Schöner Außenbereich auch ohne Rasen – wie man die Grünfläche wunderbar ersetzen kann
Für Hobbygärtner, denen die aufwendige Pflege ihres Rasens zu viel wird, gibt es zum Glück tolle Alternativen für die Grünfläche.
Ohne das gepflegte Grün waren Garten und Grundstück lange nicht denkbar. Doch immer mehr Hobbygärtner funktionieren ihre Rasenflächen um, denn das spart Geld – und jede Menge Arbeit. In einigen Fällen bekommt der Garten auch zu wenig Sonne ab und das Gras gedeiht nicht ideal. Die gute Nachricht: Ein wunderschöner Garten braucht nicht unbedingt einen Rasen, es gibt kreative und pflegeleichte Alternativen. Wir stellen sie vor.
1. Bodendecker als Rasenersatz

Bodendecker wachsen niedrig und verzweigen sich gut. Außerdem sind sie trittfest und immergrün. Weiterer Vorteil: Sie wachsen auch ohne Murren dort, wo der Rasen zur Diva wird. Besonders trittfest sind Arten wie Englische Rasenkamille, Haselwurz oder Fiederpolster. Viele Bodendecker erfreuen uns zusätzlich mit hübschen Blüten, wie Golderdbeere, Teppichverbene oder Sternmoos. Bodendecker brauchen weniger Pflege als ein Rasen, das aufwendige Mähen entfällt komplett. Auch lästiges Unkraut jäten ist nur anfangs nötig, denn: Haben sich die Bodendecker einmal ausgebreitet, kommt kein Unkraut mehr durch. Allerdings müssen Sie auch Ihre Bodendecker regelmäßig bewässern und einige Sorten gedeihen besonders gut, wenn Sie sie gelegentlich düngen. Pflegeleichte Bodendecker, die wenig Bewässerung benötigen, sind beispielsweise Seifenkraut, Herbst-Astern oder Thymian.
Das sollten Sie beachten: Bodendecker mögen lockeren Boden. Sie können lehmige Böden mit etwas Sand mischen, dann werden sie durchlässiger. Am besten pflanzen Sie Bodendecker im unkrautarmen Herbst und entfernen vorher das vorhandene Unkraut aus der Erde. Ist Ihr Rasenersatz ausgewachsen, kann er sich gut behaupten, bis dahin sollten Sie ihn aber dabei unterstützen.
Für wen sind Bodendecker geeignet? Wird der Rasenersatz nur gelegentlich begangen und soll in erster Linie schön aussehen, dann sind Bodendecker eine gute Wahl. Bodendecker sind allerdings keine Alternative zu einem Gebrauchsrasen, auf dem Kinder täglich herumtollen. Tipp: Damit sich keine unschönen Laufstraßen bilden, können Sie Wege aus Trittsteinen verlegen. Das schont die Bodendecker und ist ein hübscher Eyecatcher.
2. Japanischer Garten als Rasenersatz
Eine besonders kreative Idee für eine Rasenalternative ist ein japanischer Garten. Er strahlt Ruhe und Harmonie aus und wirkt entspannend. Bei seiner Gestaltung sind Kieswege, Sandflächen oder Rindenmulch (werblicher Link) die wichtigsten Elemente. Sie werden großflächig verteilt und der Sand in Wellenform geharkt. Hier können Sie nach Herzenslust flanieren und haben keinen großen Pflegeaufwand. Rindenmulch eignet sich übrigens auch, um Unkraut zu unterdrücken und kann bepflanzt werden, etwa mit Thuja, Laubsträuchern, wie Rhododendron oder Blumen, wie Pfingstrosen und Schwertlilien – sie alle passen hervorragend in den japanischen Garten.
Harmonisch wirken kleine Steine, Felsbrocken und Findlinge, die Ihrem japanischen Garten eine individuelle Note geben und auch als Trittsteine fungieren. Dazu sind Bonsai oder Gräser eine pflegeleichte Ergänzung. Deko-Elemente wie Lampions oder Figuren mit fernöstlichem Bezug runden den japanischen Garten ab. Wer etwas mehr Platz hat, kann auch einen Teich anlegen, in dem sich dekorative Fische tummeln, dieser braucht allerdings auch viel Pflege. In einem kleinen Garten sind wassergefüllte Steinkübel hübsch. Einen Ort zum Ausruhen und Verweilen bietet eine Sitzbank, von der aus Sie Ihren japanischen Garten bestaunen können.
Das sollten Sie beachten: Setzen Sie neben Kiesflächen auch auf bepflanzte Elemente in Ihrem japanischen Garten. Denn Kies ist tot, er bietet Bienen und Insekten keine Nahrung und wirkt schnell steril.
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Für wen ist ein japanischer Garten geeignet? Das Gute am japanischen Garten ist, dass er sich sowohl in sonnenverwöhnter Fläche oder einer schattigen Gartennische umsetzen lässt. Allerdings sollten Sie auch Freude an seiner Pflege haben, denn nur ein gepflegter Japangarten entfaltet seine beruhigende Wirkung. So sollten Sie die Wellenlinien regelmäßig neu ziehen und Laub und Unkraut entfernen. Tipp: Verwenden Sie unter Stein- und Kiesbeeten eine Gartenfolie (Unkrautvlies), um lästiges Unkraut zu vermeiden.
3. Bauerngarten als Rasenersatz
Blühende Pracht und ländliche Gärtnertradition statt monotoner Rasenfläche: Der Bauerngarten erlebte in den letzten Jahren ein Revival. Die üppige Flora vereint gesundes Gemüse mit farbenprächtigen Blumen, nützlichen Kräutern und frischem Obst – die perfekte Mischung aus Nutz- und Ziergarten. Zum Bauerngarten gehören auch wilde Ecken, in die der Mensch nicht eingreift: Hier wachsen wilde Blumen und Sträucher in herrlich romantischer Eintracht. Dennoch gibt es für einen klassischen Bauerngarten feste Regeln, wir haben die wichtigsten zusammengestellt:
- Vier gleichartig geformte Beete liegen an einem Wegekreuz.
Die Wege bestehen aus Natursteinen, Kies, Schotter oder Rindenmulch oder verlegten Platten.
Bepflanzt ist er mit blühenden Gemüsepflanzen, Stauden und Blumen.
Eyecatcher sind Hortensien, ein kleiner Baum, Statuen oder Obelisken.
Umzäunt ist der Bauerngarten oft mit einem nostalgischen Staketenzaun, Hecken oder immergrünen Sträuchern.
Beliebte Deko sind alte Gieskannen, Leitern und Regale oder eine Holzbank mit Rosenbogen.
Das sollten Sie beachten: Sonnenverwöhnte Südseiten eignen sich am besten für einen Bauerngarten, damit Bäume und Pflanzen genügend Licht abbekommen. Idealerweise berücksichtigen Sie bei der Planung, auf welche Stellen die meiste Sonne scheint und pflanzen dort die besonders lichthungrigen Exemplare ein. Die Nähe zu einer Mauer, besonders hübsch eine Natursteinmauer, oder Hecke bietet außerdem Schutz vor Wind und Kälte.
Für wen ist ein Bauerngarten geeignet? Ein Bauerngarten passt zu Ihnen, wenn Sie die ursprüngliche Natur mögen und gerne das Nützliche mit einem reinen Freizeitgarten verbinden möchten.

