Zu sehen ist eine gelb blühende Mahonie (Symbolbild).
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Je nach Sorte blüht die Mahonie bereits ab Januar (Symbolbild).

Wintergarten für die Nase

Duftgehölze: Diese Sträucher verströmen im Winter einen betörenden Geruch

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Längst wissen Gärtner, dass die kalte Jahreszeit keinesfalls das Ende eines blühenden Gartens ist. Einige Sträucher verströmen im Winter sogar einen besonders angenehmen Duft.

Hamburg – Der eigene Garten im Winter muss nicht trist und grau aussehen. Wer richtig plant und pflanzt, hat auch im Winter Freude an verschiedenen blühenden Pflanzen. Und viele davon bescheren Gartenfans nicht nur bunte Blüten, sondern legen zudem einen wohlriechenden, dezenten Duft über den Garten.

Duftgehölze: Diese Pflanzen verströmen im Winter einen herrlichen Duft

Bei der Gartenplanung sollten Gärtnerinnen und Gärtner nicht nur den Frühling, Sommer und Herbst bedenken, sondern auch schon an die kalten Wintermonate denken. Denn dann überleben nur ganz bestimmte Pflanzen die Zeit im Garten. Wer also seinen Garten gestaltet, sollte im Hinterkopf behalten, dass er sich auch im Winter mit den richtigen Pflanzen einen grünen, blühenden Garten anlegen kann. Mittlerweile gibt es viele Gehölze in Form von Sträuchern, die aufgrund der kalten Temperaturen ihre Pracht erst richtig entfalten können.

Zu Beginn sollten Gartenfans daher den Unterschied zwischen Gehölzen und Sträuchern kennen. Per Definition sind Gehölze alle Pflanzen, deren oberirdisch liegender Teil verholzt. Dieser Teil verändert seinen Zustand danach nicht mehr. Ein Strauch hingegen ist eine bestimmte Wuchsform von Gehölzen. Ihr Hauptmerkmal ist, dass sie nicht nur einen Hauptstamm haben, sondern sich schnell in mehrere Hauptstämme verzweigen. (Rasen: In fünf Schritten zur winterfesten Grünfläche)

Duftgehölze: Ein olfaktorisch wertvoller Garten

Die meisten im Winter blühenden Gehölze sind nicht nur schön anzusehen, sondern im späten Winter auch die ersten Sträucher, die Bienen und anderen Insekten und Tieren Nahrung bieten. Sträucher für einen duftenden, blühenden Garten im Winter sind zum Beispiel:

Der Winter-Schneeball trägt seine Liebe für kalte Temperaturen schon im Namen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) blüht der auch als Duftschneeball bezeichnete Strauch von November bis März. Und dabei ist der Winter-Schneeball sehr pflegeleicht. Solange er an einem sonnigen oder halbschattigen Ort steht und lockere sowie feuchte Erde um sein Wurzelwerk hat, blüht und duftete er den ganzen Winter über. Daneben ist er auch aus ökologischer Sicht ein wertvoller Strauch. Denn seine roten Beeren bieten Vögeln und anderen Tieren in der kalten Jahreszeit eine Nahrungsquelle. Der Winter-Schneeball bringt rosafarbene Blütenbälle hervor, die jedes Grau aus dem winterlichen Garten vertreiben. (Beeren-Arten: Diese dürfen Sie im Herbst verzehren, und diese sind giftig)

Die beste Jahreszeit für einen prächtigen Blütenstand trägt auch die Winter-Duftkirsche bereits im Namen. Ihren Hauptauftritt hat sie von Januar bis April, wenn ihre rosa und weißen Blüten den Garten verzaubern. In der Regel erreicht der Strauch eine Höhe von zwei Metern, sodass er sich sowohl als Zierstrauch als auch als Hecke eignet. Auch die Kirsche verlangt nach einem sonnigen Platz, ist aber ansonsten anspruchslos.

Duftgehölze: Honig und Vanille in der Luft

Neben den rosa und weiß blühenden Exemplaren im Garten verleihen verschiedene Sorten der Mahonie dem Garten einen gelben Anstrich. So zum Beispiel die Sorte „Winter Sun“. Laut dem Südwestrundfunk (SWR) verströmt sie einen Duft nach Honig und blüht ab Januar im Garten. Im Gegensatz zu den vorher genannten Pflanzen mag die Mahonie es schattig und kann bedenkenlos unter größere Bäume gesetzt werden. (Bäume unterpflanzen: Diese Pflanzen eignen sich dafür)

Ebenfalls im gelben Kleid tritt die Chinesische Winterblüte auf. Sie blüht in weniger kalten Wintern von November bis März und verströmt einen Duft, der an Vanille erinnert. Der Strauch mag es sonnig und gleichbleibend feucht, verträgt Staunässe jedoch gar nicht. Ansonsten hat sich die Chinesische Winterblüte als pflegeleicht erwiesen, denn ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nötig und eine Düngung mit Kompost nur ein Mal im Jahr.

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