Gegen schlechte Laune

Gartenarbeit für schlechtes Wetter: Was Sie tun können, wenn es regnet oder schneit

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Einige Monate im Gartenjahr bringen Regen mit sich, im Garten kann dann wenig gemacht werden. Dennoch müssen Gartenfans bei schlechtem Wetter nicht tatenlos zusehen.

München – Regenwetter oder nasskaltes Wetter wie aktuell im März und ziemlich sicher auch im April schlagen mit der Zeit aufs Gemüt. Wir sitzen vor dem Fenster und blicken in den Garten, in dem wir nun gerne arbeiten würden. Schlechtes Wetter muss aber nicht bedeuten, dass Gärtnerinnen und Gärtner nun wirklich keine Aufgaben erledigen können. Für einiges ist Regen geradezu perfekt.

Gartenarbeit für schlechtes Wetter: Was Sie tun können, wenn es regnet

Schlechtes Wetter bedeutet zwar, dass Einpflanzen und andere Gartenarbeiten mit viel Erde verschoben werden sollten, aber dennoch können Gartenfans nun gut Vorbereitungen treffen.

Ideen für Gartenarbeit bei schlechtem Wetter:

  • Werkzeug reinigen: Die Grundlage eines jeden Gartens ist das richtige Werkzeug. Meist hat sich das über die Jahre angesammelt. Von Schaufeln oder Gartenscheren bis hin zu historischem Gartenwerkzeug und Rasenmäher ist oft alles vertreten. Rasenmäher sowie andere Geräte mit Akku, Benzin oder Strom sollten Sie regelmäßig warten. Nutzen Sie die Zeit doch einfach dazu, schleifen Sie stumpfe Messer und Sicheln, reinigen und desinfizieren Sie die Gartenschere und ziehen Sie lockere Schrauben an Geräten nach.
  • Geräteschuppen aufräumen und neu sortieren: Gerade im Frühling, wenn das Wetter oft ohnehin nicht mitspielt, herrscht im Geräteschuppen vom Winter noch Chaos. Alles, was irgendwann einfach hinein gelegt wurde, sollte jetzt geordnet werden. Tipps für eine effektive Einteilung haben wir hier für Sie. Auch ein Frühjahrsputz kann nicht schaden.
  • Nistkästen und Insektenhotels bauen: Beides gibt es sowohl fertig zusammengebaut als auch als Bausatz. Wer der Umwelt und den Tieren helfen möchte, kann selbst Hand anlegen und Nistkästen oder Insektenhotels entweder komplett alleine bauen oder einen Bausatz zusammensetzen. Achten Sie aber bitte auf glatte Kanten und gute, wetterfeste Qualität. Auch für Kinder sind solche Bastelaktionen meist eine willkommene Abwechslung.
  • Stecklinge schneiden: Sie wollen die Gartenpflanzen vermehren und hatten nie Zeit dazu? Dann schneiden Sie doch bei Regen Stecklinge und setzen diese schon mal in Anzuchterde oder Wasser.
  • Pflanzen vorziehen: Gerade in den Frühlingsmonaten ist es oft noch zu riskant, direkt im Freiland auszusäen. Gartenfans können schlechtes Wetter daher perfekt für die Vorzucht von Obst, Gemüse und Blumen nutzen.
  • Saatgut testen: Machen Sie eine Keimprobe bei altem Saatgut, wenn Sie unsicher sind, ob es noch wachsen kann. Auch das geht perfekt bei schlechtem Wetter, denn bei erfolgreicher Keimprobe kann beim nächsten schönen Tag gleich ausgesät werden.
  • Blumentöpfe reparieren und basteln: Wer kaputte Terracotta-Töpfe hat, kann diese mit einer einfachen Methode flicken und so erneut nutzen. Eine andere schöne Option für Regenwetter ist Upcycling für den Garten. Aus alten Gartenschläuchen und Kabelbindern lassen sich tolle Übertöpfe basteln und alte Paletten ergeben perfekte, vertikale Pflanzkästen.
  • Regenwasser nutzen: Klingt banal, doch Regenwasser (und auch geschmolzener Schnee) ist für unsere Zimmerpflanzen deutlich besser als Leitungswasser. Wenn schon keine Gartenarbeit möglich ist, können Pflanzenfans stattdessen die Zimmerpflanzen nach draußen stellen oder alternativ das Wasser der Regentonne direkt nutzen.
  • Garten planen: Im Frühjahr ist die perfekte Zeit für die Gartenplanung. Sie können sich an den aktuellen Trends orientieren oder einfach selbst planen. Den Garten genau zu betrachten und mögliche Probleme zu erkennen, hilft bei der Umsetzung der Ideen. Nehmen Sie sich doch bei schlechtem Wetter Zeit dafür und skizzieren Sie grob, was dieses Jahr verändert werden soll und wann Sie was aussäen und ernten möchten.

Es gibt also trotz Regen oder Schnee einiges vorzubereiten. Wer Vögel im Garten füttert, sollte darauf achten, dass das Futter vor dem Regen oder Schnee weitestgehend geschützt wird. Der Gartenteich benötigt je nach Intensität des Wetters manchmal auch etwas Pflege, denn Stürme wehen schnell Blätter und Zweige ins Wasser.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Meike Engels

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