Eine ältere Dame steht in einem Beet mit Kohlrabi, in der Linken Hand ein Gartengerät, in der rechten eine Pflanze, und bückt sich.
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Die Bepflanzung eines Gemüsebeets sollte vor dem Ansäen geplant werden (Symbolbild).

Langfristig planen

Fehler beim Gemüseanbau: Diese Fallen sollten Anfänger unbedingt vermeiden

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Viele Pflanzenfans bauen im Frühjahr eigenes Gemüse an. Sei es auf dem Balkon oder im Garten. Bei der Planung und Anzucht kann aber einiges unbewusst falsch angegangen werden.

München – Eigenes Gemüse schmeckt meist viel besser als das aus dem Supermarkt. Geübte Gärtner bauen daher routiniert an und wissen, wie sie mit Problemen umgehen müssen. Anfänger machen aber gelegentlich Fehler, die zu Frust und überflüssigem Gemüse führen können.

Fehler beim Gemüseanbau: Diese Probleme sollten Sie vermeiden

Gemüseanbau will geübt sein, denn nicht alles darf neben- oder nacheinander wachsen. Eine gute Mischkultur ist wichtig, ebenso der Standort, Dünger und Bewässerung. Gerade Anfänger lassen sich aber gerne hinreißen und kaufen das, was auf dem Bild toll aussieht. Glücklich wird man mit spontanem Anbau leider nicht immer.

Diese Planungsfehler sollten Sie beim Gemüseanbau vermeiden:

  • Gemüse anbauen, das einem nicht schmeckt: Klingt abwegig, ist es aber nicht unbedingt. Wir alle mögen manches Gemüse lieber als anderes. Dann gibt es da aber Gemüse, das besonders leicht anzubauen ist oder tolle Raritäten. Schnell landet etwas im Einkaufswagen und Beet, das zwar Eindruck macht, aber uns eigentlich nicht schmeckt. Bauen Sie daher nur an, was Sie oder Ihre Nachbarn und Freunde auch wirklich essen.
  • Zu eng aussäen: Wer direkt im Beet aussät und nicht den Umweg über das Vorziehen wie beispielsweise bei Paprika, Cilli und Peperoni geht, läuft Gefahr, zu eng zu säen. Das geht schnell, vor allem bei Wind. Spätestens, wenn die Pflänzchen dann etwas gewachsen sind, geht es also ans Ausdünnen und umpflanzen, damit das Gemüse nicht um Nährstoffe konkurrieren muss.
  • Zu viel planen: Der Garten ist groß und soll auch komplett genutzt werden? Überdenken Sie das lieber noch mal. Vor allem Anfänger, aber auch Profis mit wenig Zeit, kommen da schnell an ihre Grenzen. Wenn Unkraut und Schädlinge in Schach gehalten werden wollen, geht der Stress los und endet dann mit großer Ernte, die verfault, bevor sie gelagert werden kann. Wer weiß, dass er zwar viel Platz aber wenig Zeit hat, sollte daher erst mal klein anfangen.
  • Keine Wasserstelle in der Nähe: Auch das kann bei größeren Gärten zum Problem werden. Gartenfans mit Schlauch sind da zwar im Vorteil, aber auch der ist nicht unendlich lang. Planen Sie Beete daher nur in der Nähe von Wasserstellen oder verteilen Sie Regentonnen im Garten.
  • Falscher Standort: Vor allem beim Anlegen eines Beets sollten Gartenfans Standort und Qualität der Erde überprüfen. Manche Pflanzen lieben es geschützt und schattig, andere dagegen brauchen Sonne. Bestenfalls bietet das Beet alles davon oder kann um Elemente ergänzt werden. Bodenproben können beim Bestimmen des pH-Werts helfen, alternativ zeigen auf einem naturbelassenen Grundstück auch Zeigerpflanzen an, wie der Boden ist.

All das sind keine schwierigen Entscheidungen – vom Standort des Beetes abgesehen – und die Punkte können einfach beachtet werden. Wer noch neu in der Welt des Anbaus ist, kann auch die Tipps von Stadtbauer Christian Helmer berücksichtigen, über die fuldaerzeitung.de berichtet*. Nach einigen Jahren haben Gartenfans dann ohnehin mehr Erfahrung und können die Aussaat besser planen. Ein Gewächshaus im Garten oder ein Kalter Kasten können zusätzlich helfen. *fuldaerzeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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