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Düngen mit Kalk: So versorgen Sie Ihr Beet mit den richtigen Nährstoffen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Von Zeit zu Zeit brauchen Pflanzen im Garten Nährstoffe, um lange und gesund wachsen zu können. Kalk ist dabei ein wichtiges Düngemittel. Wer Kalk richtig portioniert, kann damit Erfolge im Beet erzielen.

Münster – Ein Garten, der prächtig blühen und gedeihen soll, braucht nicht nur regelmäßig Wasser, sondern auch Nachschub in Sachen Nährstoffe. Über die Wochen und Monate zehren Blumen, Gemüse, Rasen und Obst sowie Sträucher und Gehölze den Boden aus, sodass Düngen unerlässlich ist. Gärtnerinnen und Gärtner sollten aber nicht planlos düngen, sondern mit Bedacht. Ein Dünger, nach dem der Boden zeitweise verlangt, ist Kalk. Dabei ist die richtige Menge besonders wichtig.

Düngen mit Kalk: So versorgen Sie Ihr Beet mit den richtigen Nährstoffen

Grundsätzlich gilt, dass beispielsweise Pflanzen wie Hortensien, Rhododendron und Kamelien keinen Kalk vertragen. Daher sollten sich Gartenfreunde zuvor informieren, ob ihre Pflanzen überhaupt diese Art der Düngung brauchen. Eine Kalkdüngung sollten Gartenfreunde zudem nicht nach Belieben durchführen, sondern nach einer Bodenprobe bewusst und gezielt die Erde unterstützen.

Kalk erhöht den pH-Wert im Boden und wirkt daher nur bei zu niedrigen Werten im Boden positiv. Auch braucht ein Garten nicht jedes Jahr eine Kalkdüngung, das würde den Boden nur auslaugen und untauglich machen. Alle drei bis vier Jahre ist ausreichend. (Birnbaum: So bekommen Sie eine reiche Ernte)

Stimmen alle Komponenten, hat Kalkdünger laut der Landwirtschaftskammer NRW folgende Vorteile:

  • Die Bodenstruktur verbessert sich: Aufgrund des Kalks verbinden sich die vorhandenen Tonteilchen und daraus können stabile Bodenkrümel entstehen. Das ist besonders bei tonreichem Boden wichtig, da dieser dann nicht mehr so stark verdichten und die Wurzeln der Pflanzen besser wachsen können. Zudem kann so mehr Wärme und Luft in den Boden dringen.
  • Bessere Nährstoffaufnahme: Kalkdünger kann dazu führen, dass Pflanzen andere Nährstoffe besser aufnehmen und dadurch kräftiger wachsen und gesünder bleiben.
  • Neutralisierung der Bodensäure: Im Laufe der Zeit kann der Boden zu sauer werden. Kalk wirkt dieser Entwicklung entgegen.

Düngen mit Kalk: Diese Kalkdünger gibt es

Wer sich für eine Kalkdüngung entschieden hat, muss nun noch die richtige Sorte auswählen. So gibt es beispielsweise folgende Kalkdünger mit verschiedenen Wirkungen:

BranntkalkBesteht zu 80 bis 95 Prozent aus Caliumoxid, gebrannter Kalk wirkt schnell und kommt hauptsächlich in der Landwirtschaft zum Einsatz. Für den Heimatgarten eignet er sich nicht gut.
MischkalkEine Mischung aus Branntkalk und kohlesaurem Kalk, wirkt schnell aber auch nachhaltig
Kohlensauerer KalkBesteht zu 75 bis 95 Prozent aus Caliumcarbonat und Magnesiumcarbonat, wirkt langsam und nachhaltig und eignet sich gut zum düngen im Garten. Im besten Fall bringen in Gartenfreunde im Herbst aus.

Grundsätzlich gilt, dass sandige Böden alle zwei bis drei Jahre pro Quadratmeter etwa 150 Gramm oben genannten kohlesauren Kalk benötigen. Beim Kalken muss immer auch die zu düngende Pflanze im Mittelpunkt stehen. Denn Gemüsepflanzen verlangen beispielsweise nur nach einem schwach sauren Boden mit einem pH-Wert von 5,3 bis 7. Ein neutraler Boden hat den pH-Wert 7, ein saurer Boden trägt einen Wert kleiner als 7 und ein basischer Boden einen Wert größer als 7. (Sonnenhut: Diese Pflanze bringt auch im Oktober noch Farbe in den Garten)

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