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Coppicing: Diese Methode verhilft Ihnen zu neuen Gestaltungsmöglichkeiten

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein hölzerner Busch, den ein Gärtner mit einer Astschere zurückschneidet (Symbolbild).
Beim Coppicing schneiden Gartenfans Gehölze stark zurück (Symbolbild). © LianeM/Imago

Coppicing ist ein Weg, junge Bäume in ihrem Wachstum zu lenken und einzudämmen. So werden neue Planungen für den Garten möglich.

Leipzig – Ein Garten erfordert vor allem ab einer bestimmten Größe etwas Geschick und Planungsbereitschaft. Denn einfach irgendwelche Pflanzen in die Erde zu setzen, führt sehr schnell zu Chaos. Besonders beim Anpflanzen von Gehölzen und größeren Bäumen muss vorher klar sein, welche Höhe die Pflanzen erreichen und wie breit sie ausgewachsen sein werden. Gärtnerinnen und Gärtner, die hingegen frühzeitig die Größe der Gehölze kontrollieren wollen, sollten es mit dem sogenannten Coppicing probieren.

Coppicing: So werden aus jungen Bäumen handliche Sträucher

Coppicing ist der englische Begriff für „abholzen“. Das klingt zuerst recht brutal, gibt Gartenfreunden aber eine gute Möglichkeit, frühzeitig in die Gartengestaltung einzugreifen. Beim Coppicing schneiden Gartenfans Gehölze schon als Jungpflanze regelmäßig radikal ein Mal im Jahr zurück. So wachsen die Pflanzen, die eigentlich zu stattlichen Bäumen in die Höhe schießen würden, als Büsche und Sträucher heran.

Die Pflegetechnik erlaubt es Gärtnerinnen und Gärtnern, Pflanzen zu kombinieren, die normalerweise so unterschiedlich in ihrem Wuchs sind, dass sie nicht nebeneinander passen. Ein Beispiel dafür ist das Kombinieren von Stauden mit Gehölzen. Normalerweise wachsen Pflanzen dieser zwei Gruppen nur schwerlich Seite an Seite, da das Gehölze spätestens nach ein paar Jahren deutlich höher ist, den Stauden das Licht klaut und viel Platz einfordert. Doch mit der Coppicing-Methode überschreiten die Gehölze nie eine bestimmte Größe und können sich mit Stauden ein Beet teilen. Wer überhängende Äste des Nachbarn zurückschneiden möchte, sollte demjenigen vorher Bescheid geben*.

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Coppicing: Weitere Vorteile für den eigenen Garten

Neben dem gestalterischen Element sprechen aber auch noch andere Punkte für das Coppicing, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet:

Das Gartenbild verändert sich also durch das Coppicing deutlich und erreicht eine noch nicht entdeckte Vielfältigkeit. Wer es im eigenen Garten ausprobieren möchte, sollte sich jedoch nicht an alten Bäumen austoben. Die Coppicing-Methode funktioniert nur bei Jungpflanzen, die Gartenfans in die Erde setzen und ein Jahr danach im Frühjahr beginnen, auf 20 Zentimeter über dem Boden zurückzuschneiden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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