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Bonsai: So mischen Sie Ihre eigene Erde für den teuren Baum

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Von: Joana Lück

Ein schöner Bonsai ist meist der ganze Stolz von Hobby-Gärtnerinnen und Hobby-Gärtnern. Die Pflanzen bevorzugen aber sehr hochwertige Erde, die Sie selbst herstellen können.

Leipzig – Ein regelmäßiger Schnitt, viel Pflege und Aufmerksamkeit: Bonsaipflanzen sind nichts für Ungeübte, die gerne von schönem Grün umgeben sind, ohne dabei groß einen Finger zu rühren. Die Erde spielt beim Wohlbefinden des Gewächses eine entscheidende Rolle.

Bonsai: So mischen Sie Ihre eigene Erde für den teuren Baum

Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) stammt das Wort Bonsai aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie „Pflanzung in der Schale“. Der Baum stehe dabei symbolisch für die Natur, die der Mensch gestalte, so der MDR. Der Bonsai soll eine Miniatur-Kopie der jeweiligen Baumart in freier Natur darstellen. Die Erde eines Bonsais ist nicht nur dafür da, ihn festzuhalten, sondern sie versorgt die Pflanze auch mit Nährstoffen. Folgende Eigenschaften sollte die Erde für einen Bonsai haben:

Eine junge Frau, die einen Bonsai einpflanzt. (Symbolbild)
Die richtige Bonsaierde ist entscheidend für die Gesundheit Ihrer Pflanze. (Symbolbild) © Elena Helade/Imago

Herkömmliche Blumenerde bedeutet für den Bonsai das Aus. Es gibt zwar spezielle Bonsaierden, die einen niedrigen pH-Wert haben und Kanuma, ein japanisches Granulat enthalten, aber bei der passenden Erde für Ihren Bonsai kommt es vor allem auch auf die Art Ihres Bonsais an. So bevorzugen Nadelbäume Erdmischungen aus Sand, Lehm und Torf im Verhältnis 2:2:1, Kiryu-Erde, Bimskies und Akadama im gleichen Verhältnis sowie Bimskies, Akadama und Lavagranulat im Verhältnis 1:1:2.

Bonsai: Diese Substrate kommen in Frage

Bei Zimmer-Bonsais und Laubgehölzen ist eine hohe Wasserspeicherfähigkeit, wie Akadama sie garantiert, wichtig. Gute Mischungen sind hier Akadama, Bimskies und Lava im Verhältnis 2:1:1 sowie Kanuma, Akadama und Bimskies im gleichen Verhältnis. Kanuma ist ein leichteres Substrat als Akadama, das zudem einen saureren ph-Wert aufweist. Das Substrat speichert Wasser gut und lässt es gleichzeitig abfließen, wenn Staunässe droht.

Zu beachten ist, dass neben dem Substrat auch der pH-Wert in der Schale stimmen sollte. Es gibt spezielle Tests woraufhin man den Wert entsprechend nach oben oder nach unten korrigieren kann. Der Wert sollte zwischen sechs und sechseinhalb liegen.

Bei guter Pflege kann so ein Bonsai nicht nur alt, sondern auch recht wertvoll werden.

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