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Bockshornklee anbauen: So ernten Sie das gesunde Gewürz

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Von: Joana Lück

Die Samen und Blätter des Bockshornklees werden schon lange als Naturheilmittel bei diversen Beschwerden eingesetzt. Praktisch: Der Anbau der Heilpflanze ist sehr leicht.

München – Relativ unscheinbar, fast wie ein normaler Strauch: so wirkt Bockshornklee auf den ersten Blick. Doch das Gewächs hat es in sich! Hier erfahren Sie, wie man ihn anbaut und wofür er eingesetzt wird.

Bockshornklee anbauen: So ernten Sie das gesunde Gewürz

Die Pflanze stammt zwar ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Westasien, ist aber auch im Süden Deutschlands anzutreffen. Wie andere Kleesorten gehört auch der Bockshornklee zu den Schmetterlingsblütern (Faboideae). Im Gegensatz zum Wiesenklee verströmt der Bockshornklee ein würziges Aroma, wie eine Mischung von Curry und getrocknetem Heu. Charakteristisch für den Bockshornklee ist zudem seine dreikantige, gezackte Blattform, die ihm den lateinischen Namen Trigonella verliehen hat.

Bockshornkleesamen in einer Schale neben einer Bockshornklee-Pflanze. (Symbolbild)
Bockshornklee wird in vielen Ländern als Heilpflanze kultiviert. (Symbolbild) © Rezeda Kostyleva/Imago

Bockshornklee ist keine besonders anspruchsvolle Pflanze. Da er einjährig ist, muss er jedes Jahr neu ausgesät werden. Die Aussaat sollte zwischen April und Anfang Juni etwa einen Zentimeter tief im Boden erfolgen, da Trigonella ein Dunkelkeimer ist. Bockshornklee liebt Sonne, sollte aber später auch nicht von morgens bis abends in der prallen Sonne stehen. Die Pflanze und auch schon die Samen mögen nicht zu viel Nässe: Die Erde sollte dezent feucht gehalten werden.

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Die Samen reifen jährlich zwischen Juli und September und sollten geerntet werden, wenn die Hülsen getrocknet sind und aufplatzen. Bevor Sie die Samen direkt verwenden, sollten sie ein paar Tage getrocknet werden. Luftdicht verpackt sind sie mehrere Monate haltbar. Die Blätter des Bockshornklees können schon im Frühjahr geerntet werden. Mit ihrem würzigen Aroma verleihen sie Currys, Eintöpfen und Fleischgerichten nicht nur eine besondere Note, sie sorgen auch für einen farblichen Akzent.

Bockshornklee anbauen: Diese Wirkung hat die Heilpflanze

Sowohl Blätter als auch Samen lassen sich in der Küche, aber auch in der Naturheilkunde einsetzen. Die Samen der Heilpflanze enthalten zu 30 Prozent Schleimstoffe und haben folgende Wirkung:

Am wirkungsvollsten ist ein frisch aufgebrühter Tee aus getrockneten Bockshornkleesamen. Schwangere und Kinder sollten jedoch auf Bockshornklee verzichten.

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