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Tag des Gartens 2021: Gärten als Zentrum des allgemeinen Wohlbefindens

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Von: Eva Goldschald

Der Garten ist ein Rückzugsort, eine Nahrungsquelle und ein Zuhause. Er bietet Platz für Menschen, Tiere und Pflanzen. Grund genug, ihn zu ehren.

Berlin – Schriftsteller Ernst Ferstl sagte einst: „Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann.“ Nicht umsonst gilt der Garten unter Liebhabern als Ruheoase und auch als die Energiequelle schlechthin. Deshalb feiern die Deutschen seit 1984 den Tag des Gartens. In diesem Jahr fällt er auf den 13. Juni und trägt das Motto: „Grüner geht’s nicht!“.

Tag des Gartens 2021: Gärten als Zentrum des allgemeinen Wohlbefindens

Ein Garten ist laut Definition ein räumlich begrenztes Stück Land, auf dem Pflanzen unterschiedlicher Art wachsen. Das können Blumen, Bäume, Gemüse, Obst oder Kräuter sein. Im Gegensatz zu Parks werden Gärten ihrer Definition nach meist privat genutzt. Hingegen sind Parks für alle zugänglich. Gärten werden mehr oder weniger intensiv gepflegt. Das hängt ganz vom den Besitzern ab. Außerdem steht die Erholung eher im Vordergrund, als der Ertrag, den man mit den Pflanzen erzielt. Ein Garten kann ein Hobby sein, an dem man regelmäßig arbeitet. Er kann aber auch nur da sein, um ihn zu betrachten und in ihm zu verweilen.

Tag des Gartens 2021: Die Entwicklung der Gartenkultur

Diese Sichtweise des Laissez-faire änderte sich allerdings, als die ersten Schrebergärten auftauchten. Denn ab da diente der Garten eher als Nutzgarten. Man baute Obst, Gemüse und Kräuter an und pflegte und hegte den Garten intensiv. Nicht zuletzt auch wegen der strengen Auflagen, denen die sogenannten Parzellen unterliegen. Manchmal gilt der Schrebergarten auch als Keimzelle des heutigen Urban Gardenings. Denn schon früh sorgten Schrebergärten dafür, dass im städtischen Raum genügend Grünflächen entstanden, auf denen Kinder spielen konnten, man Sport machen konnte oder etwas über Pflanzen und Tiere lernte. Heute schließe sich viele junge Menschen in Städten zusammen, mieten Parzellen und versuchen, sich teilweise selbst mit Obst, Gemüse und Kräutern zu versorgen. 

In den 1970ern wurden die USA von den Guerilla Gardeners überrascht. Sie säten heimlich Blumensamen in den Städten aus, um so gegen die Industrialisierung und Versiegelung der Städte zu demonstrieren. Damals galten sie als radikale Spinner. Heute ist das anders. Menschen lechzen förmlich nach Grünflächen in Städten. Gerade in Metropolen setzt sich das Urban Gardening in den letzten Jahren stark durch. Ganze Architekturbüros widmen sich dem Thema und versuchen Fassaden zu begrünen. Dabei geht es um Naherholung, eine bessere Luft und auch darum, Nahrung vor Ort herzustellen. Damit will man lange Transportwege vermeiden.

Tag des Gartens 2021: Bundesweiter Ehrentag

Der Garten ist Herzstück, Heimat und Rückzugsort für Menschen sowie Wohnort für Säugetiere, Vögel, Insekten und andere Tiere. Ihm zu Ehren gibt es seit 1984 den Tag des Gartens. Den Ehrentag feiert man immer am zweiten Sonntag im Juni. In diesem Jahr fällt der Tag des Gartens auf den 13. Juni und trägt das Motto „Grüner geht’s nicht!“.

Unter diesem Motto möchte die Initiative des Bundesverbandes deutscher Gartenfreunde dazu anregen, den Garten so grün wie möglich zu gestalten und alles Mögliche aus jeder noch so kleinen Fläche herauszuholen. Die Idee für diesen Ehrentag hatte damals der amtierende Präsident des Kleingartenbundes, Hans Stephan. Er wollte früh die Bedeutung des Gartens noch stärker in den Fokus rücken. Dafür formulierte er zwei Gründe:

An diesem Tag ruft der Kleingartenbund dazu auf, seinen Garten besonders zu pflegen, ihn zu genießen und auch anderen Menschen die grüne Oase schmackhaft zu machen. Genießen auch Sie am Sonntag einen Tag im Garten oder holen Sie sich Inspiration bei einer Landes- oder Bundesgartenschau.

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