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Beetpflege im März: Bitte keine Torferde mehr – das ist umweltschädlich

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Von: Jasmin Pospiech

Im Frühjahr beginnt für viele wieder die Gartenarbeit. Sobald der Frost wegbleibt, braucht auch der Boden wieder Pflege. Doch auf Torferde sollte man verzichten.

München – Es sprießt und gedeiht vielerorts: Krokusse, Schneeglöckchen und Tulpen bevölkern wieder zahlreiche Wiesen und Gärten. Das farbenprächtige Schauspiel zeigt an: Der Frühling ist wieder da. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und Tierchen im Boden werden munter. Das bedeutet für Gartenfreunde, das heimische Grün wieder auf Vordermann zu bringen.

Garten im März: Bitte keine Torferde mehr – das ist umweltschädlich

Nach den frostigen Nächten sollten Sie auch Ihre Beete und besonders den Gartenboden pflegen. Unterstützung bekommen sie von fleißigen Bodenbewohnern wie Regenwürmern, aber auch Mikroorganismen, Bakterien, Pilzen, Spinnen, Käfern und Vielfüßlern. Anstatt also das Beet umzugraben, könnten Sie auch mit einem Vertikutierer zuerst den Boden etwas auflockern. Zudem ist es ratsam, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen, um herauszufinden, welche Nährstoffe Ihre Pflanzen brauchen. Anschließend können Hobbygärtner entscheiden, welchen Dünger Sie einsetzen wollen und ob Sie Kalk benötigen oder nicht.

Ein Landwirt setzt Zwiebel in humusreicher Erde. (Symbolbild)
Eine humusreiche Erde ist die beste Grundlage für ein Gemüsebeet. (Symbolbild) © Olga Gillmeister/Imago

Torferde sollten Sie hingegen besser nicht mehr einsetzen, weiß auch Kreisfachberaterin Carola Simm gegenüber dem Nachrichtenportal „nordbayern.de“ zu berichten. „Weil der Torfabbau und seine Nutzung CO₂-Emissionen freisetzen, hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen, in den nächsten Jahren einen nahezu vollständigen Torfausstieg im Hobbysegment zu erreichen“, erklärt sie.

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Garten im März: Bitte keine Torferde mehr – das ist umweltschädlich

Aber es sollen immer noch viele Blumenerden im Handel Torf aus Hochmooren enthalten. Der Grund dahinter ist einfach: Er bindet Wasser besonders gut und besitzt einen hohen Säuregrad. Doch dieser Vorteil kommt mit einem hohen Preis. Denn der Torf ist schlecht für die Umwelt. Um ihn abzubauen, werden ganze Moore zerstört und niedergebrannt. Mit der Folge, dass viele Pflanzen und Tiere ihren natürlichen Lebensraum verlieren.

Darüber hinaus ist der Torfabbau auch klimaschädlich: „Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht CO₂, außerdem entfällt ein wertvoller Speicher für das Treibhausgas“, meint die Expertin. Daher rät sie zu Gartenabfällen, eigenem Kompost sowie torffreier Erde, um Beetpflanzen zu düngen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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