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Christrosen nach der Blüte: Deshalb ist eine Kontrolle der Pflanze nicht nur sinnvoll, sondern notwendig

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine weiße Blüte der Christrose.
Im Februar endet die Blütezeit der Christrose (Symbolbild). © IMAGO / Petra Schneider

Ist die Blütezeit der Christrose Ende Februar vorbei, lohnt es sich, die Pflanze genau zu untersuchen. Denn über den Winter schleichen sich gerne Schädlinge und Krankheiten ein.

Münster Christrosen sind die perfekte Winterbepflanzung für den Balkon, die Terrasse oder das Blumenbeet. Denn ihre weißen Blüten bringen etwas Leben in einen eher grauen und braunen Garten ab November und sie trotzen Kälte und Schnee ohne größere Probleme. Im Februar übergibt die Christrose dann den Frühblühern die Bühne. Gartenfreunde sollten die Pflanze dann auf Schädlinge untersuchen und mit Dünger unterstützen.

Christrosen nach der Blüte: So pflegen Sie die Pflanze nach dem Winter

Die Christrose hat ihre Heimat in den Alpen, also dem südlichen Mitteleuropa. Sie gehört zu den Hahnenfußgewächsen und blüht von November bis Februar. Ihre weißen und rosafarbenen Blüten kommen besonders dann zur Geltung, wenn die Pflanze im Halbschatten wächst. Sie eignet sich gut als Unterpflanzung von größeren Bäumen und als Kübelpflanze für den Balkon. Kalkhaltiger und alkalischer Boden schmeichelt den Pflanzen besonders, Staunässe darf es hingegen im Erdreich und im Topf nicht geben.

Vorsichtig müssen Gartenfreunde mit den Samen der Christrose sein, denn diese sind hochgiftig. Dennoch gilt die Christrose schon lange als Heilpflanze beziehungsweise wurde bereits in der Antike gegen Feinde eingesetzt. Dafür gaben die Menschen ihren Gegenspielern damals Trinkwasser, das mit Christrosen-Extrakt gemischt war. So bekamen die Feinde Durchfall und Magenkrämpfe.

Christrosen nach der Blüte: Kontrolle ist besser

Als einer der wenigen Winterblüher verziert die Christrose viele Monate die Gärten, wenn andere Pflanzen längst aufgegeben haben. Ende Februar übergibt sie das Zepter aber an die Frühblüher wie beispielsweise das Frühlings-Alpenveilchen. Diese Blume blüht auch schon, wenn noch Schnee im Garten liegt*.

Gartenfreunde sollten die Christrose daher nach der Blüte auf Schwachstellen untersuchen. Zu dieser Routineuntersuchung der Christrose gehört:

Die Christrose ist besonders anfällig für die Schwarzfleckenkrankheit. Dabei entstehen laut der Landwirtschaftskammer NRW aufgrund von bestimmten Pilzen (Coniothyrium hellebori) an Blättern und Stielen der Pflanze schwarze Flecken. Entdecken Gartenfreunde bei der Kontrolle diese Flecken, ist es Zeit zu handeln. Zuerst sollten die betroffenen Pflanzen in den Restmüll, damit sie die Pilzkrankheit nicht auf gesunde Pflanzen übertragen. Gärtnerinnen und Gärtner dürfen die befallenen Pflanzen dabei nicht auf den Kompost werfen, da sich die Schwarzfleckenkrankheit dann dort weiterverbreiten kann.

Zudem sollten Gartenfreunde darauf achten, dass die Christrose an einem luftigen Ort steht. Dringt kein Windzug an die Pflanze, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich die Schwarzfleckenkrankheit besser ausbreitet.

Beim Rückschnitt entfernen Gartenfreunde nur die Blütenstiele so tief wie möglich am Kern. Die Blätter darf die Pflanze behalten. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen benötigt die Christrose nach ihrem Verblühen keinen Dünger, eine Düngung ist erst im Sommer sinnvoll. Das liegt unter anderem daran, dass die Christrose Ende Februar in einen Ruhezustand übergeht und die Düngerkraft erst wieder im Sommer nutzen kann, wenn sie neue Wurzeln bildet. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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