Ohne Niesen durchs Jahr

Gartentipps für Allergiker: Welche Pflanzen Sie meiden sollten und welche geeignet sind

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
    schließen

Gärten sind der perfekte Erholungsort. Zumindest für alle, die keine Allergien haben. Für Allergiker wird manche Gartenpflanze schnell zum Albtraum, die Pflanzenwahl ist also wichtig.

München – Der Start der Gartensaison mit den ersten Sonnentagen im Frühjahr ist für viele ein Highlight. Doch Allergiker mit Garten plagen sich gleichzeitig auch mit tränenden Augen, Niesattacken und mehr. Auch wenn Sie die Bepflanzung der Nachbargärten nicht beeinflussen können, so bleibt dennoch eine allergikerfreundliche Bepflanzung für den eignen Garten. Mit einigen Tipps überstehen auch Allergiker dann das Gartenjahr und können sich dennoch an der Natur erfreuen.

Gartentipps für Allergiker: Diese Pflanzen sollten Sie meiden und diese eignen sich

Allergiker kennen meist ohnehin die Pollen oder Pflanzen, auf die sie reagieren und wissen, wann diese blühen. Dank mildem Wetter im Februar hat die Heuschnupfenzeit dieses Jahr beispielsweise bereits gestartet*, so 24vita.de. Der erste, wichtige Schritt ist dennoch die Klärung der Frage „Gegen was bin ich allergisch?“. Natürlich kann es auch zu Kreuzallergien kommen, aber die Hauptprobleme haben Sie damit schon eingegrenzt und können die betreffenden Pflanzen meiden.

Allgemein sollten Allergiker alle Pflanzen vermeiden, deren Pollen der Wind mit sich tragen kann. Das sind vor allem Weiden, Birken und viele Gräser.

Diese Pflanzen sollten Allergiker besser nicht im Garten haben:

Während die Thuja zwar allergische Reaktionen auslösen kann, vor allem bei Hautkontakt, ist sie dennoch gut als Hecke für Allergiker geeignet. Denn Thuja-Hecken wachsen hoch und dicht und fangen viele Pollen ab, die so gar nicht erst in den Garten gelangen. Alternativ sind auch Gartenmauern eine Option.

Gartentipps für Allergiker: Geeignete Gartenpflanzen

Aber es gibt glücklicherweise nicht nur Pflanzen, die Allergiker meiden müssen, sondern auch das Gegenteil.

Diese Pflanzen dürfen auch Allergiker im Garten haben:

  • Ahorn
  • Azaleen
  • Berberitze
  • Clematis
  • Hornveilchen
  • Hortensien
  • Iris
  • Lupinen
  • Magnolien
  • Malven
  • Narzissen
  • Pantoffelblume
  • Passionsblume
  • Rhododendron
  • Rittersporn
  • Storchenschnabel
  • Schneeball
  • Salvien
  • Steingarten samt Pflanzen, diese sind alle relativ reizarm

Es gibt noch einige mehr, grundsätzlich haben auffällige, große Blüten weniger Allergiepotenzial. Leider – zumindest für Insekten – eignen sich außerdem vor allem gefüllte Blüten und solche mit verborgenem Pollen. Zudem wurden einige Pflanzen so gezüchtet, dass sie keine Pollen haben, darunter einige Forsythien, Hortensien und andere Gehölze.

Gartentipps für Allergiker: Tipps für die Gartenarbeit

Aber auch bei der eigentlichen Gartenarbeit können Allergiker einige Tipps beherzigen. Bestenfalls kümmert sich zwar jemand ohne Allergie um den Garten, aber das geht nicht immer.

Achten Sie daher darauf, die Gartenarbeit möglichst am frühen Morgen oder nach einem Regenschauer zu erledigen. Denn dann fliegen weniger Pollen, morgens hilft der Tau dabei. Wer nicht warten will, kann dem Garten auch mit dem Gartenschlauch vorab eine Dusche verpassen, dann haben Sie ein begrenztes Zeitfenster für die Arbeit.

Wer gegen Gräser allergisch ist, sollte auf größere Rasenflächen verzichten. Bepflanzte Steingärten, Bachläufe oder ähnliches eignen sich stattdessen, ebenso ein Gemüsebeet mit unbedenklichen Pflanzen wie Wurzelgemüse.

Ein Gartenteich bindet viele der fliegenden Pollen und kann definitiv eine Erleichterung im Sommer darstellen. Tiere profitieren außerdem davon und dabei ist sogar eine hübsche Bepflanzung möglich.

Hecken, Bäume und Mauern fangen außerdem Wind samt Pollen ab und sollten im Allergikergarten daher vorhanden sein. Hecken müssen aber irgendwann geschnitten werden, daher sind leider oft Mauern die bessere Wahl. Bestenfalls richten Sie sich im Garten eine geschützte Sitzecke ein, zu der nur wenig Pollen vordringen können. Eventuell sogar mit Blick auf den Gartenteich.

Ein Sonderfall sind Insektenallergiker, denn für sie fallen Pflanzen mit großen Blüten, die Insekten anlocken, weg. Außerdem gelten hier andere Tipps für den Zeitpunkt der Gartenarbeit. Wer an einem schwülen Sommertag schon mal mit Nutztieren in der Nähe eines Gebüschs war, weiß, wie viele Bremsen dort lauern. Insekten bevorzugen bestimmte Witterungsverhältnisse, darunter meist auch hohe Luftfeuchtigkeit. Für Insektenallergiker ist daher der Zeitpunkt nach dem Regen nicht ideal, sie sollten eher einen sehr trockenen Tag für die Gartenarbeit wählen. Schwarz sowie grelle Farben locken außerdem eher Insekten an als Beige. Seifen, Parfüm und andere Düfte können ebenfalls einladend auf die Tiere wirken. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Paul von Stroheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare