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Blumenerde vor dem Umtopfen backen, tötet mögliche Schädlinge ab

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Von: Lena Zschirpe

Einige Zimmerpflanzen brauchen mehr und andere weniger Pflege. Der richtige Umgang mit der Erde kann aber bei allen entscheidend sein.

Wer viele Zimmerpflanzen hat, weiß auch: Sie müssen hin und wieder umgetopft werden. Beispielsweise, weil der alte Topf zu klein ist oder die Pflanze einen bestimmten Nährboden braucht, wie etwa die Monstera. Die Erde sollte vorher aber einer Spezialbehandlung unterzogen werden.

Pflanzen umtopfen: Erde sollte vorher gebacken werden

Es klingt kurios, aber wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun will, sollte die entsprechende Blumenerde vorher unbedingt backen. Der simple Grund: So wird sie sterilisiert, berichtet RUHR24. Und das ist empfehlenswert, obwohl Erde quasi Dreck in Reinform ist.

Blumen umtopfen
Blumen sollten manchmal umgetopft werden. © Jens Kalaene/DPA

Denn wie fast alles in der Natur ist auch die Blumenerde aus dem Gartencenter voller Insekten, Organismen und Bakterien. Während Regenwürmer sich beispielsweise in Gemüseerde als nützlich erweisen und das Substrat lockern, können andere Lebewesen in der Erde den Pflanzen schaden. Trauermücken sind beispielsweise lästige Parasiten bei Zimmerpflanzen.

Blumenerde muss für Pflanzen sterilisiert werden

Das gilt übrigens nicht nur für Erde, die beispielsweise aus dem eigenen Garten gesammelt worden ist, sondern auch für Blumenerde aus dem Handel. Im schlimmsten Fall holt man sich Schädlinge nichtsahnend direkt ins Wohnzimmer oder ins Blumenbeet und schadet damit all seinen Pflanzen. Parasiten wie Blattläuse verbreiten sich oft schnell unter den Blumen. Einige Pflanzen, wie die Orchidee, wachsen auch ganz ohne Erde.

Genau deshalb sollte man die Blumenerde vorher sterilisieren. Der Vorteil: Hierzu braucht man keine teuren oder gar potenziell giftigen Spezialmittel. Der eigene Backofen reicht völlig aus. Bevor es losgeht, sollte die frische Blumenerde aber unbedingt auf besagte Regenwürmer oder andere Insekten abgesucht und jene wieder draußen ausgesetzt werden.

Erde für Pflanzen im Backofen backen: So einfach geht es

Vor dem Backen muss die Blumenerde angefeuchtet werden. Denn am Ende soll kein spröder Sand entstehen, sondern ein gesunder Nährboden für die Zimmerpflanzen. Die Erde sollte aber auch nicht tropfen, wie das Gartenjournal mitteilt. So geht man weiter vor:

Notfalls klappt der kuriose Trick auch in der Mikrowelle auf der höchsten Stufe. Allerdings werden hierbei fast alle wertvollen Nährstoffe zerstört – was den Pflanzen ebenfalls wieder schaden könnte. Wichtig zu wissen: Nach dem Sterilisieren können weiße Punkte auf der Blumenerde auftauchen. Hierbei handelt es sich um kleine Larven oder schädliche Würmer, die durch die Hitze abgetötet wurden.

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