Für eine frühe Ernte

Frühbeet anlegen: So einfach geht’s – und das sind die Vorteile

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Ein Frühbeet eignet sich ideal für die Vorkultur einiger Pflanzen. Es ist relativ leicht anzulegen und kostet nicht besonders viel. Zudem passt es auch in kleine Gärten.

München – Der Frühling naht mit großen Schritten und viele Gärtner können es kaum erwarten, Obst und Gemüse anzubauen. Damit das zeitnah geht, eignen sich Frühbeete. Diese Mini-Gewächshäuser passen in jeden Garten und sind überaus praktisch.

Frühbeet anlegen: So einfach geht’s

Ein Frühbeet bringt für Gärtner im Frühjahr viele Vorteile mit sich, denn so kann schon im Februar ausgesät werden. Frühbeete sind kleiner als Gewächshäuser, dafür aber auch deutlich günstiger. Weiterer Vorteil eines Frühbeets: Es nimmt weniger Platz ein als ein Gewächshaus und passt auch in kleine Gärten.

Bereits im Februar startet die Vorkultur für zahlreiche Pflanzen, mit einem Frühbeet ist das kein Problem. Zudem verhilft das Beet Gärtner und Gärtnerinnen so zu einer früheren Ernte. Auch abgebaut ist es schnell wieder, sodass ein Frühbeet keine Anschaffung für immer sein muss.

Im weitesten Sinne ist ein Frühbeet eine Konstruktion aus Holz mit Deckel. Die Holzlatten sind dabei an den kurzen Seiten schräg, sodass vom Deckel das Wasser abfließen kann. Der Deckel besteht oft aus einer Folie. Frühbeere gibt es als Bausatz, geübte Bastelfans können es aber auch selbst bauen. Auch gibt es gemauerte Frühbeete, die dann deutlich länger halten.

Frühbeet anlegen: Schritt für Schritt

Damit das gewählte Frühbeet dann auch etwas bringt, sollte es den richtigen Standort haben und richtig befüllt werden.

So legen Sie ein Frühbeet an:

  • Standort: Ein Frühbeet sollte immer an dem Platz mit dem größten Lichteinfall stehen. Zudem sollte es möglichst schräg nach Süden ausgerichtet sein.
  • Größe: Kleine Frühbeete beginnen ab einem halben Quadratmeter. Dort hinein passen aber maximal Blumen. Wer Gemüse anbauen möchte, sollte über zwei oder mehr Quadratmeter nachdenken. Zu große Beete verhindern hingegen, dass jede Pflanze erreicht wird.
  • Naturheizung: Das Beet soll vor allem die frühe Anzucht ermöglichen. Dafür muss es warm genug sein. Das gelingt über eine Naturheizung. Dazu heben Gartenfans zunächst 40 Zentimeter tief Erde im Beet aus und füllen dann die Hälfte der Höhe wieder mit Pferdemist auf. Bestenfalls vermischt mit Stroh und Laub. Darüber wird eine 20 Zentimeter hohe Schicht Erde gefüllt. Indem der Pferdemist zersetzt wird, entsteht Wärme. Da das etwas dauert, sollten Gartenfans mit der Anzucht mindestens eine Woche warten.
  • Die Pflanzen: Ein Frühbeet härtet aufgrund seines Standortes die Pflanzen besser ab als die Anzucht in der Wohnung. Perfekt ist ein Frühbeet für Salat, Kohl, Kräuter oder Spinat geeignet, aber auch junge Pflanzen können darin erst mal großgezogen werden. Beispielsweise die Paprika, anstatt sie auf der Fensterbank zu ziehen. Im Sommer darf auch anderes Gemüse wie Auberginen einziehen und ab dem Herbst kommt vorwiegend Wintergemüse wie Salat ins Beet.

Auch Blumen können Pflanzenfans natürlich im Frühbeet vorziehen und anschließend auspflanzen. Es bietet also zahlreiche Möglichkeiten und ist günstiger und deutliche flexibler als ein Gewächshaus. Quasi ein mobiles Mini-Gewächshaus. Auch ein Kalter Kasten ist eine Überlegung wert und funktioniert so ähnlich.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Margit Wild

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