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Gartenarbeit: Darum hält sie jung und hilft gegen Demenz

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Von: Joana Lück

Dass Gärtnern entspannt und den Körper fit hält, ist allgemein bekannt. Forscher fanden jetzt heraus, dass das Werkeln im Garten noch dazu das Gehirn fit hält.

Leipzig – Medikamente, Gedächtnistraining, Logopädie, Ergotherapie: Gegen Demenz werden mittlerweile viele Behandlungen angewandt. Die geistige Leistungsfähigkeit kann jedoch neuesten Studien zufolge auch gesünder und spielerischer geschehen, nämlich mit der Arbeit im Garten. Diese schöpferische Tätigkeit fordert nicht nur Wahrnehmung und Kommunikation, vor allem werden auch Sinneswahrnehmung und Selbstvertrauen der Patienten gestärkt.

Gartenarbeit: Darum hält sie jung und hilft gegen Demenz

Waldbaden und achtsames Gärtnern sind in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft in aller Munde, denn die Menschen sehnen sich mehr denn je nach Natur, Ruhe und Entspannung – also dem kompletten Gegenteil von ihrem stressigen Büroalltag vorm PC. Dabei ist es egal, wo genau die Grünfläche liegt. Auch in der Stadt gibt es Balkone, Schrebergärten oder kleinere Oasen, die man sich mit Nachbarn teilt. Dass die Arbeit im Beet nicht nur reichen Ertrag bringt, sondern man unbewusst beim Ausleben seines grünen Daumens gleichzeitig noch zum eigenen Wohlbefinden beiträgt, ist praktisch.

Eine Frau, die im Garten Blumen schneidet.
Verschiedene Studien belegen: Gärtnern macht glücklich. (Symbolbild) © Imago

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Gartenarbeit: Wonne für Körper und Seele

Wie der Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) berichtet, trainiert die Arbeit im eigenen Beet nicht nur den Körper und die Muskeln, sondern auch Kopf und Gehirn. Eine australische Langzeitstudie an 2.805 Männern und Frauen von über 60 Jahren belegt, dass es bei Menschen, die regelmäßig gärtnern, um 36 Prozent weniger wahrscheinlich ist, dass sie an Demenz erkranken. Nicht nur das: Bei bereits an Demenz erkrankten Menschen* wird Gartenarbeit und die Zeit im Grünen als erfolgreiche Therapiemethode eingesetzt. Denn Gartenarbeit fordert neben den motorischen Abläufen auch die Sinne wie Riechen, Sehen, Fühlen, Schmecken und weckt Gefühle, Emotionen und Erinnerungen.

Gartenarbeit: So klappt es mit dem Training fürs Gehirn

Es muss nicht gleich ein Zengarten sein! Selbst kleine Beete oder Blumentöpfe auf dem Balkon bringen Erfolge. Nicht nur bei Demenzkranken wird Gartenarbeit als erfolgreiche Therapie gesehen – auch autistische Menschen oder Personen mit posttraumatischen Belastungsstörungen konnte zwischen Blumen und Kartoffelfeldern schon geholfen werden. Diese Punkte sollten Demenzkranke bei der Arbeit beachten:

So steht dem gelungenen Training für das Gehirn nichts mehr im Wege. Wer sich dann noch richtig ernährt, macht alles richtig, um Körper und Geist fit zu halten.

Gartenarbeit: Die Arbeit im Beet gegen Einsamkeit

Gärten machen gesellig! Wer einen eigenen Garten besitzt oder sich für das Gärtnern begeistert, ist offener, freundlicher und kommunikativer. Gerade für Single-Stadtmenschen ist ein Schrebergarten oder der Gemeinschaftsgarten der perfekte Ort, um andere Menschen kennenzulernen und Tipps und Tricks rund um den Anbau, die Aussaat oder die Gestaltung auszutauschen. An der frischen Luft und in der Sonne werden zudem Endorphine ausgeschüttet und Vitamin D gebildet. Wenn das kein Grund ist, sich ab ins Beet zu begeben! *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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