1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern

Alte Gartengeräte: Welche Utensilien auch heute noch bei der Gartenarbeit helfen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Sie sehen oft altertümlich aus, doch eine Radhacke hilft vielen Gartenfreunde beispielsweise heute noch beim Lockern der Erde. Auch andere alte Gartengeräte sind noch hoch im Kurs.

München – Alte Gartengeräte haben durchaus noch ihre Berechtigung im Gartenschuppen. Denn viele Gartenfreunde nutzen, ohne es zu wissen, Gartengeräte, die teils eine Jahrhunderte alte Geschichte haben. Deswegen sollten Gärtnerinnen und Gärtner alte Gartenutensilien erst mal genau unter die Lupe nehmen und nicht direkt durch neue ersetzen.

Alte Gartengeräte: Folgende Utensilien helfen Ihnen auch heute noch beim Umgraben

Im Gartenschuppen herrscht nicht immer die Ordnung, die sich viele Gartenfreunde wünschen. Und wenn dann beim Entrümpeln das ein oder andere längst vergessene Gartengerät zum Vorschein kommt, wünschen sich Gärtnerinnen und Gärtner manchmal neue und moderne Geräte. Doch nur, weil so manche Utensilien nicht mehr nagelneu sind, müssen sie keinesfalls weg. Denn die meisten Geräte nutzen Pflanzenfans schon seit vielen Jahrhunderten und sie helfen bei der Gartenarbeit noch genauso gut wie damals, als sie neu erfunden wurden.

Alte Gartengeräte: Das steckt hinter Olla und Pflanzholz

Die Welt der Gartengeräte ist riesig und jährlich kommen neue Erfindungen oder verbesserte alte Geräte dazu. Doch auch wenn es verlockend ist, sich jedes Jahr mit neuen Utensilien einzudecken, sollten Gartenfreunde auch ihre alten Gartengeräte im Blick behalten. Denn einige sind nicht nur alt und ausgefallen, sondern überaus nützlich. Folgende alte Gartengeräte sollte jede Gärtnerin und jeder Gärtner im Schuppen haben:

Bei der Olla handelt es sich keinesfalls um ein eingedeutsches, spanisches Gericht, sondern um ein aus China stammendes Bewässerungssystem für Pflanzen. Eine Olla ist ein bauchiges Tongefäß, das Gartenfreunde tief in den Boden eingraben*. Gefüllt mit Wasser gibt die Olle so in Trockenphasen über einen langen Zeitraum Flüssigkeit an die Wurzeln der Pflanzen ab. Besonders in den immer heißer werdenden Sommern ist die Olla also ein einfaches und gut funktionierendes Bewässerungssystem.

Das Pflanzholz kennen wahrscheinlich viele Gärtnerinnen und Gärtner. Denn diese praktische Erfindung, mit der jeder im Handumdrehen Löcher zum Pflanzen von Blumen oder Zwiebeln vor sich hat, ist ein uraltes Werkzeug. Das T-förmige Holz ist nicht nur im Mittelalter ein beliebtes Gartenwerkzeug gewesen, sondern auch im Römischen Reich im Einsatz gewesen.

Alte Gartengeräte: Nicht nur zum Tod gehört die Sense

Die Radhacke sieht wohl am ältesten und ungewöhnlichsten aus. Wer seinen Beetboden auf die Bepflazung vorbereiten möchte, kann beispielsweise mit der Radhacke darüber fahren. Die zwei Zähne lassen sich aufgrund des vorne angebrachten Rades leicht durch die Erde ziehen. Sinnvoll ist das beispielsweise auch beim Anpflanzen von Bambus, der einen lockeren Boden benötigt. Wer einen Lehmboden im Garten hat, sollte von der Radhacke jedoch Abstand nehmen.

Die Sense gehört nicht nur zum Tod, sondern auch zur Gartenarbeit. Das uralte Gartengerät gab es bereits in der Eiszeit. Auch Römer, Germanen und Kelten machten sich mit der Sense die Feldarbeit leichter. Statt eines lauten und stromschluckenden Rasenmähers, greifen viele beim Naturgärtnern zur Sense und machen damit ihre Gräser im Garten einen Kopf kürzer. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.DIGITAL.

Auch interessant