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Erbsen aussäen: Mit diesen Sorten machen Sie alles richtig

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Von: Anna Katharina Küsters

Erbsen unterteilen Gartenfreunde in drei Gruppen. Jede Gruppe enthält unterschiedliche Sorten. Die einen von ihnen sind früher reif, die anderen später. Auch die Größe der Pflanzen unterscheidet sich.

Münster – Erbsen gehören in jeden Gemüsegarten, der auf Vollständigkeit setzt. Die Hülsenfrüchte sind nicht nur gesund, sie wachsen auch schnell und bringen gute Ernteerträge. Der richtige Standort im Gemüsebeet oder auf dem Balkon ist dabei jedoch entscheidend, denn haben die Pflanzen nichts zum Klettern, sieht es schlecht aus.

Erbsen aussäen: So rankt die Pflanze bald in Ihrem Garten

Die Geschichte der Erbse geht weit zurück, denn bereits 8.000 v. Chr. bauten Menschen die Hülsenfrüchte an und verwendeten sie als Nahrungsmittel. Dabei gibt es Erbsen-Funde in beispielsweise Syrien, Anatolien, Bulgarien oder auf Zypern. Erbsen fungieren seit jeher als Symbol, jedoch für sehr unterschiedliche Dinge. Auf der einen Seite ist es das Symbol für Fruchtbarkeit, so will es der Brauch, dass Menschen an Hochzeiten Erbsen über das Brautpaar werfen. Auf der anderen Seite ist es das Symbol für den Tod, denn als Totenspeise nach der Beerdigung ist Erbsensuppe auch heute noch nicht selten. Laut Aberglauben sollten Menschen in der Karwoche vor Ostern ebenfalls keine Erbsen essen, denn dann würde es bald eine Leiche im Haus geben.

Wie auch immer Gartenfreunde Erbsen als Symbol deuten, als Hülsenfrucht sind sie überaus gesund und leicht im Garten oder auf dem Balkon zu säen. Als einjährige Pflanze bringt sie dann im Sommer nicht nur reiche und leckere Ernte, sondern verziert den Garten auch mit ihren rankenden Trieben. Die Wahl der Sorte ist vor der Aussaat entscheidend, denn manche Exemplare erreichen eine Höhe von zwei Metern. Kleiner wachsende Erbsen-Sorten sind besser geeignet für eine Pflanzung auf dem Balkon, dort sollten sie halbschattig stehen*. Laut der Landwirtschaftskammer NRW gibt es drei Arten von Garten- und Pflückerbsen:

Folgende Sorten Erbsen sind beispielsweise empfehlenswert:

Das Reich der Erbsensorte ist riesig, sodass Gartenfreunde für jeden Standort beim Saatgutkauf sicherlich die passende Sorte finden.

Erbsen aussäen: Standort und die richtigen Nachbarn

Als Aussaatort sollten Gartenfreunde einen Bereich im Garten wählen, der nährstoffreiche und lockere Erde bietet. Staunässe oder zu viel Feuchtigkeit vertragen Erbsen hingegen nicht so gut. Gärtnerinnen und Gärtner mit Lehmboden im Garten sollten diesen daher vor der Aussaat dringend auflockern und mit Kompost anreichern. Der Platz der Erbse sollte möglichst sonnig sein.

Um eine möglichst erfolgreiche Ernte einzufahren, ist es sinnvoll, die Erbsen in einer gesunden Mischkultur zu pflanzen. Das bedeutet konkret, dass sie nicht neben anderen Hülsenfrüchten wachsen sollte und auch Nachtschattengewächse wie Aubergine und Bohnen nicht als Nachbarn haben darf. Öfter als alle vier Jahre sollte ein und dieselbe Stelle im Beet jedoch nicht mit Erbsen bepflanzt sein. Da Erbsen Stickstoff binden, sind sie in der Regel als Vorkultur im Frühjahr zu empfehlen.

Auf dem Balkon wachsen Erbsen gut in Töpfen oder in Hochbeeten. Wichtig ist, dass sowohl im Gemüsebeet als auch auf dem Balkon immer eine Rankhilfe zur Verfügung steht. Dafür eignet sich alles, woran sich die Erbsen festklammern können wie zum Beispiel langen Weidenstöcken oder angefertigte Holzgitter aus dem Fachhandel. Die Größe hängt dabei von der jeweiligen Erbsensorte und deren Drang, in die Höhe zu wachsen, ab.

Erbsen aussäen: Aussaat und Pflege

Haben Gartenfreunde den richtigen Platz auf dem Balkon und im Garten gefunden, geht es im Frühjahr an die Aussaat. Entweder ziehen Gärtnerinnen und Gärtner die kleinen Keimlinge in einer Anzuchtschale zu Beginn des Jahres vor oder sie säen sie direkt ins Freie. Das ist zwischen März und April möglich, wenn der Boden nicht mehr komplett gefroren ist. Jedoch hängt der genaue Zeitpunkt auch hier wieder von der jeweiligen Sorte ab.

Bei der Aussaat bereiten Pflanzenfans etwas vier Zentimeter tiefe Aussaatrillen und legen dorthinein alle vier Zentimeter ein Saatkorn. Darüber geben Gartenfreunde etwas Erde und drücken diese leicht an. Ist der Frost noch zu stark, nutzen mobil aufstellbare Schutzmaßnahmen. Sind die Keimlinge durch die Erdoberfläche gebrochen, müssen Gartenfreunde regelmäßig die Erde lockern, gießen und ein Mal mulchen. Die Rankhilfen verleihen den Pflanzen ab einem gewissen Punkt dann mehr Standfestigkeit, leichtes Anhäufeln der Erde unterstützt dies jedoch auch.

Erbsen aussäen: Ernte der ersten Erbsen

Ähnlich wie beim Aussaatzeitpunkt variiert auch der Erntezeitpunkt der Erbsen je nach Sorte. In der Regel lässt sich aber festhalten, dass Erbsen bereits nach zwei Wochen erntereif sind. Es ist sinnvoll, die Erbsen möglichst zügig zu ernten, denn je nach Stärkegehalt verliert die Frucht sonst ihren Geschmack und bekommt eine mehlige Konsistenz. Der Erntezeitpunkt liegt dann zwischen Juni und Juli. Die meisten Erbsen müssen Gartenfreunde pflücken, sonst bilden sich keine neuen Hülsen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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