1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern

Ernte schützen: Warum ein Obstnetz als Abwehr keine gute Idee ist

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Die Beeren-Ernte im Garten teilen Gartenfans ungern mit Vögeln und anderen Tiere im Garten. Als Schutz ist ein Obstnetz jedoch nicht geeignet.

Hilpoltstein – Der September lockt bei herbstlichem Sonnenlicht noch viele Gartenfans nach draußen, um die reiche Beeren-Ernte von Johannisbeere, Blaubeere oder Kirschen einzusammeln. Doch so mancher Gärtner staunt, denn die behangenen Sträucher und Bäume präsentieren an einem Tag noch die reichste Ernte an und sind am nächsten Tag schon halb leer gefressen. Denn auch Tiere im Garten, vor allem Vögel, schnappen sich die leckeren Früchte oft weg, bevor Gartenfreunde selbst ernten. Die Beerensträucher lassen sich jedoch schützen.

Ernte schützen: So halten Sie hungrige Vögel auf Abstand von Ihren Beerensträuchern

Natürlich ist Naturschutz im September im Garten wichtig und Gartenfans sollten nicht alle Beeren sofort ernten. Denn Vögel, Insekten, aber auch andere Tiere freuen sich über die Nahrungsquelle vor dem Winter. Doch bekanntermaßen teilen Tiere ungern mit dem Menschen, weswegen die Beerenernte ohne Schutz nach wenigen Tagen meist schon verspeist ist. Das ist ärgerlich für alle, die sich auf leckere Naschereien gefreut hatten, Gartenfans können es aber verhindern. Besonders gerne naschen zum Beispiel Amseln, Ameisen, Bienen, Wespen und Stare an den Früchten.

Die wohl bekannteste Abwehr von Vögeln und anderen Tieren sind Obstnetze. Die spannen Gartenfreunde um den jeweiligen Baum oder Strauch und verwehren so hungrigen Tieren den Zutritt zu ihrem Snack. Das funktioniert zwar gut, ist aber nicht sonderlich tierfreundlich. Laut dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) nehmen besonders Vögel das grüne Netz nicht wahr, verheddern sich mit ihren Flügeln darin und strangulieren sich im schlimmsten Fall. Der Schutz der Beeren wird also zur tödlichen Falle für Vögel. Andere Methoden sind hingegen ebenfalls effektiv und bringen Vögel nicht in Gefahr.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Ernte schützen: Jenseits der Obstnetze

Der LBV weist auf Alternativen hin, die die Beeren und Tiere schützen. So ziehen Beerensträucher und -bäume besonders Stare magisch an. Statt diese mit einem Netz abzuwehren, lassen sie sich aber auch durch andere Stare abhalten. Denn die Tiere verteidigen vehement ihr Revier. Wer also ein Starenpaar im Garten beherbergt, der kann sicher sein, dass es nicht mehr als zwei Stare werden. Mit dem passenden Nistkasten gelingt das recht gut. Damit dann die eigene Ernte noch groß genug ist, lohnt es sich, einen zusätzlichen Beerenstrauch zu pflanzen, auf den die Stare ausweichen. Stare fressen zum Beispiel folgendes Obst besonders gerne:

Ebenfalls gut funktioniert ein sogenannter Abwehrdrachen. Der hält sicher nicht alle Vögel ab, doch schlägt einen Großteil sicherlich in die Flucht. Am besten montieren Gartenfreunde den gebastelten, kleinen Drachen an einer langen Stange und lassen ihn über den Beerensträuchern fliegen. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant