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Gemüse für den Schatten: Brokkoli wächst auch bei wenig Licht

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Von: Anna Katharina Küsters

Wer einen schattigen Garten hat, muss nicht auf den Gemüseanbau verzichten. Viele Pflanzen wachsen auch bei wenig Licht und tragen leckere Früchte.

München – Gärtnerinnen und Gärtner suchen sich ihr Fleckchen Grün nicht immer aus, unter Umständen erwischen sie auch ein eher schwer bestellbares Gelände, das es Pflanzen mit viel Schatten und Feuchtigkeit schwer macht. Doch das sollte sie nicht davon abhalten, ihren Traum von einem eigenen Gemüsebeet umzusetzen. Denn auch an schattigen Plätzen im Garten kann bestimmtes Gemüse heranwachsen.

Gemüse für den Schatten: Brokkoli wächst auch bei wenig Licht

Brokkoli wächst auch an Orten mit weniger Licht.
Brokkoli wächst auch an Orten mit weniger Licht. (Symbolbild) © David Molina Grande/Imago

Im besten Fall bietet ein Garten beides: sowohl sonnige als auch schattige Plätze. Das ist aber leider nicht immer der Fall, deswegen bedarf es manchmal etwas Vorbereitung vor dem Pflanzen. Es lohnt sich, bereits im Winter zu überlegen, welches Gemüse auch an Orten mit weniger Licht wächst, um dann im Sommer die erwünschte Ernte einzusammeln. Einige Gemüsesorten eignen sich dafür besonders gut, zum Beispiel:

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Besonders Salat ist eine sehr anpassungsfreudige Pflanze. Sie liebt das Licht, kommt aber auch mit weniger davon zurecht. So eignet sich Salat beispielsweise gut auf eher schattigen Balkonen. Die Pflanzen lassen sich nicht nur leicht platzsparend in Pflanzsäcken an der Wand anbringen, sondern gedeihen auch an weniger lichtgesegneten Stellen.

Gemüse für den Schatten: Die Klassiker Brokkoli und Blumenkohl

Brokkoli und Blumenkohl gehören zu den Must-Haves im Gemüsegarten und wachsen auch mit weniger Sonnenlicht heran. Wer Brokkoli vom Samen her aufzieht, der startet mit den früh wachsenden Sorten am besten zwischen Januar und März in einer Anzuchtschale mit passender Anzuchterde. Sprießen die ersten Blätter heran, ist es Zeit fürs Pikieren, wobei die einzelnen Pflänzchen einen Topf mit etwas fünf Zentimetern Durchmesser brauchen. Nähert sich der Sommer bereits, lassen sich die Keimlinge auch direkt ins Beet setzen. Brokkoli liebt Nährstoffe, weswegen Kompost und regelmäßiger Dünger in der Wachstumsphase nicht fehlen dürfen.

Blumenkohl bringt den Vorteil mit sich, dass er auch im Winter im Beet überlebt. Auch Blumenkohl braucht einen nährstoffreichen Boden, der am besten auch noch viel Wasser speichern kann. Um eine erfolgreichere Ernte zu bekommen, lohnt es sich, bereits zwei Wochen vor der Aussaat den Boden mit Kalk und Kompost aufzuwerten. Der Schatten ist für das Wachstum des Blumenkohls sehr wichtig, da in praller Sonne die Blätter vergilben und die Köpfe aufgrund des Wassermangels klein bleiben. Haben Gärtnerinnen und Gärtner den Blumenkohl geerntet, lohnt es sich vor der Verarbeitung zu wissen, wie man Blumenkohl richtig schneidet.

Gemüse für den Schatten: Erbsen und Bohnen pflanzen

Je nachdem, für welche Erbsensorte Sie sich entscheiden, ändert sich auch der Aussaatzeitpunkt. So eignen sich Palerbsen auch für eine Aussaat bei Minustemperaturen, Zuckererbsen hingegen mögen es etwas wärmer. Erbsen eignen sich wunderbar als Vorkultur vor Kohl, da die Wurzeln der Erbsen das Erdreich auflockern. Eine Rankhilfe ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ernte, denn die Pflanze muss nach oben klettern können. Viel mehr braucht es nicht, um Erbsen zu ziehen, denn außer etwas Gießwasser von Zeit zu Zeit verlangt die Erbse nach nichts. Nicht einmal Dünger ist nötig, denn die Pflanze versorgt sich mit ihren Knöllchenbakterien, die Stickstoff sammeln, selbst.

Bohnen wachsen am besten im Halbschatten heran, stellen ansonsten aber keine großen Ansprüche. Bis Mitte Juli lassen sich die Samen der Bohne direkt ins Freiland säen, zur Keimung muss es aber warm genug sein. Vor den Eisheiligen lohnt sich eine Aussaat im Freien auf keinen Fall – in der Zeit sollten Gärtnerinnen und Gärtner auf eine geschützte Aufzucht drinnen ausweichen. Ebenso wie die Erbsen versorgen sich Bohnen selbst mit den entsprechenden Nährstoffen. Wichtig ist es jedoch, in der Blütezeit regelmäßig und ausgiebig zu gießen. Haben Gärtnerinnen und Gärtner den Blumenkohl geerntet, lohnt es sich vor der Verarbeitung zu wissen, wie man Blumenkohl richtig schneidet.

Ist es im Garten also etwas schattiger, heißt das nicht zwangsläufig, dass dort kein Gemüse wachsen kann. Es muss nur das Passende sein. Wer dann noch die Kulturfolge beachtet und dem Gemüse den richtigen Partner in einer Mischkultur an die Seite pflanzt, kann sich bald über eine reiche Ernte freuen!

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