Blütenteppich für den Garten

Die schönsten Bodendecker: Diese Pflanzen bereichern Ihren Garten

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
    schließen

Bodendecker breiten sich rasant aus und sind dann kaum mehr zu bändigen. Mit den richtigen Pflanzen verwandeln Sie Ihren Garten aber in ein Blütenmeer. Das sind die schönsten.

München – Bodendecker dürfen meist da wuchern, wo Gärtner Kahlstellen im Garten haben oder keine anderweitige Nutzung vorgesehen ist. Da sich Bodendecker aber auch ungehindert und recht rasant ausbreiten, sollte bei der Wahl auf Optik und Nutzen geachtet werden.

Die schönsten Bodendecker: Folgende Pflanzen bereichern Ihren Garten

Bodendecker sind Pflanzen, die schnell zu einem dichten Teppich verwachsen, eher niedrig bleiben und meist auch hübsche Blüten haben. Viele davon eignen sich auch für schattige Standorte, die für manche Pflanzenarten ansonsten schlecht sind. Zudem unterdrücken Bodendecker Unkraut und bringen die Schönheit anderer, höherer Pflanzen erst richtig zur Geltung. Bestenfalls pflanzen Sie sich also ein ganzes Blütenmeer in den Garten.

Bevor die Bodendecker wachsen, sollten Beete von Quecke und anderem Unkraut befreit werden, denn die Bodendecker sind später kaum mehr zu bearbeiten. Ein Vlies kann auch die Ausbreitung von Unkraut unterdrücken. Das empfehlen wir aber nur im Ziergarten. Im Naturgarten dagegen können Bodendecker auch mal wild wuchern.

Das sind die schönsten Bodendecker:

  • Ysander: Ysander eignet sich sogar für vollschattige Standorte und erträgt auch hohen Wurzeldruck. Damit ist diese Pflanze ideal für schwierige Standorte unter Bäumen. Die Blätter wirken ledrig und sind das ganze Jahr über grün. Ysander hat recht unscheinbare, kleine, weiße Blüten und ist auch als Dickmännchen bekannt.
  • Immergrün: Das kleine Immergrün wird etwa 15 Zentimeter hoch und behält, wie der Name schon sagt, auch im Winter die Blattfarbe. Recht lange trägt es auch ab April kleine, violett-blaue Blüten, die teils sogar die Wintermonate überstehen. Pflege braucht diese Pflanze kaum und kann auch gut Mauerritzen begrünen.
  • Storchenschnabel: Der Blutrote Storchenschnabel ist zwar meist eher violett, aber hat dennoch sehr hübsche und zarte Blüten. Sie kennen ihn wahrscheinlich vom Sehen. Als blühfreudige, mehrjährige und anspruchslose Pflanze erfreut er sich großer Beliebtheit. Er mag es sonnig.
  • Günsel: Kriechender Günsel breitet sich im Garten auch mal von selbst aus, wenn der Rasen nicht perfekt gepflegt ist. Er ist überaus beliebt bei Bienen und die violett-blauen Blütenkerzen machen ihn zudem zu einer wahren Schönheit. Günsel bildet keinen wirklichen Teppich. Die Pflanzen wachsen eher lose nebeneinander, sehen in der Gruppe aber dennoch toll aus. Lassen Sie Günsel beim Rasenmähen stehen, die Insekten werden es Ihnen danken. Er mag es eher feucht und sonnig bis halbschattig.
  • Phlox: Polsterphlox ist ebenso eine beliebte Gartenpflanze. Die hübschen, kleinen Blüten dominieren seine Optik den Sommer über und Phlox gibt es in zahlreichen Farben. Da er gerne leicht überhängt, ist er auch gut für Mauern geeignet. Vollsonnige Standorte sind ideal und die Pflanze darf auch zurückgeschnitten werden.
  • Frauenmantel: Frauenmantel besticht meist durch seine großen, dekorativen Blätter. Schon eine einzige Pflanze kann viel Raum einnehmen. Ähnlich wie bei Lupinen sammeln sich in den Blättern Wassertropfen, die Insekten als Trinkmöglichkeit nutzen. Seine Blüten sind gelblich und die Pflanze eignet sich auf für die Teichrand-Bepflanzung. Da er etwas höher wird, kann Frauenmantel auch gut mit anderen, vor allem blau-blühenden Pflanzen kombiniert werden.
  • Golderdbeere: Erdbeeren blühen normalerweise weiß. Die Golderdbeere dagegen besticht durch hübsche, goldgelbe Blüten und ist ein guter Bodendecker. Sie mag es halbschattig bis schattig und kann auch in der Grabbepflanzung genutzt werden. Sie breitet sich durch Ausläufer und Rhizome aus und nimmt daher schnell große Flächen ein.
  • Seifenkraut: Klingt unspektakulär, hat aber sehr hübsche Blüten. Das Gemeine Seifenkraut riecht süß-blumig in den Abendstunden, zieht Insekten an, wächst schnell und ist anspruchslos. Allerdings neigt es auch dazu, sich gerne auszubreiten, halten Sie es also lieber im Zaum.
  • Grasnelken: Nelken sind allgemein recht beliebt. Grasnelken bestechen durch zahlreiche kleine Blüten an langen Stielen. Die Blüten können gelb, weiß oder rot sein und die Pflanze ist recht robust. Da sie auch Wind gut standhält, ist die Grasnelke auch für Standorte in Meer- oder Seenähe gut geeignet.
  • Ehrenpreis: Ehrenpreis wird manchmal auch Veronika genannt und es gibt insgesamt mehr als 450 Arten. Sie alle sind sehr pflegeleicht und haben tolle Blüten. Besonders Gestielter sowie Niederliegender Ehrenpreis eignen sich als Bodendecker. Beide haben hübsche, bläuliche Blüten und werden nicht so hoch.
  • Lampranthus: Auch bekannt als Mittagsblume, denn nur bei Sonne zeigen die Blüten ihre Schönheit. Als Sukkulente hat die Pflanze aber leider ein Problem mit unseren eher kalten Wintern und sollte daher in der kalten Jahreszeit ins Haus.

Das ist natürlich nur eine Auswahl besonders schöner Exemplare. Viele davon kommen auch natürlich bei uns vor und dienen Insekten als Nahrung. Im Naturgarten können Gärtnerinnen und Gärtner daher eher auf heimische Pflanzen als Bodendecker setzen, den Ziergarten können dagegen auch Pflanzen wie Lampranthus schmücken, die vielleicht etwas pflegeintensiver sind.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Margit Wild

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare