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Garten mit Sandboden: So gut wachsen diese Pflanzen auf schwierigem Untergrund

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Nahaufnahme des rotblühenden Sommer-Adonisröschens (Symbolbild).
Das Sommer-Adonisröschen blüht von Mai bis Juni (Symbolbild). © McPHOTO / Imago

Ein Garten mit Sandboden lässt sich mit den richtigen Pflanzen genauso gut in ein Blumenmeer verwandeln wie andere Gärten auch. Denn viele Stauden vertragen die Bedingungen.

Berlin – Es klingt wie ein kleines Wunder, aber auch auf Sandboden oder Erde mit hohem Sandanteil wachsen noch viele Pflanzen ganz hervorragend. Das ist nicht nur praktisch für Gärtnerinnen und Gärtner, die einen etwas schwierigeren Boden haben, sondern spielt auch Gartenfreunden in die Hand, die ihren Garten auf heiße Sommer vorbereiten wollen. Besonders gut wachsen verschiedene Staudenarten in einem Garten mit Sandboden.

Garten mit Sandboden: Diese Pflanzen wachsen auch auf trockenem Boden

Die Natur ist fast allen Herausforderungen gewachsen. Das sehen Gärtnerinnen und Gärtner unter anderem auch daran, dass es für fast jede Bodenbeschaffenheit die passenden Pflanzen gibt. Gärten mit Lehmboden müssen beispielsweise keinesfalls leer bleiben, sie brauchen lediglich die richtige Bepflanzung. Genauso verhält es sich bei Gärten mit Sandböden. Nutzen Gartenfreunde Sand häufig, um Moos und anderes Unkraut aus Rasenflächen fernzuhalten*, stellt er für Blumen oftmals einen schwierigen Untergrund dar. Doch auch hier halten sich einige Exemplare besonders gut.

Um den Pflanzen auf dem Sandboden die besten Voraussetzungen zu schaffen, lohnt es sich laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) wie folgt vorzugehen:

Mit diesen drei Schritten ist das Sandbeet vorbereitet und Gartenfreunde können sich ans Pflanzen der richtigen Stauden machen. Besonders gut auf Sandboden wachsen zum Beispiel folgende Pflanzen:

Besonders Wildstauden sind robuste Vertreter, die sich auf sandigen Böden besonders wohlfühlen. Sie erreichen unterschiedliche Höhen und tragen weiße, rosafarbene, rote oder gelbe Blüten.

Garten mit Sandboden: Astlose Graslilie und Echtes Labkraut

Die Astlose Graslilie oder auch Traubige Graslilie genannt, überzeugt mit ihren weißen, zierlichen Blüten. Die Staude erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 50 Zentimetern und blüht von Juni bis August. In freier Natur wächst sie vor allem in Süd- und Mitteleuropa, aber auch in Südschweden oder Nordafrika. Dort bevorzugt sie meist Trockenrasen, ist Boden mit einer geringen Wasserversorgung also gewohnt.

Zu sehen ist eine Nahaufnahme einer Blüte der Astlosen Graslilie, sie blüht weiß mit einem gelben Inneren (Symbolbild).
Die Astlose Graslilie wächst auch auf trockenen Böden gut (Symbolbild). © A. Hartl / Imago

Das Echte Labkraut überzeugt vor allem mit seinen knallgelben Blüten. Es gehört zur Familie der Rötegewächse und kann bis zu 50 Zentimeter groß werden. Seine Blütezeit erstreckt sich über den ganzen Sommer von Mai bis September. Neben der Farbe ist vor allem aber auch der Geruch der Blüten zu betonen: Sie duften intensiv nach Honig und zieht Insekten magisch an.

Zu sehen ist eine Nahaufnahme eines Zweiges des Echten Labkrauts. Am Zweig blühen viele kleine, gelbe Blüten (Symbolbild).
Knallgelb strahlt das Echte Labkraut (Symbolbild). © Manfred Ruckszio / Imago

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Garten mit Sandboden: Färber-Ginster und Großblütige Königskerze

Früher nutzten Menschen den Färber-Ginster tatsächlich zur Gewinnung von Farbstoff. Zweige, Blätter und Blüten enthalten die Farbstoffe Genistein und Luteolin. Auch als Heilpflanze ist er bis heute in Gebrauch, beispielsweise bei Nierengrieß. Der Färber-Ginster ist im Sandbeet ein eher kleines Exemplar, das eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern erreicht und von Mai bis August blüht.

Zu sehen ist ein blühender Färber-Ginster-Strauch vor blauem Himmel (Symbolbild).
Färber-Ginster war die Grundlage für gelben Farbstoff (Symbolbild). © O. Diez / Imago

Die Großblütige Königskerze warnt mit ihrem Namen die Besitzerinnen und Besitzer schon vor: Sie schießt bis zu drei Meter in die Höhe. Dabei blüht die zweijährige Pflanze nur ein Mal, nämlich im zweiten Jahr. Im ersten Jahr bildet sich lediglich eine kleine Blattrosette am Boden. Aufgrund kleinster Härchen auf den Blättern und Stielen schafft die Königskerze es ähnlich wie beim Edelweiß, sich gegen Trockenheit und Hitze zu wehren. Die Härchen schützen die Pflanze vor zu starker Verdunstung und brennenden Sonnenstrahlen.

Zu sehen sind viele Stiele der Großblütigen Königskerze aus Froschperspektive vor einem blauen Himmel. Die Pflanze blüht in strahlendem Gelb (Symbolbild).
Die Großblütige Königskerze kann bis zu drei Meter groß werden (Symbolbild). © imagebroker / Imago

Garten mit Sandboden: Pfeffer und Rosen fürs Beet

Wer es etwas niedriger halten möchte, der entscheidet sich am besten für den Scharfen Mauerpfeffer. Die krautig wachsende Pflanze wächst maximal 15 Zentimeter in die Höhe und sich vor allem durch ihre an Sukkulenten erinnernden Blätter auszeichnet. Mit diesen fleischigen Blättern schafft es die Pflanze, sich gegen Hitze und Trockenheit besser zu schützen. Ihren Namen hat die Pflanze übrigens dem Geschmack der Blätter zu verdanken. Kauen Gartenfans diese, schmecken sie leicht scharf. Von Juni bis August verwandelt der Scharfe Mauerpfeffer jeden Garten mit Sandboden in ein leuchtendes, gelbes Blütenmeer.

Zu sehen ist ein Stein, auf dem ein kleiner Busch Scharfer Mauerpfeffer wächst. Er blüht gelb (Symbolbild).
Der Scharfe Mauerpfeffer schützt sich mit fleischigen Blättern gegen Hitze (Symbolbild). © C. Wermter / Imago

Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch eine Variante für Gartenfreunde, die eher rote oder orange Blumen in ihrem Garten mit Sandboden bevorzugen. Das Sommer-Adonisröschen ist dafür die perfekte Wahl. Das Adonisröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist vor allem in Nordafrika verbreitet. Das verdeutlicht schon, wie gut sie sich an eine heiße, trockene Umgebung angepasst hat. Die Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 50 Zentimetern und blüht von Mai bis Juni.

Zu sehen ist eine Nahaufnahme des rotblühenden Sommer-Adonisröschens (Symbolbild).
Das Sommer-Adonisröschen blüht von Mai bis Juni (Symbolbild). © McPHOTO / Imago

Je nach Farbvorliebe oder Platz im Garten lässt sich ein Garten mit Sandboden also auch bunt und blütenreich gestalten. Die Pflanzen müssen lediglich robust sein und gut mit trockenem Boden auskommen können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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