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Von Cola-Kraut bis Mojito-Minze: Neue Kräuter im Garten pflanzen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ines Alms

Cola-Kraut, Mojito-Minze und Indianernessel: Die neuen Stars im Kräuterbeet sehen exotisch aus und erfreuen Gartenfreunde mit ungewöhnlichen Aromen.

München – Zitronenthymian und Ananas-Salbei gehören inzwischen zum guten Ton im Kräutergarten. Aber haben Sie schon einmal etwas vom Cola-Kraut, Indianernesseln oder Prickelknöpfen gehört? Wie man die Mojito-Minze anbaut und was man damit macht? Eines ist diesen Exoten allen gemein: Die Kräuter haben fantasievolle Namen und schmecken auch so, nach Desserts oder Gewürzen aus fernen Ländern. Im Gartencenter finden sich immer mehr dieser ungewöhnlichen Pflanzen.

Cola-Kraut und Mojito-Minze: Exotische Kräuter im heimischen Beet

Bei dem Cola-Strauch (Artemisia abrotanum var. maritima), der eng verwandt mit der Eberraute ist, ist der Name Programm. Das Würz- und Heilkraut schmeckt süßlich nach dem gleichnamigen Softdrink. Der Anbau im heimischen Garten ist für Fans der Prickelbrause also genau das Richtige. Da der bis zu einem Meter hohe Strauch zu den winterharten Kräutern zählt, ist die Ernte das ganze Jahr über möglich. Besonders wohl fühlt sich das Cola-Kraut in der Sonne und in kalkhaltigem, humosen Boden. Die jungen Triebe machen sich mit ihren Gerb- und Bitterstoffen gut in Tee und bringen eine interessante Note an Salate, Saucen und Fleischgerichte. Was halten Sie von Cola-Kraut?

Die Mojito-Minze (Mentha Nemorosa) heißt auch Cocktail-Minze oder Hemingway-Minze. Kuba, Mojitos und der Schriftsteller Hemingway sind untrennbar miteinander verbunden. Die Minze macht aber nicht nur in Longdrinks eine gute Figur. Die Unterschiede zu anderen Minzesorten sind geringfügig. Sie ist der Marokkanischen Minze sehr ähnlich und findet wie die meisten anderen Sorten ihren Einsatz in der Küche. Nur von der Pfefferminze unterscheidet sie sich durch ihren geringeren Mentholgehalt, dadurch hat sie weniger Schärfe. Die winterharte Mojito-Minze sehr wuchsfreudig und anspruchslos.

Die Indianernessel – ein schmucker Duftstrauch mit vielen Namen

Eine pink blühende Indianernessel, auch Goldmelisse oder Scharlach-Monarde genannt (Monarda didyma) (Symbolbild)
Die Indianernessel bereichert Desserts mit ihrem Bergamotte-Aroma. (Symbolbild) © Karina Hessland/Imago

Die Indianernessel (Monarda didyma) hat zahlreiche Namen – wie Wilde Bergamotte, Goldmelisse oder Pferdeminze. Der meist in Violett- oder Pinktönen blühende, intensiv duftende Strauch wird über einen Meter hoch und ist eine schöne Schmuckpflanze im Garten. Sie verträgt leichten Schatten gut, mag aber einen nährstoffreichen Boden. Da die Indianernessel ähnliche Inhaltsstoffe wie Thymian hat, lassen sich die Blätter wie dieser als Gewürz im Tee, in Suppen oder in Fleischgerichten verwenden. Die hübschen Blüten sind eine Bereicherung in Potpourris.

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Von Currykraut bis Wasabi: Große Vielfalt im Kräuterbeet

Es gibt noch eine Menge anderer neuer exotischer Gewürz-und Heilkräuter, die mit ihrem interessanten Wuchs nicht nur den Garten schmücken, sondern mit ihren Aromen die Küche bereichern:

Für alle Kräuter gilt: Achten Sie bei der Pflanzung auf die richtige Auswahl der Erde, da jedes Kraut eigene Ansprüche an den Nährstoffbedarf hat und die Erde die Aromabildung beeinflusst.

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