mehr Ertrag:

  • Schneckenschutz: Wichtig ist vor allem bei kleinen Beeten, dass sich Schädlinge wie Schnecken nicht über das Gemüse hermachen können. Schneckenschutz in Form eines Zauns oder durch schneckenresistente Sorten ist daher unbedingt nötig. Achten Sie vor allem auf junges Gemüse, denn zarte Triebe fallen den Tieren gerne zum Opfer.
  • Schädlinge fernhalten: Auch Raupen von Kohlweißlingen und Blattläuse haben unser Gemüse leider zum Fressen gern. Schädlinge können Sie entweder durch das Ansiedeln von Nützlingen bekämpfen oder im Sinne des Biogärtnerns mit Brennnesseljauche oder anderen harmlosen Mitteln wie Rapsöl angehen.
  • Bodenqualität: Ohne guten Boden keine gute Ernte. Testen Sie den pH-Wert ganz am Anfang, damit das Gemüse auch gut wächst. Je nachdem, ob zuvor Schwach- oder Starkzehrer angebaut wurden, muss der Nährstoffmangel ausgeglichen werden. Kompost und organischer Dünger kann helfen.
  • Fruchtfolge beachten: Monokulturen sollten im Beet ohnehin tabu sein, sofern die Beetgröße das zulässt. Beachten Sie dennoch die Fruchtfolge und wechseln Sie die Gemüsesorten jedes Mal ab. Stark- und Schwachzehrer sollten daher immer abwechselnd angebaut werden.
  • Mulchen: Gründüngung als Mulchschicht kann Nährstoffe zwischen den einzelnen Anbauten liefern. Auch Rasenschnitt können Gartenfans dafür verwenden. Zudem verhindert so eine Schicht Erosion und hält den Boden länger feucht.
  • Die richtige Pflanzenauswahl: Wer mehrere Ernten pro Jahr möchte, hat viele Möglichkeiten. Bestenfalls ziehen Sie Gemüse schon drinnen vor, Kartoffeln etwa lassen sich gut vorkeimen. Auch Schoten wie Paprika dürfen schon als Pflänzchen in den Garten. Wer ein Frühbeet, einen Kalten Kasten oder sogar ein Gewächshaus hat, ist im Vorteil, denn das ermöglicht eine frühe Saat ab März. Aber auch Folien können im Beet für Wärme sorgen. Frühe Pflanzen wie Salate, Möhren und Kohlrabi sowie Radieschen wachsen recht schnell und sind früh erntereif. Vor allem Radieschen sind das ideale Anfängergemüse. Selbst im Winter können noch Salate angebaut und geerntet werden. Somit ist mindestens eine zweite Ernte drin, bei geschickter Einteilung und Wahl schnell wachsender Pflanzen auch mehr.
  • Geordnetes Chaos: Bei all dem verschiedenen Gemüse, vielleicht sogar mit Erdbeeren dazwischen, kann schnell Chaos entstehen. Machen Sie sich daher im Frühjahr einen Plan des Beets, der die Sorten der einzelnen Reihen und den Zeitpunkt der Saat und Ernte enthält. Aktualisieren Sie die Liste mit jeder neuen Aussaat, so wird nichts vergessen.
  • Aufteilung ist alles: Kleine Beete sollten außerdem unbedingt geordnet angepflanzt werden. Teilen Sie sie in Furchen oder Quadrate auf. Rankpflanzen wie Bohnen kommen an den Rand, denn sie wachsen in die Höhe. Das gilt auch für Tomaten und mehr.
  • Nach oben bauen: Wer ein ebenerdiges Beet hat, kann eine Ecke noch durch eine kleine Kräuterspirale oder einen Kräuterturm aus alten Blumentöpfen ergänzen. So haben Sie gleich noch frisches Grün zum Würzen, verlieren durch den Aufbau aber wenig Platz in der Breite.

Mit der richtigen Planung und Technik kann also auch der kleinste Raum bestens genutzt werden. Die Tipps lassen sich daher auch gut in Stadtgärten auf Balkonen umsetzen, denn auch in Kübeln bleibt immer Platz nach oben. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Döhrn

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