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Chrysanthemen: Deswegen lohnt es, verblühte Blüten abzupflücken

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Von: Anna Katharina Küsters

Chrysanthemen bringen Farbe auf den herbstlichen Balkon oder in das herbstliche Blumenbeet. Sie sind pflegeleicht und bilden immer wieder neue Blüten.

Hamburg – Im September schleicht sich so langsam der Herbst in den Alltag und Garten ein. Doch auch in den Herbstmonaten muss der Garten nicht grau und verblüht aussehen, denn es gibt eine Menge Pflanzen, die ihre Blüten erst jetzt zeigen. So zum Beispiel auch Chrysanthemen. Damit diese den Winter auch überstehen, müssen Gartenfans auf die richtigen Sorten setzen.

Chrysanthemen: So pflegen Sie die Herbstblumen richtig

Chrysanthemen, botanisch Chrysanthemum, gehören zur Familie der Korbblütler und sind eng verwandt mit Astern. Das Angebot von Chrysanthemen-Arten ist groß, mittlerweile gibt es über 40 Arten und über 5.000 Sorten. Ihren Ursprung haben Chrysanthemen in Asien, wo die Pflanzen auch wild wachsen.

Zu unterscheiden sind beim Kauf sogenannte Herbst-Chrysanthemen und Winter-Chrysanthemen beziehungsweise Garten-Chrysanthemen. Die dazugehörigen Sorten unterscheiden sich, da Winter-Chrysanthemen winterhart sind, Herbst-Chrysanthemen hingegen nicht. Die winterharten Sorten bieten sich vor allem an, wenn Gartenfans mehrere Jahre pflegeleichte, wunderschöne Herbstbepflanzung in ihren Beeten und Blumentöpfen wünschen. Winter-Chrysanthemen haben den Vorteil, dass die Gärtnereien sie bereits im Freien ziehen, sodass sie nicht nur gut gewappnet gegen schlechtes Wetter sind, sondern auch eine intensivere Blütenfarbe entwickeln.

Zu sehen sind pink-weiße Blüten einer Chrysantheme in Nahaufnahme (Symbolbild).
Chrysanthemen blühen bis weit in den November hinein (Symbolbild). © Sergei Malgavko/Imago

Chrysanthemen: Die wichtigsten Sorten

Um einen kurzen Überblick über die häufigsten und schönsten Chrysanthemen-Sorten zu bekommen, lohnt es sich, die Unterteilung in Herbst- und Winter-Chrysanthemen beizubehalten.

Besonders populäre Sorten unter den Herbst-Chrysanthemen sind:

Unter den Winter-Chrysanthemen sind besonders folgende Sorten bekannt:

Die winterharten Chrysanthemen sind im Verkauf definitiv auf dem Vormarsch, denn viele Gartenfreunde wissen die mit ihnen verbundene Pflegeleichtigkeit zu schätzen. Wer nicht nach Sorten einkaufen möchte, kann sich auch von den Blütenfarben leiten lassen.

Chrysanthemen: Standort und Pflege

Chrysanthemen können sowohl im Beet als auch im Topf wachsen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) eignen sich besonders für den Balkon oder die Terrasse sogenannte Topf-Chrysanthemen, auch als Strauchmargerite bekannt, gut. Besonders lange können sich Gartenfreunde über die Blüten freuen, wenn sie verblühte Exemplare herausschneiden. Dann bildet die Pflanze in einem fort neue Blütenknospen. Wer sich für Herbst-Chrysanthemen entschieden hat, kauft meist einjährige Pflanzen. In dieser Zeit brauchen die Pflanzen keinen Dünger mehr, die Nährstoffe in der Pflanzenerde reichen aus. Gärtnerinnen und Gärtner müssen lediglich darauf achten, dass die Erde im Topf immer feucht bleibt. Damit keine Staunässe entsteht, ist eine Drainageschicht im Topf Pflicht. Am besten steht der Topf mit Chrysanthemen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz.

Die Ansprüche von mehrjährigen Chrysanthemen im Beet sind ähnlich. Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige Erde, die immer feucht sein sollte. Staunässe hingegen vertragen Chrysanthemen überhaupt nicht, weswegen der Platz im Beet nicht an einer zu dunklen und nassen Stelle im Garten sein sollte. Haben Gartenfreunde Winter-Chrysanthemen im Topf gekauft, dürfen die nach der Blüte ins Beet. Der Boden muss noch frostfrei sein, dann hat die Blume genug Zeit, bis zum Winter anzuwurzeln. Wer Chrysanthemen aus Samen ziehen möchte, sollte das Saatgut im Frühjahr aussäen*.

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Chrysanthemen: Rückschnitt und Überwinterung

Im März, sobald es nicht mehr friert, müssen die Winter-Chrysanthemen dann zum Rückschnitt antreten. Die jungen Triebe sparen Gartenfreunde dabei aus und schneiden nur alte, verwelkte Zweige so nah wie möglich am Boden ab. Die mehrjährige Pflanze freut sich dann im Frühjahr über eine Düngung mit etwas Kompost. Im Winter müssen auch die Wurzeln von winterharten Chrysanthemen mit mehreren Lagen Tannenreisig abgedeckt sein. Mehrjährige Chrysanthemen, die im Topf wachsen, müssen dann einen Platz im Wintergarten mit gemäßigten Temperaturen (maximal acht Grad Celsius) bekommen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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