Tote Äpfel müssen weg

Fruchtmumien: Deshalb sollten Sie sie im Herbst entfernen

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Im Herbst wird die letzte Gartenarbeit vor dem Winter erledigt, dazu gehört auch die Baumpflege. Sogenannte Fruchtmumien müssen Gärtner nun entfernen.

Berlin – Nach der erfolgreichen Ernte bleiben oft einige Früchte am Baum zurück. Faule Früchte fallen meist zu Boden und verrotten, die Fruchtmumien bleiben jedoch hängen und können dem Baum schaden.

Fruchtmumien: Deshalb sollten Sie sie im Herbst entfernen

Sogenannte Fruchtmumien sind verschrumpelte, kleine Früchte. Sie sind meist schon schwarz oder braun und kommen an Stein- und Kernobst vor. Vor allem nachdem die Bäume das letzte Laub verloren haben, sehen Gartenfreunde sie gut. Gärtner sollten diese vertrockneten Früchte dann in jedem Fall entfernen, denn von selbst fallen sie nicht ab. Aber wieso ist das nötig?

Fruchtmumien enthalten Sporen von Pilzen, die die Bäume schädigen können. Die Monilia-Fruchtfäule ist für die Fruchtmumien verantwortlich und kann durch sie auch weiter übertragen werden. Laut Stiftung Warentest befällt Monilia Stein- und Kernobst. Befallene Früchte erkennen Gärtner auch vor den Fruchtmumien schon gut an den typischen braunen Stellen, die später von weißen Punkten überzogen sind. Aber nicht alle hängen so, dass sie schon im Sommer einsehbar sind. (Gartenpflege im Herbst: So hilft ein unordentlicher Garten Tieren)

Fruchtmumien: Die Ausbreitung von Krankheiten verhindern

Meist fallen die Fruchtmumien also später bei der Gartenpflege im Winter oder Herbst auf. Konkret soll durch das Entfernen der Fruchtmumien eine Ausbreitung folgender Krankheiten verhindert werden: Narrentaschenkranktheit, Apfelschorf, Kirschenschorf und Monilia fructigena (Fruchtfäule) und Monila laxa (Spitzendürre). Werden die befallenen verschrumpelten Früchte nicht entfernt, überwintern die Sporen und Erreger in ihnen und können sich im nächsten Jahr ungehindert weiter ausbreiten. Bei Quitten gibt es zum Beispiel Monilia linhartiana. (Quitten: Die gelbe Wunderfrucht aus dem Garten)

Bei der Entsorgung reicht es aber nicht, die Fruchtmumien einfach abzuschneiden, auch vom Rasen müssen sie – ebenso wie herabgefallene von Monila infizierte Früchte – unbedingt entfernt werden. Keinesfalls darf das befallene Obst danach auf den Kompost, sondern muss im Hausmüll entsorgt werden. Ansonsten würden Sie die Krankheiten mit der Komposterde wieder verteilen. (Diese kranken Pflanzen dürfen auf den Kompost – unter einer Bedingung)

Neben der Entsorgung der Fruchtmumien ist laut Stiftung Warentest manchmal auch bei den Trieben ein Rückschnitt bis ins gesunde Holz sinnvoll. Auch abgestorbene Zweige sollten Gärtner komplett entfernen. Als vorbeugende Maßnahme sollte der Baum möglichst viel Luft bekommen, entfernen Sie zu dicht wachsende Zweige, so trocknet er schneller ab.

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