Zu sehen ist ein umgekippter Terrakotta-Topf. Daneben steht ein Wurzelballen in Erde gehüllt, aus dem kleine, grüne Pflänzchen wachsen (Symbolbild).
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Beim Umtopfen bleibt alte Blumenerde übrig. Sie lässt sich wiederverwerten (Symbolbild).

Auch alt noch wertvoll

Alte Blumenerde: Deswegen darf sie nicht in die Mülltonne

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Beim Umtopfen oder Eintopfen im Frühjahr fällt oft alte Blumenerde aus dem Gartenjahr davor an. Die sollte aber auf keinen Fall in den Müll wandern, denn sie lässt sich wiederverwerten.

München – Das Frühjahr bringt lang ersehnte, bunte Blüten auf den Balkon, die Terrasse und ins Blumenbeet. Bevor es soweit ist, steht aber das Umtopfen von vielen Pflanzen bevor. Denn manche Pflanzen überleben trotz gutem Schutz den Winter nicht, bei anderen wächst das Wurzelwerk zu stark und die Pflanze braucht mehr Platz, um sich weiterzuentwickeln. Alte Blumenerde muss beim Umtopfen aber nicht zwangsläufig in den Müll, denn es gibt verschiedene Wege, sie wiederzuverwerten.

Alte Blumenerde: Deswegen müssen Sie genutztes Substrat nicht wegschmeißen

Beim Umtopfen im Frühjahr fällt meist eine Menge alter Blumenerde an. Die Pflanzen haben der Erde im Laufe der Zeit viele Nährstoffe entzogen und für das neue Gartenjahr oder Balkonjahr benötigen die Blumen neue Kraft aus nährstoffreicher, frischer Blumenerde. Den alten Rest, der übrig bleibt, sollten Gartenfreunde aber nicht in den Müll befördern.

Um möglichst viel alte Erde beim Umtopfen zu gewinnen, sollten Gartenfreunde die Wurzelballen ordentlich über einem Eimer abklopfen. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass Gärtnerinnen und Gärtner nur Erde wieder nutzen, in der vorher eine gesunde Pflanze stand. Denn Eier und Larven von Schädlingen überwintern und überleben teils auch in der Blumenerde, sodass ein Befall der neuen Pflanze vorprogrammiert ist. Dann sollten Gartenfreunde die Erde entsorgen, aber nicht auf dem Kompost, sondern im Restmüll oder Biomüll. Weiße Flecken auf der Blumenerde müssen hingegen nicht unbedingt ein Schädlingsbefall sein, sondern können auch auf eine zu hohe Feuchtigkeit hinweisen*.

Alte Blumenerde: So verwerten Sie sie wieder

Denn auch wenn sie weniger Nährstoffe enthält, lässt sich alte Blumenerde folgendermaßen wiederverwerten:

  • 1. Alte Blumenerde im Garten: Gärtnerinnen und Gärtner können die alte Erde aus Töpfen einfach dünn auf dem frisch bestellten Blumenbeet verteilen. Das wirkt laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) ähnlich wie eine Mulchschicht, die zudem kein Unkraut aufkommen lässt. Wer den Boden vorsichtig umgräbt, hebt damit die Erde unter und fördert die Wasserspeicherfähigkeit des Beetes für den Sommer.
  • 2. Alte Blumenerde auf dem Balkon: Wer seine Erde nicht im Beet wiederverwerten kann, sollte sie einfach mit neuer Erde mischen und dann beim Umtopfen verwenden. Dabei ist es gar kein Problem, dass sie weniger Nährstoffe enthält, denn die neue Erde fängt dieses Defizit auf. Mit dem erneuten Düngen der Erdmischung müssen Gartenfreunde rund vier Wochen warten, sonst wäre es eine Dünger-Überdosis für die frisch umgetopften Pflanzen.

Es zeigt sich also, dass alte Erde keinesfalls immer ein Fall für den Müll ist. Geschickt kombiniert, ergibt sich aus ihr neue Erde, die die Kübelpflanzen gut mit Nährstoffen versorgt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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