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Frost im Frühling: Das hilft Ihren Pflanzen gegen die Kälte

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Von: Anna Katharina Küsters

Bis in den Mai hinein kann es nachts noch ungemütlich kalt werden. Viele Pflanzen vertragen die kalten Nachtfröste nicht, weswegen sie auf Hilfe von ihren Besitzerinnen und Besitzern angewiesen sind.

Hamburg – Eigentlich macht nur der April laut Sprichwort, was er will. Doch auch im März und sogar noch im Mai kann es immer wieder zu frostig kalten Nächten kommen. Frühblühern machen die Temperaturschwankungen wenig, doch andere Pflanzen wie Obstbäume oder Kübelpflanzen, aber auch angepflanztes Gemüse stecken den Wechsel zwischen Tag und Nacht oft nicht gut weg. Für diese Fälle gibt es einige leichte Tricks, wie Gartenfreunde ihre Pflanzen schützen können.

Frost im Frühling: So schützen Sie Ihre Pflanzen vor kalten Nächten

Väterchen Frost verschwindet zum Leidwesen einiger Pflanzen im Frühling oft nicht, auch wenn es tagsüber schon angenehm warm ist. Teilweise ist es auch mehrere Wochen mild und dann kehren nachts eisige Temperaturen zurück. Während Pflanzen wie Echter Lavendel, Winterheide oder Hortensien Frost ohne größere Probleme überstehen*, sind andere empfindlicher. Pflanzen wie Iris, Narzisse, Tulpen oder Krokusse aber auch Kohlrabi und anderes Gemüse erfrieren dann schnell, wenn Gartenfreunde sie nicht richtig schützen. Dafür gibt es einige schnell umsetzbare Tricks, die keine aufwendigen Konstruktionen voraussetzen und bei denen Gartenfreunde bereits entferne Schutzdecken, Styroporunterlagen, Folien und Vliese nicht wieder hervorkramen müssen.

Frost im Frühling: Schutz der Gemüsepflanzen mithilfe des Wäscheständers

Ist im Nutzgarten bereits das erste Gemüsebeet mit Mischkultur angelegt oder der Deckel vom Frühbeet bereits entfernt, dann hilft ein Wäscheständer beim Frostschutz. Droht die nächste kalte Nacht, stellen Gärtnerinnen und Gärtner über den zu schützenden Pflanzen auf und werfen eine schützende Decke, ein großes Vlies oder sonstige Materialien, die warm halten, über den Wäscheständer*. Mit Steinen beschweren Gartenfreunde die Decke am Boden und haben so ein kleines, wärmendes Gewächshaus geschaffen. Darunter erfrieren die Gemüsepflanzen nicht und die Konstruktion ist schnell wieder abgebaut.

Frost im Frühling: Töpfe und Tüten für einzeln wachsende Pflanzen

Wer nur vereinzelt Pflanzen schützen möchte, braucht keinen Wäscheständer aufzubauen. Mit folgendem Material schützen Gartenfreunde solitär wachsende Pflanzen:

Je nach Größe der Pflanze stülpen Gartenfreunde vor der Nacht einfach einen Topf, Eimer oder kleine Gläser über die einzelnen Pflanzen. Ist nur eine Plastiktüte oder Papiertüte vorhanden, ist das auch kein Problem. Dann nehmen sich Gärtnerinnen und Gärtner aus dem Garten zwei längere Hölzer oder Äste, stecken diese um die Pflanze herum vorsichtig in den Boden und ziehen die Plastiktüte über die zwei Hölzer. Besonders Tomatenpflanzen freuen sich über diesen Schutz im Freien.

Frost im Frühling: Umzugskartons schützen Kübelpflanzen

Auf dem Balkon nehmen in den nächsten Wochen Kübelpflanzen wieder ihren Platz ein. Doch Zitrusbäume sind immer noch sehr empfindlich, wenn es um frostige Nächte geht. Und auch ausgesäte Blumen in Blumenkästen erfrieren schnell. Wer vom letzten Umzug noch Kartons übrig hat, kann den Blumen dann einfach ein kleines Karton-Haus bauen. Dafür stülpen Gärtnerinnen und Gärtner den Karton einfach über den Blumenkasten und schon haben die Pflanzen ein schützendes Dach. Für Zitrusbäume sollten Balkonfans immer noch eine schützende Abdeckung parat haben. Denn sonst stirbt der Zitronenbaum schneller, als er Blüten und Früchte tragen kann.

Frost im Frühling: Feuerkerzen für Obstbäume

Auch andere Obstbäume wie Apfelbäume oder Quittenbäume leiden unter Frost, wenn sie bereits ihre Blüten geöffnet haben. Kommt dort der Frost dazwischen, nimmt die Obsternte erheblichen Schaden. Bauern setzen, um diesen Fall zu verhindern, die sogenannte Frostschutzberegnung ein. Dabei hüllt feiner Sprühregen die Knospen in Wasser, die dann gefrieren und daraufhin von schützendem Eis umgeben sind. Die Knospen erblühen dann erst, wenn es dauerhaft warm genug ist. Diese Methode ist auch sinnvoll, wenn Gartenfreunde zu große Bäume im Garten haben, um ein Vlies darüber zu legen.

Zu sehen sind Knospen eines Obstbaumes, die von einer dünnen Schicht Eis umgeben sind.
So sehen Knospen nach einer Frostschutzberegnung aus (Symbolbild). © IMAGO / Shotshop

Eine andere Methode ist es, gezielt Feuer unter den Bäumen zu legen. Das klingt gefährlicher, als es ist. Mit sogenannten Frostschutzkerzen halten Gartenfreunde die Obstbäume in frostigen Nächten warm. Dafür sollten das Gras und jegliche andere Bepflanzung unter dem Baum zurückgeschnitten sein. Dann gießen Gärtnerinnen und Gärtner den Boden ausgiebig, bis er sichtbar dunkel ist. Danach stellen Pflanzenfans die Frostschutzkerze in der Nähe des Baums auf und zünden sie an, bevor die Temperatur unter null Grad Celsius sinkt. Sie brennt dann die Nacht über bis zum nächsten Morgen. Die Wärme des Eimers dringt dann über den feuchten Boden bis hin zum Baum. *Merkur.de und Soesteranzeiger.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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