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Wasserrohre bei Frost: So vermeiden Sie das Platzen bei Minustemperaturen

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Von: Jasmin Pospiech

Wasserleitungen im Garten und im Haus müssen Gartenfreunde vor den kommenden Nächten und Tagen gut schützen. Denn der Frost setzt den Leitungen zu.

München – Die kalte Jahreszeit bricht an und die Außentemperaturen sinken allmählich nachts wieder unter null Grad Celsius. Dadurch entsteht Frost, der für erhebliche Leitungswasserschäden im Garten und im Haus sorgen kann. Der Grund hierfür: Oftmals befindet sich in den Rohren noch Wasser, das, wenn es nicht entleert wird, zu gefrieren beginnt.

Wasserrohre bei Frost: So vermeiden Sie, dass sie gefrieren – was zu tun ist, wenn es schon passiert ist

Das gefrorene Eis braucht allerdings mehr Platz in den Rohren als flüssiges Wasser. Mit der Folge, dass es sich gewaltig ausdehnt und großer Druck entsteht, sodass schließlich sogar die Wasserrohre platzen können. Sind die Leitungssysteme zudem schon sehr alt, sind sie schnell überfordert.

Taut das Wasser tagsüber wieder auf, kann es hingegen in das Mauerwerk des Hauses oder Geräteschuppens dringen und dort ebenfalls große Schäden verursachen. Um dem entgegen zu wirken, gibt es als Garten- und Hausbesitzer einige Dinge zu beachten. (Mit diesen fünf Tipps machen Sie Ihren Garten jetzt absolut kindersicher)

Im Haus ist es ziemlich simpel: Es reicht bereits aus, die Räume, in denen Wasserleitungen verlaufen, konstant zu heizen.* Das ist nicht schwer, besonders in der Winterzeit mögen es viele kuschelig warm in den eigenen vier Wänden. Selten genutzte Zimmer wie:

sollten Experten zufolge eine Raumtemperatur von mindestens 17 Grad Celsius aufweisen.

Übrigens: Die Schneeflocke am Heizkörper, auch Frostwächter genannt, hat tatsächlich etwas zu bedeuten. Allerdings sorgt sie nur dafür, dass der Heizkörper selbst nicht einfriert. (Outdoor-Küche: Die Küche für draußen planen – ob mobil oder gemauert)

Wasserrohre bei Frost: Wasser aus Rohren entleeren und abstellen

Eine weitere Strategie ist es, frühzeitig die Wasserleitungen im Garten und am Haus zu entleeren und das Wasser abzustellen. Das gilt übrigens auch für die Regentonne, wenn Sie draußen im Freien steht.

Am besten machen Sie sich eine Notiz dafür an den ersten kalten Tagen, wenn die Temperaturen unter die zehn Grad-Celsius-Marke rutschen. Das gilt übrigens auch, wenn Sie in den Wintermonaten in den (Ski-)Urlaub fahren oder sonst länger von zu Hause weg sind. Dazu müssen Sie lediglich die Absperrvorrichtung in den Zuleitungen schließen und das Wasser an der tiefsten Stelle ablassen. (Dachrinne reinigen: So gelingt Ihnen die lästige Aufgabe im Handumdrehen)

Haben Sie ein automatisches Bewässerungssystem in Ihrem Garten installiert? Solch ein Smart Garden ist im Sommer sehr praktisch, wenn Rasen, Beet & Co. nach Wasser dürsten. Doch die Systeme bestehen meist aus Plastik und können im Winter durch Frost stark beschädigt werden. Daher empfehlen Gartenexperten, die Bewässerungsanlage schon bei einstelligen Temperaturen abzubauen und Sie besser an einem kältegeschützten Ort aufzubewahren. Neben der Bewässerungsanlage sollten Sie dies ebenfalls mit all ihren Gartenwerkzeugen machen, damit diese nicht das Rosten beginnen.

Doch was tun, wenn die Leitung(en) bereits eingefroren sind? Dann sollten Sie schnell das Wasser der betroffenen Leitung abdrehen und die Wasserhähne öffnen. Bevor Sie allerdings selbst daran werkeln und versuchen, die Rohe wieder aufzutauen, sollten Sie besser einen Fachmann zu Rate holen. *merkur.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

 

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